Architekturobjekt 6 von 6.593

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Therapiezentrum Bodensee

88633 Heiligenberg, Betenbrunner Straße 18

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: KOSA Kopp Sailer Lernout Architekten PartGmbB

Fertigstellung - Therapiezentrum Bodensee

© KOSA Architekten

Fertigstellung - Therapiezentrum Bodensee

© KOSA Architekten

Fertigstellung - Therapiezentrum Bodensee

© KOSA Architekten

Fertigstellung - Therapiezentrum Bodensee

© KOSA Architekten

Fertigstellung - Therapiezentrum Bodensee

© KOSA Architekten

Baustelle - Therapiezentrum Bodensee

© ISABEL MEYER

Baustelle - Therapiezentrum Bodensee

© ISABEL MEYER

Baustelle - Therapiezentrum Bodensee

© ISABEL MEYER

Baustelle - Therapiezentrum Bodensee

© ISABEL MEYER

Baustelle - Therapiezentrum Bodensee

© KOSA Architekten

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: KOSA Kopp Sailer Lernout Architekten PartGmbB

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Betenbrunner Straße 18, 88633 Heiligenberg, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Umbau

Fertigstellungstermin

11.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

HolzKopp GmbH

Kirnbach 2

88633 Heiligenberg

Deutschland

Architekt/Planer

KOSA Kopp Sailer Lernout Architekten PartGmbB

Fürstenbergstr. 9

88633 Heiligenberg

Deutschland

Tel. +49 7554 7939780

mail@kosaarchitekten.com

Fachplanung: Tragwerksplanung

Kuttruff Ingenieure GmbH & Co. KG Tragwerksplanung Statik Ravensburg

Gartenstr. 10

88212 Ravensburg

Deutschland

Tel. +49 751 36141900

info@kuttruff-ingenieure.de

Verwendete Produkte

Gebäudedaten

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

1.960 m³

 

Bruttogrundfläche

574 m²

 

Nutzfläche

408 m²

 

Verkehrsfläche

64 m²

 

Grundstücksgröße

2.070 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Therapiezentrum Heiligenberg
Weiterbauen im Holzbestand

Am Ortseingang von Heiligenberg wurde eine ehemalige forstwirtschaftliche Werkstatt aus den 1930er Jahren zu einem Therapiezentrum umgenutzt. Das Gebäude steht exemplarisch für viele einfache Zweckbauten im ländlichen Raum, die über Jahrzehnte funktional genutzt wurden und deren konstruktive Qualitäten heute häufig unterschätzt werden.
Vor diesem Hintergrund wurde bewusst auf Abriss oder eine vollständige bauliche Überformung verzichtet. Stattdessen verfolgt das Projekt den Entwurfsansatz, sich in das bestehende Gebäude einzunisten, ohne es zu beschädigen. Ähnlich wie die Biologie die Entökie beschreibt.
Dieses Prinzip ermöglicht einen differenzierten Umgang mit Alt und Neu. Im Erdgeschoss durchdringen gezielte Öffnungen für Licht, Luft und Erschließung die bestehende Struktur und verbinden das neue Innere mit dem Äußeren direkt. Im Obergeschoss entsteht zwischen äußerer Hülle und innerem Neubau ein unbeheizter, wettergeschützter Zwischenraum. Dieser Bereich erweitert das Nutzungsspektrum jenseits der thermischen Hülle, bietet Aufenthaltsqualität und inszeniert das Spiel zwischen historischem Holzbau und neuem Einbau.
Konstruktiv blieb die bestehende Holztragstruktur vollständig erhalten. Auch die historischen Punktfundamente konnten bewahrt und in eine neue Bodenplatte integriert werden. Wo erforderlich, wurde das Tragwerk behutsam instandgesetzt und statisch ertüchtigt, ohne seine ursprüngliche Logik zu verändern. Dachhaut und Fassadenbekleidung wurden unabhängig von der Tragstruktur erneuert. Ein umlaufendes Lichtband im oberen Fassadenbereich sorgt für eine gleichmäßige Belichtung und natürliche Belüftung der Zwischenzone sowie der dahinterliegenden Therapieräume.
Der neue Einbau wurde konsequent als Holzbau umgesetzt. Vorgefertigte Wandelemente und eine klassische Deckenbalkenkonstruktion ermöglichten eine präzise Ausführung, kurze Bauzeiten und minimale Eingriffe in den Bestand. Holz fungiert dabei nicht nur als tragender Baustoff, sondern prägt auch Atmosphäre, Akustik und Raumwahrnehmung im Inneren.
Die Nachhaltigkeit bei diesem Projekt ergibt sich unmittelbar aus dem gewählten Umgang mit dem Bestand. Der vollständige Erhalt der Tragstruktur vermeidet Abbruchabfälle, reduziert den Materialeinsatz und spart einen erheblichen Anteil grauer Energie sowie CO₂-Emissionen ein. Der innere Neubau ist so ausgeführt, dass er auch in Zukunft vielfältige Nutzungsänderungen zulässt und auch rückstandfrei wieder ausbaubar ist. Die Außenanlagen beschränken sich auf das Notwendige, minimieren versiegelte Flächen und fördern Versickerung und Verdunstung.
Heute beherbergt das Gebäude Ergo- und Physiotherapie, Logopädie sowie ein Frühförderzentrum. Die Nutzungen sind offen organisiert und teilen gemeinschaftliche Bereiche, wodurch kurze Wege und flexible Abläufe entstehen.
Mit diesem Projekt ist es uns gelungen, innerhalb von vier Monaten mit einfachen Mitteln und handwerklichen Details ein Gebäude zu errichten, dass besonders im Umgang mit vergleichbaren Bestandsgebäuden einen Modellcharakter darstellen kann.

Auszeichnungen

Holzbaupreis Baden Württemberg 2026, Anerkennung

Schlagworte

Weiterbauen

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Strom

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

52,44 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

60 %

 

Warmwasser

10 %

 

Beleuchtung

1 %

 

Lüftung

29 %

Objektdetails

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