Architekturobjekt 27 von 272

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

69221 Dossenheim, Windhof 15

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Ecker Architekten PartG mbB

Der Infrastrukturbau der Schleuse vor der Hügelkette der südlichen Bergstraße, im  Vordergrund der Gebäudeteil „Mensch“ mit dem Steuerraum. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Zugang zum Gebäudeteil „Mensch“ für Personal und Steuerung, rechts im Bild der  Gebäudeteil „Technik“ mit betriebstechnischen Anlagen. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Das östliche Kopfende des Gebäudeteils „Technik“ mit haustechnischen Anlagen. Die auf  Lücke gesetzten Klinker ermöglichen eine natürliche Zuluft. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Die Werkstatträume im Technikgebäude sind nordseitig belichtet. Die Ortsbezeichnung  „Schwabenheim“ befindet sich zentral zwischen den beiden Schleusenkammern. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Der Bug des Technikgebäudes: Die auf Lücke gemauerten Klinker umschließen den  Technikbereich. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Die beiden zentralen Funktionsbauten der Schleuse vor der leeren Kammer. In der  Schleusenwand eingelassen sind Leinenführungen, die Schiffen im Schleusenvorgang sicheren Halt  bieten. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Aktiver Schiffsverkehr in der nördlichen Schleusenkammer. Der Steuerraum links im  Hintergrund dient der zentralen Überwachung und Steuerung des Schleusenbetriebs. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Der Steuerraum in der Abenddämmerung. Die orangefarbenen Metallschiebetüren greifen  die traditionelle Rostschutzfarbe „Bleimennige“ aus der Frachtschifffahrt auf. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Der Steuerstand mit Ausblick auf die nördliche Schleusenkammer – der zentrale Punkt für die  Überwachung des Schleusenvorgangs. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Blick in den Aufenthaltsraum der Schleusenwärter mit den Umkleiden- und Sanitärräumen  im Hintergrund. - Schleuse Schwabenheim, Flusskilometer 17,7

© Brigida González

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Ecker Architekten PartG mbB

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Windhof 15, 69221 Dossenheim, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

05.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Ecker Architekten PartG mbB

Sofienstr. 3

69115 Heidelberg

Deutschland

Tel. +49 6221 3219770

buero@ecker-architekten.de

Architektur: Innenarchitekt

Ecker Architekten PartG mbB

Sofienstr. 3

69115 Heidelberg

Deutschland

Tel. +49 6221 3219770

buero@ecker-architekten.de

Bauherr

Baden- Württenberg Bundesbau Staatliches Hochbauamt Heidelberg

Europaplatz 9

69115 Heidelberg

Deutschland

Fachplanung: Beleuchtung

Anselm von Held

Gneisenaustr. 43

10961 Berlin

Deutschland

Fachplanung: Tragwerksplanung

Bauingenieurbüro Dipl.-Ing. Stephan Uhrig

Wallstadter Str. 21

68259 Mannheim

Deutschland

Fachplanung: Elektrotechnik

sbi GmbH Schneider

Bürgermeister-Willinger-Str. 30

69190 Walldorf

Deutschland

Fachplanung: Bauphysik

Neckar Ingenieure Heerdegen GbR

Mönchsbergstr. 1/2

71691 Freiberg am Neckar

Deutschland

Fachplanung: Brandschutz

Ingenieurbüro San Jose GmbH

Im Breitspiel 6a

69126 Heidelberg

Deutschland

Fachplanung: Gebäudetechnik

IGS Ingenieurgesellschaft

"Soldnerstr. 13

68129 Mannheim

Deutschland

Verwendete Produkte

Forbo Flooring

Bodenbelag

Marmoleum Ohmex

GROHE

Dusch- und Waschtischausstattung

JUNG

Lichtschalter

LS 990 in Les Couleurs® Le Corbusier

Odenwald Faserplattenwerk (OWA)

Abgehängte Decken

System Owatecta S36 – Progress Langfeldplatten

WAREMA Renkhoff

Sonnenschutz

SCREEN Nr. 3507

Alape

Ausgussbecken Putzraum

AG.CONTRA505

Deppe Backstein-Keramik

Klinkerstein

Dyckerhoff

Betonfertigteil

Weißzement ohne Marmorzuschläge

FSB Franz Schneider Brakel

Fenstergriff

1015 Steckgriff für Fenster

FSB Franz Schneider Brakel

Sanitärausstattung

FSB Franz Schneider Brakel

Schutzrosette Außentüren

3244

FSB Franz Schneider Brakel

Türgriff Außentüren

1268

FSB Franz Schneider Brakel

Türgriff außen

6108

FSB Franz Schneider Brakel

Türgriff Innentüren

1267 flächenbündig

Georg Bechter Licht

Baldachin

BALDA 28

Georg Bechter Licht

Einbaugehäuse

Betonkapsel 28

Mero

Doppelboden

Doppelboden Typ 2

Pfeiffer & May

Sanitärkeramik

Cara Comfort CARAC60

Pfeiffer & May

Sanitärkeramik

Cara Comfort CARAC65

Regiolux

Wannenleuchte Technikraum

Schüco

Fensterrahmen

Pfosten-Riegel-Fassade mit Lüftungspaneel und Fensterflügel

Schüco

Fensterrahmen

Pfosten-Riegel-Fassade mit Lüftungspaneel und Fensterflügel

Sigor Licht

Aufbauleuchte

Fled Downlight

Villeroy & Boch

Flisen

Architectura 3.0

XAL

Leuchte Steuerraum Abhangdecke

Unico

XAL

Leuchte Steuerraum

BETO linear direct/indirect power

XAL

Spiegelleuchte

Stretta

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

1.336 m³

 

