Umnutzung der ehemalige Kirche Thomas Morus in soziales Wohnen mit Quartierstreff
51375 Leverkusen, Alter Grenzweg 27
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Kollbach Bansi Architekten PartmbB
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Alter Grenzweg 27, 51375 Leverkusen, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Umbau
Fertigstellungstermin
02.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
4.080 m³
Bruttogrundfläche
1.695 m²
Nutzfläche
962 m²
Verkehrsfläche
250 m²
Wohnfläche
864 m²
Grundstücksgröße
3.100 m²
Kosten
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
4.330.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Nutzung
Nach Demontage des beschädigten Daches und der Entkernung der Kirche entstanden auf drei neuen Ebenen drei Gruppenwohnungen mit Gemeinschaftsraum und insgesamt 15 Einzelzimmern mit eigenem Bad. Hier erhalten ehemals wohnungslose Menschen die Möglichkeit, ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben zu führen mit alltagspraktischer Unterstützung vor Ort durch Mitarbeiter des Caritasverbandes Leverkusen.
Im angrenzenden Pfarrheim befinden sich die Mitarbeiterräume des Caritasverbandes sowie zwei kleine Appartements. Der ehemalige Pfarrsaal dient als Quartierstreff und Begegnungsort für die Nachbarschaft.
Damit ist aus einem lange leerstehenden Kirchenensemble ein Zuhause und ein Ort zum Zusammenkommen geworden.
Entwurfskonzept
Ziel des Entwurfs war die Umwandlung des Kirchenraums in eine zeitgemäße Nutzung, die den Charakter des Bauwerks respektiert und wieder mit Leben füllt.
Der kleeblattförmige Grundriss der Kirche blieb erhalten und prägt das neue Wohngebäude auch heute. Ein dreigeschossiger Neubau fügt sich in die bestehenden 70 cm starken monolithischen Ziegelaußenwände der ehemaligen Kirche ein und schafft moderne Appartements rund um einen geschützten Innenhof. Gleichzeitig bleibt das Gebäude von außen weiterhin als Kirche erkennbar – ein vertrauter Anblick für die Nachbarschaft.
Die prägenden Elemente des Kirchenraums wurden im Grundriss so integriert, dass sie auch mit der neuen Nutzung weiterhin zur Geltung kommen und spannende Raumeindrücke bilden. Im Eingangsbereich ermöglicht ein über alle Etagen offener Luftraum, die Kirche in ihrer ursprünglichen Höhe wahrzunehmen. Die bestehende Außenwand weitet sich hier auf bis zu 2 Meter auf und lenkt den Blick auf ein in das Ziegelmauerwerk eingelassenes, stilisiertes Kreuz und den Beichtstuhl. Trapezförmige Dachfenster belichten den Raum. Sie leiten optisch von den kunstverglasten Schlitzfenstern zu den neuen Innenfenstern der Gruppenwohnungen über und schlagen so die Brücke zwischen Alt und Neu.
Umsetzung
Die Umsetzung erforderte eine enge Abstimmung mit der Denkmalpflege und stellte Architekten und Planer vor zahlreiche Herausforderungen.
Die bestehenden Außenwände wurden weiter genutzt und kaum verändert. In drei der vier Kleeblätter des Grundrisses wurde das neue Gebäude als Stahlbetonbau errichtet mit gedämmtem Flachdach und gedämmter Bodenplatte. Der frühere Altarraum ist von neuer Bebauung freigehalten und bildet nun den geschützten, nach oben offenen, Innenhof. Das eingestellte, dreigeschossige Gebäude schließt zum Innenhof mit einer neuen, gedämmten Fassade ab, die mit großzügigen Fensteröffnungen für ausreichende Belichtung und Belüftung der angrenzenden Räume sorgt. Für die Gemeinschaftsbereiche der Gruppenwohnungen wurden neue Öffnungen in die Bestandswänden geschnitten, teilweise mithilfe einer aufwändigen provisorischen Behelfskonstruktion zur temporären Aufnahme der Lasten aus dem Kirchturm.
Die technische Infrastruktur wurde komplett erneuert. Die Wärmeversorgung erfolgt nachhaltig über zwei Luftwärmepumpen. Das Flachdach des Neubaus ist mit Photovoltaikmodulen ausgestattet.
Der Caritasverband Leverkusen hat sich als engagierter Bauherr auf die Herausforderungen dieser Umnutzung eingelassen. Mithilfe von Stiftungsgeldern und der öffentlichen Wohnraumförderung, erhalten Menschen, die im sonstigen Wohnungsmarkt keine Chance hätten, ein ansprechendes neues Zuhause.
Beschreibung der Besonderheiten
Das Projekt zeigt, wie erhaltenswerte Bestandsgebäude erfolgreich in die Zukunft geführt werden können – eine Aufgabe, die angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher Anforderungen in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Betten
17
Anzahl Wohneinheiten
5
Objekte in der Umgebung
Ähnliche Objekte



