Architekturobjekt 36 von 14.445

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Rohstofflager Feuerwehrhaus

73432 Aalen- Unterkochen, Aalener Str. 25

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Liebel/Architekten BDA

Das Feuerwehrhaus wertet das Umfeld zwischen Straße, Fluss und Bahnlinie auf und ist der denkmalgeschützten Dorfmühle - direkt gegenüber - ein würdiges Pendant. - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Unbehandelte Holzfassade aus Weißtanne - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Sämtliche Leitungen liegen offen in Kabelkanälen oder sind größtenteils sichtbar an Wänden und Decken verlegt. - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Bauweise und technische Ausstattung ermöglichen einen energieeffizienten Gebäudebetrieb. - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und des Grundstückzuschnitts entstand ein sehr kompaktes, teilweise 2-geschossiges Gebäude - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Identitätsstiftend - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Versammlungs- und Veranstaltungsraum - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Einfache, robuste und langlebige Materialien - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Umkleide - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Der einfache Betonsockel schützt das Holz vor Wasser und Beschädigungen und erhöht damit die Langlebigkeit des Gebäudes. - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Treffpunkt der Jugend-Feuerwehr - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Die Innenwände sind nicht verkleidet.
 - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Die monolithischen Vollholzwände sind verschraubt statt verklebt und benötigen weder zusätzliche Dämmschichten noch raumseitig eine Folie. - Rohstofflager Feuerwehrhaus

© Valentin Schmied

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Liebel/Architekten BDA

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Aalener Str. 25, 73432 Aalen- Unterkochen, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

04.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Liebel/Architekten BDA

Hirschbachstr. 31

73431 Aalen

Deutschland

Tel. +49 7361 556198-0

buero@liebelarchitekten.de

Architekt/Planer

Stadt Aalen Hochbauamt

Marktplatz 30

73430 Aalen

Deutschland

Bauherr

Stadt Aalen

Marktplatz 30

73430 Aalen

Deutschland

Fachplanung: Tragwerksplanung

rg-ingenieure

Priestergasse 17

73479 Ellwangen

Deutschland

Fachplanung: Bauphysik

IB für Bauphysik - Ferdinand Ziegler

Max-Eyth-Straße 6

73431 Aalen

Deutschland

Fachplanung: Gebäudetechnik

Jelli & Burkhard

Oggenhauser Str. 13

89537 Giengen an der Brenz

Deutschland

Fachplanung: Elektrotechnik

AZ Plan

In d. Breite 30

73572 Heuchlingen

Deutschland

Verwendete Produkte

H.R.W. Vollholzwandsystem

Holzbau

H.R.W.-Vollholzwandsystem

Holzwerke Ladenburger

Decken

Massivholzdeckenelemente aus Brettschichtholz

ZÜBLIN Timber

Innenwand

.

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

5.827 m³

 

Bruttogrundfläche

1.413 m²

 

Nutzfläche

1.056 m²

 

Grundstücksgröße

2.964 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

4.780.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das neue, ortsbildprägende Feuerwehrhaus steht zentral in Unterkochen. Mitten im Ort wertet es das Umfeld zwischen Straße, Fluss und Bahnlinie auf und ist der denkmalgeschützten Dorfmühle - direkt gegenüber - ein würdiges Pendant. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und des Grundstückzuschnitts entstand ein sehr kompaktes, teilweise 2-geschossiges Gebäude. Trotz der kleinen Grundstücksfläche konnte eine geradlinige Funktionsachse umgesetzt werden. Sie verhindert, dass sich ankommende und bereits ausrückende Feuerwehrleute kreuzen und gegenseitig behindern. Die Nutzungszeiten des Gebäudes werden dadurch erhöht, dass der Versammlungsraum auch anderen städtischen Abteilungen und der Gesamtwehr für Veranstaltungen, Schulungen, etc. zur Verfügung gestellt werden.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Rohstofflager der Zukunft
Da Ressourcen und Materialien immer knapper werden, wurde bei der Planung des Feuerwehrhauses bereits an den Rückbau gedacht. Die verwendeten Materialien sind einfach und robust, ihre Wiederverwertbarkeit und Trennbarkeit spielte eine wichtige Rolle. Das Gebäude ist ein Holz-Massivbau. Im Sinne der Langlebigkeit stehen dessen Wandelemente auf einfachen Betonsockeln, die das Holz vor Wasser und Beschädigungen schützen.

