Stadtwerke Leipzig • Campus Südost Haus 202 • Umbau und Sanierung
04277 Leipzig, Arno-Nitzsche-Straße 35
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Grunwald & Grunwald Architektur und Städtebau (GbR)
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Arno-Nitzsche-Straße 35, 04277 Leipzig, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
10.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
3.928 m³
Bruttogrundfläche
1.235 m²
Nutzfläche
745 m²
Verkehrsfläche
202 m²
Kosten
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
4.301.220 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der Campus Südost der Leipziger Stadtwerke liegt im südöstlichen Leipziger Stadtgebiet, rund 3,5 km vom Zentrum entfernt. Das Areal gehört zum ehemaligen Heizwerk „Max Reimann“ im Stadtteil Connewitz. Das insgesamt etwa 21 Hektar große Gelände wird im Norden über die Richard-Lehmann-Straße und im Süden über die Arno-Nitzsche-Straße erschlossen. Der Bestand ist deutlich durch die frühere industrielle Nutzung geprägt. Im nördlichen Bereich befinden sich neben dem Haus 202 zwei ehemalige Gasometer, die heute kulturell genutzt werden.
Das Haus 202 -
ein architektonisches Zeugnis der frühen DDR
Das Haus 202 der Leipziger Stadtwerke wurde 1955 in der Zeit der „Nationalen Bautradition“ der DDR als Betriebs- und Sanitätsgebäude für das VEB Gaswerk „Max Reimann“ errichtet. Der schlichte Massivbau verbindet funktionale Bauweise mit gestalterischem Anspruch und steht exemplarisch für die damals kosten- und materialsparende Bauweise.
Nach mehr als 10 Jahren Leerstand wird das Gebäude zukünftig als Bürostandort für rund 50 Mitarbeitende genutzt. Dafür wird die bisherige Flurstruktur geöffnet: Teilweise werden Wände zurückgebaut, sodass moderne, flexible Arbeitsbereiche entstehen.
Der Zugang erfolgt über ein überdachtes Portal mit großzügigem Windfang. Vom zentralen Treppenhaus mit angrenzenden Sanitärbereichen sind alle Etagen erschlossen. Ergänzend wird auf der Ostseite ein zweiter Ausgang geschaffen.
Im Erdgeschoss entstehen etwa 16 Arbeitsplätze sowie ergänzende Funktionen wie Fokusraum, Telefonbox und Teeküche. Ursprünglich zugemauerte Fenster werden wieder geöffnet und in ihrer historischen Form hergestellt. Die oberen Geschosse greifen diese Struktur auf. Im 1. Obergeschoss bildet eine zentrale Gemeinschaftsküche mit Balkon den sozialen Mittelpunkt, ergänzt durch Arbeitsplätze und einen Besprechungsraum. Im 2. Obergeschoss befinden sich weitere Arbeitsplätze, ein größerer Besprechungsraum und eine Teeküche.
Das Dachgeschoss bietet zusätzliche Arbeitsplätze und wird durch die charakteristischen Nagelbrettbinder geprägt, die erhalten und statisch ertüchtigt werden. Die bestehenden Gauben werden in gleicher Form erneuert, ergänzt durch zusätzliche Dachfenster für mehr Tageslicht. Gleichzeitig verbessert eine Dämmung den sommerlichen Wärmeschutz und die Energieeffizienz.
Die historische Fassade bleibt in ihrem Erscheinungsbild erhalten und wird behutsam saniert. Prägende Elemente wie Gesimse, Fensterfaschen und der Sockel werden entsprechend angepasst. Neue Holzfenster mit Isolierverglasung sowie außenliegender Sonnenschutz verbessern den energetischen Standard. Das Dach wird mit Biberschwanzziegeln gedeckt, die Gauben mit Schiefer verkleidet.
Bei der Materialwahl wird bewusst auf langlebige, natürliche Baustoffe gesetzt, um ein gutes Raumklima und geringe Wartungskosten zu gewährleisten.
Die erforderlichen Eingriffe in Struktur, Dach und Fassade wurden eng mit den Leipziger Stadtwerken und den Denkmalbehörden abgestimmt. Ziel ist ein ausgewogener Umgang zwischen dem Erhalt des historischen Bestands und den Anforderungen an moderne Arbeitswelten.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
54
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