Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SSP AG

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

WiSo-Fakultät Köln - Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

© Jörg Hempel

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SSP AG

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Universitätsstraße 24, 50931 Köln, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

04.2026

Zeichnungen und Unterlagen

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

SSP AG

Lise-Meitner-Allee 30

44801 Bochum

Deutschland

Tel. +49 234 30709-0

info@ssp.ag

Fachplanung: Tragwerksplanung

Kempen Krause Ingenieure GmbH

Ritterstr. 20

52072 Aachen

Deutschland

Tel. +49 241 889900

info@kempenkrause.de

Fachplanung: Elektrotechnik

Heiming GmbH, Energie- und Gebäudetechnik

Elsa-Brändström-Str. 9

50668 Köln

Deutschland

Tel. +49 221 16797-0

info@heiming.de

Fachplanung: Brandschutz

Ingenieurbüro b-i-b

Heilsbachstr. 13

53123 Bonn

Deutschland

Tel. +49 228 42288-20

info@b-i-b.info

Verwendete Produkte

FINEO by AGC

Vakuum-Glas

Lindner Group

Trockenhohlboden

Jansen Systembau

Pfostenriegelfassaden

Villeroy & Boch

Bodenfliesen

Gebäudedaten

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

73.771 m³

 

Bruttogrundfläche

21.778 m²

 

Nutzfläche

10.155 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

„Die doppelte Chance – Der beste Baustoff ist der Bestand“
Das WiSo-Hochhaus der Universität zu Köln, 1956–1960 von Wilhelm Riphahn errichtet, wurde zwischen Anfang 2020 und Ende 2025 einer umfassenden, zirkulären Sanierung unterzogen. Die Grundhaltung des Projekts „Die doppelte Chance:​ Der beste Baustoff ist der Bestand“ ist dabei nicht nur Leitidee, sondern im Ergebnis unmittelbar ablesbar und erlebbar. Sie beschreibt eine konsequente architektonische und planerische Haltung, die den Bestand als wertvollste Ressource begreift.
Im Zentrum der Maßnahme stand der maximale Erhalt der vorhandenen Bausubstanz. Ziegel, Beton, Stahl, Naturstein, Holz sowie bestehende feste und lose Ausstattungen wurden soweit möglich bewahrt, aufgearbeitet und in das neue Nutzungskonzept integriert. Dieses zirkuläre Vorgehen folgt klar den Prinzipien von Suffizienz und Ressourcenschonung und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen im Bauen im Bestand. Gleichzeitig wurde das Gebäude technisch umfassend modernisiert:​ neue Gebäude- und Medientechnik, energetische Ertüchtigungen mit optimierter Dämmung und hochwertigen Verglasungen sowie ein vollständig erneuertes Brandschutz- und Versorgungssystem schaffen heute ein hochleistungsfähiges, zukunftsfähiges Gebäude.
Die Sanierung basiert auf drei zentralen Planungsstrategien:​ der Weiterentwicklung der Gebäude-DNA, der konsequenten Sicherung langfristiger Wandelbarkeit sowie dem Maßnahmenkatalog „GreytoGreen“. Diese Prinzipien ermöglichen es, die architektonische Identität des Hochhauses zu bewahren und zugleich flexible, zeitgemäße Nutzungsstrukturen für Lehre, Forschung und Arbeit zu schaffen. Auf über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet das Gebäude heute rund 860 moderne Arbeits- und Lernplätze für Studierende, Forschende und Mitarbeitende der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Besonders prägend ist dabei die sichtbare und spürbare Verbindung von Alt und Neu. Die Transformation bleibt im Gebäude ablesbar und vermittelt den Nutzenden den Wert des Bestands als gestaltete Kontinuität. Diese räumliche Erfahrung stärkt nicht nur die Orientierung, sondern auch die Identifikation mit dem Ort.
Über die bauliche und funktionale Erneuerung hinaus adressiert das Projekt eine immaterielle Ebene von zentraler Bedeutung:​ Geschichte, Atmosphäre und kulturelle Identität. Das WiSo-Hochhaus bleibt ein prägender Ort der Fakultät und führt seine Tradition in eine zeitgemäße Zukunft. Gerade im Kontext einer forschungsstarken und gesellschaftlich relevanten Fakultät entfaltet diese Verbindung von Vergangenheit und Zukunft eine besondere Wirkung.
Als Teil des Masterplans 2030 der Universität zu Köln steht das Projekt exemplarisch für eine neue Haltung im Umgang mit Bildungsbauten:​ ressourcenschonend, identitätsstiftend und architektonisch hochwertig und damit richtungsweisend für die Zukunft des Bauens im Bestand.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Das Projekt „Die doppelte Chance – Der beste Baustoff ist der Bestand“ zeichnet sich durch einen konsequent zirkulären Ansatz im Umgang mit einem denkmalgeschützten Hochschulbau aus. Das WiSo-Hochhaus der Universität zu Köln wurde nicht nur umfassend saniert, sondern als Ressource verstanden und in seiner Substanz weitgehend erhalten.
Besonders hervorzuheben ist der maximale Erhalt und die Weiterverwendung bestehender Materialien und Bauteile wie Beton, Ziegel, Stahl, Naturstein, Holz sowie der festen und losen Innenausstattung. Dieser Ansatz reduziert graue Emissionen erheblich und folgt konsequent den Prinzipien von Suffizienz und Zirkularität.
Ein weiteres Merkmal ist die Verbindung von Bestandserhalt und hochmoderner technischer Erneuerung:​ Gebäude- und Medientechnik, energetische Standards, Dämmung, Verglasung sowie Brandschutz wurden auf den neuesten Stand gebracht, ohne die architektonische Identität zu beeinträchtigen.
Die Planung basiert auf drei zentralen Strategien Gebäude-DNA, Wandelbarkeit und „GreytoGreen“ die eine langfristige Nutzungsflexibilität sichern und gleichzeitig die charakteristische Struktur des Hochhauses bewahren.
Besonders prägend ist zudem die erlebbare Verbindung von Alt und Neu:​ Die Transformation bleibt sichtbar und stärkt die Identifikation der Nutzenden mit dem Ort. So entsteht ein Bildungsbau, der Geschichte, Funktionalität und Zukunftsfähigkeit in einzigartiger Weise miteinander verbindet.
 

Nachhaltigkeit

Graue Energie im Bestand / Einsparung von Treibhausgas durch Bestandserhalt, maximaler Erhalt der Bestandsstruktur, CO2- Einsparung durch Sanierung statt Neubau, Energetische Optimierung (Vakuum-Fenstern, maximale Dachdämmung, Aufbereitung der bestehenden Ziegelkonstruktion, Technische Gebäudeausrüstung (Erneuerung Lüftungsanlagen, moderne Steuerungs- und Gebäudetechnik), Optimierte Akustik im Hörsaal, Sonnenschutzsysteme zur Vermeidung von Überhitzung

 

Schlagworte

Sanierung, Transformation

Objektdetails

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