Durch die Massivholzbauweise wird viel klimaschädliches CO2 gebunden. Die Außenwand-Elemente sind als hochdämmende, einschalige, mit filigranen Luftschlitzen versehene, Holzaußenwände ausgeführt. Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an eine gedämmte Wandkonstruktion obwohl sie an der Fassade keine zusätzliche Wärmedämmung und raumseitig keine Folie benötigen. Die Wandkonstruktionen aus Massivholz sind dank Verschraubungen demontierbar.

Die Wandkonstruktionen aus Massivholz sind dank Verschraubungen demontierbar. Die Innenwände wurden nicht verkleidet.
Die Elektro-Leitungen liegen offen in Kabelkanälen oder sind größtenteils sichtbar an Wänden und Decken verlegt, ebenso die Lüftungs- und Wasserleitungen. Die Aufputz-Installationen sind wartungsfreundlich, die widerstandsfähigen Materialen langlebig.
Durch die Reduzierung der Bauteilschichten ist eine leichte Trennbarkeit gewährleistet und die Materialien können wiederverwertet werden. Die Holzfassade aus Weißtanne ist unbehandelt und wird mit der Zeit natürlich vergrauen.

Energieeffizienter Gebäudebetrieb
Bauweise und technische Ausstattung ermöglichen einen energieeffizienten Gebäudebetrieb. Dank gedämmter Außenhülle, mechanischer Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsanteil, Luft-Wasser-Wärmepumpe und PV-Anlage mit Batteriespeicher benötigt das Gebäude nur wenig Energie. Die begrünten Dachflächen dämmen im Winter, kühlen im Sommer und dienen als Retentionsspeicher für Niederschlagswasser.
Das Gebäude ist noch kein Jahr in Betrieb, die Prognosen deuten darauf hin, dass es im Betrieb klimapositiv sein wird.

Gemeinschaftsbildend
Neben vier Fahrzeugen, Umkleiden und Duschen steht der Feuerwehrabteilung u.a. auch ein abtrennbarer Schulungs- und Veranstaltungsraum zur Verfügung, auf der Dachterrasse sitzt die Mannschaft zusammen und am Turm und im Hof wird gemeinsam geübt.

Nachhaltig für die Bevölkerung
Der Neubau des Feuerwehrhauses hat - neben der rein funktionalen Aufgabe - weitere positive und nachhaltige Folgen für die Bevölkerung:​ Im Zuge des Neubaus wurde der Hochwasserschutz erhöht und ein Kreisverkehr errichtet. Der "Kocher", der durch Unterkochen fließt, wird teilweise freigelegt, in naher Zukunft renaturiert und der Bevölkerung zugänglich gemacht.
 

Nachhaltigkeit

Die Konstruktion bindet 278 t CO₂.
Rohbau und Ausbau emittierten 157 t:​ ohne technisches Ausbaugewerk ist das Gebäude klimapositiv in der Baukonstruktion.

Ein wesentlicher Bestandteil für die gute CO2 Speicherfähigkeit sind die Vollholzwände, insbesondere
die Außenwandelemente:​ Sie sind als hochdämmende, einschalige, mit filigranen Luftschlitzen
versehene Holzaußenwände ausgeführt. Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an eine
gedämmte Wandkonstruktion obwohl sie an der Fassade keine zusätzliche Wärmedämmung und
raumseitig keine Folie benötigen.
Die Wandkonstruktionen aus Massivholz sind demontierbar. Durch die Reduzierung der
Bauteilschichten ist eine leichte Trennbarkeit gewährleistet und die Materialien können wiederverwertet
werden.

Der energieeffiziente Gebäudebetrieb wird den Prognosen zufolge klimapositiv sein.

Rest siehe oben.
 

Schlagworte

Holzmassivbau, Einfach bauen, Vollholzwände, energieeffizient, Feuerwehrhaus

Energetische Kennwerte

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Strom

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