Architekturobjekte


Schulcampus „Am Hartwege" in Weimar

99427 Weimar, Am Hartwege 2

Ein Referenzprojekt von Troldtekt

Bild 1 - Schulcampus „Am Hartwege" in Weimar

© OLAF WIECHERS

Bild 2 - Schulcampus „Am Hartwege" in Weimar

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Bild 3 - Schulcampus „Am Hartwege" in Weimar

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Bild 7 - Schulcampus „Am Hartwege" in Weimar

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Bild 8 - Schulcampus „Am Hartwege" in Weimar

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Ein Referenzprojekt von Troldtekt

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Am Hartwege 2, 99427 Weimar, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

08.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Hausmann Architekten GmbH

Bendstr. 50-52

52066 Aachen

Deutschland

Tel. +49 241 568298-0

info@hausmannarchitekten.de

Architekt/Planer

gernot schulz : architektur GmbH

Sachsenring 69

50677 Köln

Deutschland

Tel. +49 221 940805-0

info@gernotschulzarchitektur.de

Architekt/Planer

ERNST² ARCHITEKTEN AG

Martin-Luther-Str. 40

70372 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 520896-0

info@ernst2-architekten.de

Bauherr

Stadtverwaltung Weimar – Amt für Gebäudewirtschaft

Deutschland

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Beschreibung

Objektbeschreibung

Der Schulcampus „Am Hartwege" befindet sich in einem gewachsenen Stadtquartier Weimars und reagiert mit seiner städtebaulichen Disposition auf die bestehende Umgebungsbebauung sowie die topografischen Gegebenheiten des Grundstücks. Das Campuskonzept verfolgt den Ansatz, verschiedene Bildungseinrichtungen – typischerweise Grundschule, weiterführende Schule und ergänzende Nutzungen wie Sporthalle und Hortbereiche – in einem zusammenhängenden Ensemble zu bündeln.
Die einzelnen Baukörper sind dabei so zueinander angeordnet, dass differenzierte Außenräume entstehen:​ Pausenhöfe, Erschließungszonen und geschützte Aufenthaltsbereiche bilden ein abgestuftes System von öffentlichen bis halböffentlichen Freiräumen, das sowohl funktionale als auch aufenthaltsqualitative Anforderungen erfüllt.

Architektur und Gestaltung
Die architektonische Sprache des Campus zeichnet sich durch eine klare, zeitgenössische Formensprache aus. Die Baukörper sind in ihrer Kubatur präzise gegliedert und treten durch eine zurückhaltende, aber materialgerechte Fassadengestaltung in Erscheinung. Großzügige Verglasungen sorgen für eine optimale Tageslichtversorgung der Unterrichts- und Gemeinschaftsräume und schaffen gleichzeitig visuelle Bezüge zwischen Innen- und Außenraum. Die Fassaden sind je nach Orientierung und Nutzung differenziert ausgebildet – mit konstruktivem Sonnenschutz, rhythmisierten Fensterformaten und einer materialbetonten Gliederung, die dem Gebäude Maßstäblichkeit und Identität verleiht.
Im Inneren folgt die Grundrissorganisation dem Prinzip der Cluster- bzw. Lernhausstruktur, die in der modernen Schulbauplanung als pädagogisch besonders wirksam gilt. Unterrichtsräume sind in überschaubaren Einheiten um gemeinsame Erschließungs- und Aufenthaltsflächen gruppiert, die als erweiterte Lernzonen multifunktional nutzbar sind. Die Erschließung ist übersichtlich und barrierefrei konzipiert, wobei zentrale Treppenhäuser und Aufzugsanlagen alle Geschossebenen verbinden.

