Architekturobjekt 2 von 13.975

Architekturobjekte


Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

10785 Berlin, Potsdamer Str. 2

Ein Referenzprojekt von Richard Brink

Im Zuge der Sanierung der Außenflächen des Centers am Potsdamer Platz wurde neben weiteren Neugestaltungen vor allem das Entwässerungssystem mit maßgefertigten Rinnen der Firma Richard Brink neu konzipiert. - Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

© Richard Brink GmbH & Co. KG

Der Komplex steht repräsentativ für das moderne Großstadtleben und beinhaltet unter anderem Wohn- und Gewerbeflächen, Restaurants und ein Kino. Über allem thront die markant-ikonische Zeltkuppel, für die das Gebäuderondell bekannt ist. - Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

© Richard Brink GmbH & Co. KG

Bei der Umgestaltung wurde darauf geachtet, die DNA des Ortes zu erhalten. So wird das Bodenmuster auch fortan den Außenbereich zieren. Die bisherigen Begrünungselemente hingegen wurden durch moderne Edelstahl-Pflanztöpfe ersetzt. - Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

© Richard Brink GmbH & Co. KG

Die neuen Rinnenstränge, deren Schlitzperforationen an das Muster des vorherigen Metallbelags angelehnt sind, leiten das anfallende Niederschlagswasser in einen darunter bestehenden 5 cm tiefen Hohlraum, der in die Kanalisation mündet. - Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

© Richard Brink GmbH & Co. KG

Die neuen Edelstahl-Rinnen sollten sich dezent in das Streifenmuster einbetten, den bestehenden Hohlraum auch weiterhin nutzen sowie die gleichen Schlitzperforationen wie die vorherige Entwässerungslösung bekommen. - Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

© Richard Brink GmbH & Co. KG

Nach diesen Vorgaben entwarf das mittelständische Familienunternehmen die Rinne im absoluten Sonderbau-Kleinformat. - Sanierung des Centers am Potsdamer Platz

© Richard Brink GmbH & Co. KG

Ein Referenzprojekt von Richard Brink

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

03.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architektur: Landschaftsarchitekt

capattistaubach – urbane landschaften

Mariannenpl. 23

10997 Berlin

Deutschland

info@capattistaubach.de

Bauherr

Oxford Properties Germany

Berlin

Deutschland

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

BBF Herold Ingenieurgesellschaft für Garten- und Landschaftsbau mbH

Soldiner Str. 53

13359 Berlin

Deutschland

info@heroldgalabau.de

Beschreibung

Objektbeschreibung

Von Grund auf neue Strahlkraft
Firma Richard Brink liefert 2,7 km Rinnen-Maßanfertigung für Sanierung des Centers am Potsdamer Platz in Berlin

Das ehemalige Sony Center in Berlin, heute das Center am Potsdamer Platz, steht für einen Mix aus New Work, Kultur und Lifestyle, was es zu einem echten Hotspot der deutschen Hauptstadt macht. Die Neugestaltung des Zentrums, beginnend mit dem Außenareal, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zur europäischen Metropole der Moderne. Schmale Sonderbau-Rinnen der Firma Richard Brink stellen ab sofort die Entwässerung über die gesamte Freifläche hinweg sicher.

Die ikonische Zeltkuppel des Centers am Potsdamer Platz, welches durch das unverkennbare Gebäuderondell umschlossen wird, hält neben Wohn- und Gewerbe- unter anderem auch Entertainmentflächen und vieles mehr bereit. Es ist eines von vielen Highlights der Hauptstadt, bei dem auch Überreste des alten Hotels Esplanade erhalten und integriert sind. Unter der einzigartigen Dachkonstruktion wurde der Außenbereich inmitten des beeindruckenden sieben Gebäude umfassenden Komplexes generalüberholt. Neben weiteren Neuerungen sorgen nun hölzerne Sitzbänke sowie großdimensionierte, moderne Pflanzgefäße mit verspiegelten Edelstahloberflächen, die mittels Schwerlast-Rollen immer wieder neu platziert werden können und mit schattenspendenden Bäumen bepflanzt wurden, für beruhigende Komponenten einer Wohlfühloase im Herzen des sonst dynamischen Großstadtlebens. Ziel war es dabei, den Bestand durch Rekombination zu stärken und möglichst wenig zu verändern, um das ursprüngliche Gesamterscheinungsbild des Ortes zu erhalten.

