Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Oper21? Eine zweite Spielstätte für die Württembergischen Staatstheater!
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Stuttgart, Architektur und Stadtplanung, Falk Krohmer
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
05.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der historische Bestand stößt zunehmend an seine Grenzen. Fehlende Werkstatt- und Produktionsflächen, Defizite im Brandschutz, überalterte technische Infrastruktur sowie die fehlende Kreuzbühne erschweren einen zeitgemäßen Opernbetrieb erheblich. Die notwendige Sanierung hat deshalb eine Debatte ausgelöst, die weit über die bauliche Erneuerung hinausgeht. Zwischen Denkmalschutz, steigenden Kosten und gesellschaftlichen Erwartungen stellt sich die Frage, wie Oper künftig organisiert, finanziert und räumlich verankert werden kann.
Unser Entwurf versteht diese Situation als Chance zur Neuordnung der Württembergischen Staatstheater. Während der Littmannbau als bedeutendes Kulturdenkmal erhalten und behutsam saniert wird, erhält die Oper mit dem ehemaligen Paketpostamt am Rosensteinpark einen zweiten langfristigen Standort. Die industrielle Großstruktur bietet mit ihren großen Spannweiten, Raumhöhen und robusten Tragwerken ideale Voraussetzungen für die Integration eines zeitgemäßen Opernbetriebs mit Kreuzbühne, Werkstätten und Probenbereich.
Der Entwurf transformiert das ehemalige Infrastrukturgebäude zu einem offenen Kulturort im zukünftigen Rosensteinquartier. Durch den Rückbau der Gleishalle und dem Längsbau wird der Bestand freigestellt und stärker in den Stadtraum eingebunden. Terrassierte Freiräume und begrünte Dachlandschaften vermitteln zwischen Gebäude und Park, während mehrere Zugänge das Gebäude mit dem Rosensteinquartier und der Innenstadt verknüpfen. Die Verlagerung der Anlieferung in das Untergeschoss entkoppelt den Betriebsverkehr vom öffentlichen Raum und ermöglicht eine umlaufende Erschließung des Gebäudes.
Opernsaal und Kreuzbühne werden als präzise gesetzte Sonderkörper in den Bestand integriert und durch öffentliche Nutzungen ergänzt. Flexibel nutzbare Kulturflächen ergänzen Raum für Kultur, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. So wird das ehemalige Paketpostamt von einem Infrastrukturgebäude zu einem öffentlichen Kulturort transformiert, der Oper und Stadt miteinander verknüpft. Ziel ist eine Oper, die nicht nur Aufführungsort, sondern ein zugänglicher und lebendiger Kulturbaustein für Stuttgart wird.
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