Bauweise und Konstruktion
Konstruktiv setzt der Schulcampus auf eine hybride Bauweise. Tragende Strukturen in Stahlbeton gewährleisten die erforderliche Robustheit und Dauerhaftigkeit für den intensiven Schulbetrieb, während ergänzende Holzbaukonstruktionen – etwa in Dachbereichen, Fassadenelementen oder Innenausbauten – zur Verbesserung der Raumakustik, des Raumklimas und der ökologischen Bilanz beitragen. Die Geschossdecken sind als Flachdecken oder Halbfertigteildecken ausgeführt, was eine flexible Grundrissgestaltung und spätere Anpassungen ermöglicht. Das Tragwerk ist auf eine wirtschaftliche Spannweitenoptimierung ausgelegt, um stützenfreie Unterrichtsräume und großzügige Mehrzweckbereiche zu realisieren.
Die Sporthalle als eigenständiger oder angegliederter Baukörper weist eine weitgespannte Dachkonstruktion auf, die je nach Ausführung als Brettschichtholzbinder oder Stahlkonstruktion realisiert ist. Die Hallenkonzeption erlaubt eine Mehrfachunterteilung für den parallelen Sportbetrieb.

Energetisches Konzept und Nachhaltigkeit
Der Campus folgt einem ganzheitlichen energetischen Konzept, das auf die Minimierung des Primärenergiebedarfs und die Maximierung des Nutzerkomforts ausgerichtet ist. Die Gebäudehülle erreicht einen hohen Dämmstandard mit minimierten Wärmebrücken. Mechanische Lüftungsanlagen mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung stellen die erforderliche Luftqualität in den dicht belegten Unterrichtsräumen sicher und tragen gleichzeitig zur Energieeinsparung bei. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein zentrales System, das regenerative Energiequellen einbindet. Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen ergänzen das Energiekonzept und leisten einen Beitrag zur Eigenstromversorgung.
Begrünte Dachflächen und eine durchdachte Regenwasserbewirtschaftung unterstützen die Klimaresilienz des Standorts und leisten einen Beitrag zur Biodiversität im urbanen Umfeld.

Beschreibung der Besonderheiten

Besonderheiten
Eine wesentliche Besonderheit des Schulcampus „Am Hartwege" liegt in der Verknüpfung von Bildungsinfrastruktur mit stadträumlicher Qualität. Der Campus fungiert nicht nur als Lernort, sondern auch als Quartiersbaustein, der durch seine Freianlagen und die architektonische Durchlässigkeit Mehrwerte für das umgebende Wohngebiet schafft. Die konsequente Barrierefreiheit, die differenzierte Akustikplanung für unterschiedliche Nutzungsszenarien sowie die robuste, vandalismussichere Materialwahl im Innenausbau zeugen von einer praxisorientierten Detailplanung, die den spezifischen Anforderungen des Schulbaus gerecht wird.

Im Schulcampus übernehmen Troldtekt-Platten eine multifunktionale Schlüsselrolle als akustisch wirksame Decken- und Wandverkleidung. Die zementgebundenen Holzwolle-Leichtbauplatten sorgen in Unterrichtsräumen, Gemeinschaftsflächen und Erschließungszonen für eine optimale Raumakustik mit reduzierten Nachhallzeiten und verbesserter Sprachverständlichkeit gemäß DIN 18041.
Gestalterisch prägen sie mit ihrer charakteristischen Holzwolle-Textur die warme, lernfördernde Innenraumatmosphäre und verleihen dem Gebäude eine durchgängige materialästhetische Identität.
Gleichzeitig unterstützen sie das Nachhaltigkeitskonzept des Campus durch ihre ökologische Materialzusammensetzung (Cradle-to-Cradle-zertifiziert), ihre feuchteregulierenden und emissionsarmen Eigenschaften sowie ihre nicht brennbare Klassifizierung. Durch die effiziente Integration in abgehängte Deckensysteme mit Raum für haustechnische Installationen erweisen sich die Platten zudem als planerisch flexibles und wirtschaftliches Bauteil, das akustische, gestalterische, ökologische und technische Anforderungen des modernen Schulbaus in einem Produkt vereint.
 

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