Bruttogrundfläche

371 m²

 

Nutzfläche

287 m²

 

Verkehrsfläche

187 m²

 

Grundstücksgröße

2.700 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Vor dem Hintergrund eines bis 2035 auf rund 1,7 Billionen Euro geschätzten Investitionsbedarfs für Deutschlands Infrastruktur, zeigt das Technikgebäude der Schleuse Schwabenheim, wie leistungsfähige, nachhaltige und anpassungsfähige Anlagen entstehen können – hier an einer Bundeswasserstrasse. Die technische und räumliche Struktur ermöglicht künftig die zentrale Bedienung weiterer Schleusen.  Zwei markante Rundbauten beherbergen in einem Bau die Technik und im anderen die digitalen Arbeitsplätze des Betriebspersonals. Die funktionale Trennung ermöglicht künftige Anpassungen. Sichtbetonfertigteile und Backsteinfassade verbinden Dauerhaftigkeit mit regionaler Identität. So entsteht ein nachhaltiges Bauwerk, das die Infrastruktur von morgen bereits heute mitdenkt.
Nachhaltigkeitsaspekte:​
Das Gebäude folgt konsequent den Prinzipien einer ressourcenschonenden und langlebigen Bauweise. Durch den Einsatz robuster, wartungsarmer Materialien werden die Lebenszykluskosten nachhaltig reduziert und die langfristige Werthaltigkeit des Bauwerks sichergestellt. Bei der Materialwahl wurde ein besonderer Fokus auf mineralische Baustoffe gelegt; auf Kunststoffe wurde, wo immer möglich, verzichtet. Die Konstruktion ist so konzipiert, dass die verwendeten Materialien am Ende ihres Lebenszyklus sortenrein getrennt und dem Stoffkreislauf wieder zugeführt werden können. Der Einsatz von Kompositmaterialien wurde bewusst vermieden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Nachhaltigkeitskonzepts ist die Umsetzung passiver Strategien zum sommerlichen Wärmeschutz. Hierzu tragen die thermischen Speichermassen des Gebäudes, die Möglichkeit der natürlichen Nachtauskühlung sowie ein weit auskragender Dachrand bei, der bei hochstehender Sonne wirksam verschattet und den außenliegenden Sonnenschutz ergänzt. Gleichzeitig schützt der Dachüberstand die Fassade vor Witterungseinflüssen und erhöht dadurch die Langlebigkeit der Gebäudehülle.
Die Gebäudegeometrie und Fassadengestaltung wurden zudem auf eine optimale Nutzung des Tageslichts abgestimmt. Dadurch wird der Bedarf an künstlicher Beleuchtung reduziert und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität der Innenräume gesteigert. Die Dachflächen sind als extensiv begrünte Retentionsdächer ausgebildet und leisten einen Beitrag zum Regenwassermanagement sowie zur Verbesserung des Mikroklimas. Ergänzt wird das Nachhaltigkeitskonzept durch die gezielte Auswahl regional verfügbarer Materialien, wodurch Transportwege und die damit verbundenen Emissionen minimiert werden.
Letztlich reicht Nachhaltigkeit jedoch über technische und konstruktive Maßnahmen hinaus. Wirklich nachhaltige Architektur entsteht dort, wo Gebäude geschätzt, angeeignet und langfristig wertgeschätzt werden. Bauwerke, die durch ihre Qualität, ihre Atmosphäre und ihre gestalterische Kraft als schön und wertig empfunden werden, besitzen die Fähigkeit, Generationen zu überdauern. Ihre dauerhafte Nutzung, Pflege und Weiterentwicklung ist ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung. In diesem Sinne liegt die größte Form der Nachhaltigkeit in einer Architektur, die aufgrund ihrer Qualität und Beständigkeit dauerhaft erhalten und weitergenutzt wird.
 

Nachhaltigkeit


  • Einsatz langlebiger, wartungsarmer Materialien zur Reduzierung von Lebenszykluskosten. 
  • Verwendung mineralischer Baustoffe, auf Kunststoffe wurde verzichtet.
  • Konstruktion ermöglicht sortenreine Trennung der Baustoffe, Einsatz von Kompositmaterialien wird vermieden. 
  • Berücksichtigung sommerlicher Wärmeschutzmaßnahmen als passive Strategien, z.B. durch Speichermassen, natürliche Nachtauskühlung und weit auskragenden Dachrand als Verschattung bei hochstehender Sonne, ergänzend zum außenliegenden Sonnenschutz.
  • Dachüberstand als Schutz der Fassade vor Witterungseinflüssen und zur Erhöhung der Langlebigkeit der Gebäudehülle.
  • Optimierung der Tageslichtnutzung zur Reduktion des Kunstlichtbedarfs und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. 
  • Ausbildung der Dachfläche als Gründach mit Retentionsfunktion.
  •  Regionale Materialwahl zur Verringerung von Transportemissionen.

Auszeichnungen

DAM Preis Shortlist 2026

Architekturpreis Beton 2026

Schlagworte

Infrastruktur, Mauerwerk, Fertigteile, Sichtbeton, Schleuse

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

85,70 kWh/(m²a)

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