Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Sanierung WiSo-Fakultät der Universität zu Köln
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SSP AG
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Universitätsstraße 24, 50931 Köln, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
04.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
6- bis 10-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
73.771 m³
Bruttogrundfläche
21.778 m²
Nutzfläche
10.155 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Das WiSo-Hochhaus der Universität zu Köln, 1956–1960 von Wilhelm Riphahn errichtet, wurde zwischen Anfang 2020 und Ende 2025 einer umfassenden, zirkulären Sanierung unterzogen. Die Grundhaltung des Projekts „Die doppelte Chance: Der beste Baustoff ist der Bestand“ ist dabei nicht nur Leitidee, sondern im Ergebnis unmittelbar ablesbar und erlebbar. Sie beschreibt eine konsequente architektonische und planerische Haltung, die den Bestand als wertvollste Ressource begreift.
Im Zentrum der Maßnahme stand der maximale Erhalt der vorhandenen Bausubstanz. Ziegel, Beton, Stahl, Naturstein, Holz sowie bestehende feste und lose Ausstattungen wurden soweit möglich bewahrt, aufgearbeitet und in das neue Nutzungskonzept integriert. Dieses zirkuläre Vorgehen folgt klar den Prinzipien von Suffizienz und Ressourcenschonung und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen im Bauen im Bestand. Gleichzeitig wurde das Gebäude technisch umfassend modernisiert: neue Gebäude- und Medientechnik, energetische Ertüchtigungen mit optimierter Dämmung und hochwertigen Verglasungen sowie ein vollständig erneuertes Brandschutz- und Versorgungssystem schaffen heute ein hochleistungsfähiges, zukunftsfähiges Gebäude.
Die Sanierung basiert auf drei zentralen Planungsstrategien: der Weiterentwicklung der Gebäude-DNA, der konsequenten Sicherung langfristiger Wandelbarkeit sowie dem Maßnahmenkatalog „GreytoGreen“. Diese Prinzipien ermöglichen es, die architektonische Identität des Hochhauses zu bewahren und zugleich flexible, zeitgemäße Nutzungsstrukturen für Lehre, Forschung und Arbeit zu schaffen. Auf über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet das Gebäude heute rund 860 moderne Arbeits- und Lernplätze für Studierende, Forschende und Mitarbeitende der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Besonders prägend ist dabei die sichtbare und spürbare Verbindung von Alt und Neu. Die Transformation bleibt im Gebäude ablesbar und vermittelt den Nutzenden den Wert des Bestands als gestaltete Kontinuität. Diese räumliche Erfahrung stärkt nicht nur die Orientierung, sondern auch die Identifikation mit dem Ort.
Über die bauliche und funktionale Erneuerung hinaus adressiert das Projekt eine immaterielle Ebene von zentraler Bedeutung: Geschichte, Atmosphäre und kulturelle Identität. Das WiSo-Hochhaus bleibt ein prägender Ort der Fakultät und führt seine Tradition in eine zeitgemäße Zukunft. Gerade im Kontext einer forschungsstarken und gesellschaftlich relevanten Fakultät entfaltet diese Verbindung von Vergangenheit und Zukunft eine besondere Wirkung.
Als Teil des Masterplans 2030 der Universität zu Köln steht das Projekt exemplarisch für eine neue Haltung im Umgang mit Bildungsbauten: ressourcenschonend, identitätsstiftend und architektonisch hochwertig und damit richtungsweisend für die Zukunft des Bauens im Bestand.
Beschreibung der Besonderheiten
Besonders hervorzuheben ist der maximale Erhalt und die Weiterverwendung bestehender Materialien und Bauteile wie Beton, Ziegel, Stahl, Naturstein, Holz sowie der festen und losen Innenausstattung. Dieser Ansatz reduziert graue Emissionen erheblich und folgt konsequent den Prinzipien von Suffizienz und Zirkularität.
Ein weiteres Merkmal ist die Verbindung von Bestandserhalt und hochmoderner technischer Erneuerung: Gebäude- und Medientechnik, energetische Standards, Dämmung, Verglasung sowie Brandschutz wurden auf den neuesten Stand gebracht, ohne die architektonische Identität zu beeinträchtigen.
Die Planung basiert auf drei zentralen Strategien Gebäude-DNA, Wandelbarkeit und „GreytoGreen“ die eine langfristige Nutzungsflexibilität sichern und gleichzeitig die charakteristische Struktur des Hochhauses bewahren.
Besonders prägend ist zudem die erlebbare Verbindung von Alt und Neu: Die Transformation bleibt sichtbar und stärkt die Identifikation der Nutzenden mit dem Ort. So entsteht ein Bildungsbau, der Geschichte, Funktionalität und Zukunftsfähigkeit in einzigartiger Weise miteinander verbindet.
Nachhaltigkeit
Schlagworte
Objektdetails
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