Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

87527 Sonthofen, Sonnenstraße 1

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Andreas Ferstl Architekten

Museumsensemble - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Muesumsensemble mit Quartiershof - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Neu geschaffener Eingang zum Kirchplatz - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Barrierefreier Übergang zwischen den unterschiedl. Gebäudteilen - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Eingangsbereich mit Empfang - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Dauerausstellung im 1. OG der Erweiterung - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

1. Obergeschoss Erweiterung - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

1. Obergeschoss Erweiterung - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Bauzustand Rapphaus - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© Sebastian Schels

Museumsverwaltung im alten Bauernhaus - Sanierung, Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Museumsensembles zum Alpenstadtmuseum Sonthofen

© AFA

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Andreas Ferstl Architekten

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Sonnenstraße 1, 87527 Sonthofen, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Erweiterung

Fertigstellungstermin

01.2023

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Andreas Ferstl Architekten

Landwehrstr. 39 RG

80336 München

Deutschland

Tel. +49 89 44239202

office@a-f-a.de

Bauleitung (LPH 8)

h33 architekten

Hindelanger Straße 33

87527 Sonthofen

Deutschland

Architektur: Landschaftsarchitekt

OK Landschaft

Westendstraße 51 RG

80339 München

Deutschland

Fachplanung: Tragwerksplanung

Konstruktionsgruppe Bauen AG Kempten

Bahnhofsplatz 1

87435 Kempten

Deutschland

Verwendete Produkte

SIMONSWERK

Türbänder

Tectus TE 640 3D

pro clima

Dampfbremsen

Intello Plus

Serge Ferrari | Stamisol

Fassadenbahnen

Color 08116

Gebäudedaten

Bauweise

Holzhybridbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

2.130 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Seit 1930 beherbergt das denkmalgeschützte Bauernhaus bereits das Heimatmuseum Sonthofen. Zusammen mit dem südlich gelegenen historischen Bauernhaus, das bereits 1970 durch einen Anbau ergänzt wurde, entsteht durch den Neubau ein zusammenhängender, barrierefrei erlebbarer Museumskomplex. Die beiden historischen Häuser übernehmen weiterhin die Hauptrolle im neuentstandenen Ensemble.

Zentraler Entwurfsgedanke war der Bezug zum denkmalgeschützten Bestand und zur lokalen Architektur. Sämtliche eingesetzte Materialien sind im Sinne der Allgäuer Tradition handwerklich verarbeitet und historische Konstruktionen werden neu interpretiert. Für die Dachstühle wurden Weißtannen aus dem heimischen Sonthofener Stadtwald verwendet. Die Fassaden von Neubau und 70er Jahre Bau werden einheitlich in Holz verkleidet. Die durchlaufenden, tiefen Deckleisten binden die Fenster des Ausstellungsbereiches ein und sorgen für die nötige Verschattung der Ausstellung.
Von außen betrachtet ist eine abwechslungsreiche Dachlandschaft entstanden, welche die ortstypische Bauweise Sonthofens mit giebelständig aneinander gereihter Gebäuden zitiert. Die Giebel gliedern das Gebäudeensemble und passen es in seinem Maßstab an die unmittelbare Umgebung an. Mit Fassade und Dachlandschaft entsteht nicht nur ein Beitrag zum modernen Bauen in historischer Umgebung sondern auch zur gewünschten Ortsbildpflege von Sonthofen.Zwischen altem Bauernhaus im Süden, Rapphaus im Norden und der Erweiterung des Museums im Westen lädt ein geschützter, grüner Freibereich zum Verweilen ein.
Der alte Bauerngarten südlich des Ensembles wird erhalten und bleibt wichtiger Bestandteil des Rundgangs im Museum. 

Beschreibung der Besonderheiten

Nachhaltigkeit und Regionalität
Für die Dachstühle wurden Weißtannen aus dem heimischen Sonthofener Stadtwald verwendet. Sämtliche eingesetzte Materialien sind im Sinne der Allgäuer Tradition handwerklich verarbeitet und historische Konstruktionen werden neu interpretiert.

Denkmalschutz
Der nördliche Abschluss des neuen Gebäudekomplexes, das Rapp-Haus, ein historischer Blockbohlenbau, wies massive Schäden auf. Diese wurden im Einklang mit dem Denkmalschutz Instand gesetzt. Dank des behutsamen Vorgehens kann die historische Bauweise im neu entstandenen Museumscafé heute noch abgelesen werden.

Nachhaltigkeit

Die Planung setzt auf eine zirkuläre Bauweise, bei der Materialien nach strengen ökologischen Kriterien ausgewählt werden, um die CO₂-Bilanz hinsichtlich Herstellung, Transport, Rückbau und Recycling so niedrig wie möglich zu halten. Die Konstruktionen des Neubaus sind bewusst einfach und robust geplant, ohne Verklebungen, um eine problemlose Demontage und kreislaufgerechte Wiederverwertung der Bauteile zu ermöglichen.
Überwiegend kommt Holz zum Einsatz – sowohl als konstruktives Baumaterial als auch zur Wärmedämmung und im Innenausbau. Die Bodenplatte wird durch Glasschotter aus recyceltem Glas gedämmt. Die Fassadenverkleidung aus sägerauen Holzlamellen aus regionalen Wäldern betont die ökologische Ausrichtung. Verblechungen aus Kupfer entwickeln über die Zeit eine charakteristische Patina, die sich harmonisch in das gestalterische Gesamtkonzept einfügt.Insgesamt verfolgt das Projekt einen umfassenden Ansatz der Nachhaltigkeit, der ökologisches Bauen und regionale Architektur vereint, während gleichzeitig die ästhetische Qualität und Funktionalität des Gebäudes gewährleistet bleiben.

Auszeichnungen

Architekturpreis des Bezirks Schwaben (2023)

Thomas Wechs Preis, Shortlist, 2025

Otto-Borst-Preisträger, Kategorie Ensemble, 2026

Schlagworte

Bauen im Bestand, Umbau und Erweiterung, Denkmalschutz, Fördermittel, Wiederverwendung von Bauteilen

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Geothermie

Objektdetails

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