Altbewährtes neu gedacht
So war beispielsweise die Brunnenanlage schon zuvor ein eindrucksvolles Designelement, welche jedoch durch ein interaktiv anmutendes Fontänenfeld mit identischem Durchmesser ersetzt wurde, das weiterhin dieselben Technikräume nutzt. Auch die Geometrie der alten Beete auf den öffentlichen Sportflächen bleibt erhalten, doch statt monotoner Buchsbaumhecken zieren diese fortan naturnahe Pflanzflächen mit großer Vielfalt. Vom Architekturbüro für urbane Landschaften capattistaubach erläutert der federführende Tancredi Capatti sein Gestaltungskonzept:​ „Das Motto ‚minimieren – transformieren – erlebbar machen‘ war unser Antrieb. Eine Atmosphäre zu schaffen, die zum Verweilen einlädt, die Menschen begeistert und das wertvolle Erbgut des Ortes weiterträgt – das war unser Ziel. Und das unter äußerst schwierigen technischen Voraussetzungen, um die baulichen Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Eine Leistung, die nur möglich ist, wenn alle Beteiligten synchron denken und handeln.“

Eine erhebliche Umstrukturierung erfuhr im Rahmen der Bauarbeiten das Entwässerungssystem. Ein mit länglichen Schlitzen perforierter Stahlplattenbelag leitete bislang den Niederschlag in einen darunterliegenden 5 cm tiefen Hohlraum, der zum Teil in die Kanalisation, zum Teil in Retentionszisternen zur Pflanzenbewässerung mündete. Die Stahlplatten bildeten zusammen mit dunklem Pflaster ein abwechselndes Muster mit Streifen von 2 m Breite. Dieses Muster bleibt auch zukünftig erhalten, doch das dunkle Pflaster wechselt sich ab sofort mit großflächigen hellen Granitplatten ab. Diese sind für Passanten rutschhemmend und dazu widerstandsfähig gegenüber Schwerlasten, die unter anderem durch öffentliche Veranstaltungen auf dem Platz aufkommen.

Wenn aus Idee Realität wird
Als neue Entwässerungslösung hat die Richard Brink GmbH & Co. KG Sonderrinnen mit einem Querschnitt von 5 x 4,2 cm von Grund auf neu entwickelt, die sich fortan entlang der Streifen quer über den gesamten Platz ziehen. Dank der großzügigen Teilüberdachung reicht auch das deutlich reduzierte Maß für die Ableitung der anfallenden Niederschlagsmengen aus. „Sonderbau ist bei uns Tagesgeschäft und gehört damit gewissermaßen schon zum Standard, wobei Funktionalität und Ästhetik stets Hand in Hand gehen. Hier lag die Herausforderung darin, eine besonders kleine Rinne aus optischen Gründen mit innenliegenden Rostbefestigungen zu entwickeln, für die wir eine passgenaue Lösung gefunden haben“, kommentiert Geschäftsführer Stefan Brink.

Die Edelstahl-Rinne im Kleinformat entstand aus den Vorgaben des Bauherren Oxford Properties Germany heraus, den bestehenden Hohlraum weiterhin nutzen zu können, ohne den Untergrund dafür anzutasten. Auch die Struktur der Einlaufschlitze sollte erhalten bleiben, die an das bestehende Design der Stahlperforationen angelehnt sind. Für die Umsetzung der Arbeiten vor Ort wurde die Herold Ingenieurgesellschaft für Garten- und Landschaftsbau mbH auf den Plan gerufen. Bauleiter Christopher Müller sagt zum Projekt:​ „Die Herausforderung bestand darin, die Rinnen an die örtlichen Gegebenheiten und den vorhandenen Bestand anzupassen – insbesondere in den hochfrequentierten Bereichen rund um das Center. Die maßgenaue Anfertigung erleichterte den Einbau erheblich, während die zügige Lieferung einen reibungslosen Projektablauf sicherstellte. Zukünftig fügt sich die dezente Rinne harmonisch in das Gesamtbild ein.“

Doch dies war einer von vielen Schritten auf dem Weg zum angestrebten „Office Campus“. Denn die Umbaumaßnahmen halten mit der Renovierung von Innenbereichen der Bürogebäude sowie einem Ausbau des Gastronomie- und Einzelhandelsangebots weiter an. Auch hier werden Rinnen des ostwestfälischen Metallwarenherstellers, jedoch in den Fassadenbereichen statt auf freier Fläche, eingesetzt. Anneke Hasenritter von Oxford Properties Germany resümiert das Großprojekt aus Sicht des deutschen Ablegers vom kanadischen Immobilienkonzern:​ „Wir freuen uns, neue Akzente setzen und den Bürgerinnen und Bürgern einen langfristigen Mehrwert ermöglichen zu können. Dazu bedanken wir uns bei allen Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung.“

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