Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen
87527 Sonthofen, Sonnenstraße 1
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Andreas Ferstl Architekten
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Sonnenstraße 1, 87527 Sonthofen, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Erweiterung
Fertigstellungstermin
01.2023
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzhybridbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
2.130 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Zentraler Entwurfsgedanke war der Bezug zum denkmalgeschützten Bestand und zur lokalen Architektur. Sämtliche eingesetzte Materialien sind im Sinne der Allgäuer Tradition handwerklich verarbeitet und historische Konstruktionen werden neu interpretiert. Für die Dachstühle wurden Weißtannen aus dem heimischen Sonthofener Stadtwald verwendet. Die Fassaden von Neubau und 70er Jahre Bau werden einheitlich in Holz verkleidet. Die durchlaufenden, tiefen Deckleisten binden die Fenster des Ausstellungsbereiches ein und sorgen für die nötige Verschattung der Ausstellung.
Von außen betrachtet ist eine abwechslungsreiche Dachlandschaft entstanden, welche die ortstypische Bauweise Sonthofens mit giebelständig aneinander gereihter Gebäuden zitiert. Die Giebel gliedern das Gebäudeensemble und passen es in seinem Maßstab an die unmittelbare Umgebung an. Mit Fassade und Dachlandschaft entsteht nicht nur ein Beitrag zum modernen Bauen in historischer Umgebung sondern auch zur gewünschten Ortsbildpflege von Sonthofen.Zwischen altem Bauernhaus im Süden, Rapphaus im Norden und der Erweiterung des Museums im Westen lädt ein geschützter, grüner Freibereich zum Verweilen ein.
Der alte Bauerngarten südlich des Ensembles wird erhalten und bleibt wichtiger Bestandteil des Rundgangs im Museum.
Beschreibung der Besonderheiten
Für die Dachstühle wurden Weißtannen aus dem heimischen Sonthofener Stadtwald verwendet. Sämtliche eingesetzte Materialien sind im Sinne der Allgäuer Tradition handwerklich verarbeitet und historische Konstruktionen werden neu interpretiert.
Denkmalschutz
Der nördliche Abschluss des neuen Gebäudekomplexes, das Rapp-Haus, ein historischer Blockbohlenbau, wies massive Schäden auf. Diese wurden im Einklang mit dem Denkmalschutz Instand gesetzt. Dank des behutsamen Vorgehens kann die historische Bauweise im neu entstandenen Museumscafé heute noch abgelesen werden.
Nachhaltigkeit
Überwiegend kommt Holz zum Einsatz – sowohl als konstruktives Baumaterial als auch zur Wärmedämmung und im Innenausbau. Die Bodenplatte wird durch Glasschotter aus recyceltem Glas gedämmt. Die Fassadenverkleidung aus sägerauen Holzlamellen aus regionalen Wäldern betont die ökologische Ausrichtung. Verblechungen aus Kupfer entwickeln über die Zeit eine charakteristische Patina, die sich harmonisch in das gestalterische Gesamtkonzept einfügt.Insgesamt verfolgt das Projekt einen umfassenden Ansatz der Nachhaltigkeit, der ökologisches Bauen und regionale Architektur vereint, während gleichzeitig die ästhetische Qualität und Funktionalität des Gebäudes gewährleistet bleiben.
Auszeichnungen
Architekturpreis des Bezirks Schwaben (2023)
Thomas Wechs Preis, Shortlist, 2025
Otto-Borst-Preisträger, Kategorie Ensemble, 2026
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Geothermie
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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