Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Sankt Augustin, Liturgische Neuordnung und Generalsanierung
85053 Ingolstadt, Pettenkoferstr. 12
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: meck architekten gmbh
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Pettenkoferstr. 12, 85053 Ingolstadt, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
07.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
1-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
1.060 m²
Nutzfläche
875 m²
Kosten
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
5.020.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Im Sinne einer nachhaltigen Sakralarchitektur folgt das Projekt dem Prinzip des behutsamen Umgangs mit dem Vorhandenen. Nahezu alle Elemente des Ausbaus und der Ausstattung werden wiederverwendet oder weiterverwertet: Die alten Solnhofener Natursteinplatten wurden erhalten und bilden über der neuen energiesparenden Flächentemperierung wieder den Grund des Kirchenraumes. Neue Türen, Sakristeimöbel und weitere Einbauten sind aus dem Mahagoniholz der früheren Kirchenbänke geschreinert.
Konstruktiv ersetzt der nachwachsende Baustoff Holz die gealterten Porenbetondecken. Die tragende Betonstruktur konnte erhalten und mit gezielten Instandsetzungsmaßnahmen ertüchtigt werden. Die historischen Bronzeportale wurden demontiert, geprüft und mit Originalteilen für die Zukunft gesichert.
Auch liturgisch antwortet die Neugestaltung auf veränderte Realitäten: Die ursprünglich für 450 Gläubige konzipierte Kirche bot im gewachsenen Raumgefüge keine adäquate Form mehr für eine kleinere Gemeinde. Die neue liturgische Ordnung schafft eine lineare Mitte zwischen Empore und Altarpodest – und ermöglicht auch im kleineren Maßstab eine dichte, gemeinschaftliche Feier.
Altar, Tabernakel und Figuren aus der profanierten Filialkirche St. Monika finden als Spolien eine neue Heimat. Die wiederverwendeten Elemente ergänzt der Bildhauer Matthias Larasser-Bergmeister mit wenigen, präzise gesetzten Eingriffen zu einer stimmigen liturgischen Gesamtkomposition. Licht, Raum und Material treten in einen neuen Dialog und sind getragen von einer Haltung, die Bewahrung als aktive Gestaltung versteht.
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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