Architekturobjekt 235 von 2.872

Architekturobjekte


Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

97464 Niederwerrn, Schulstraße 7

Ein Referenzprojekt von Knauf Ceiling Solutions

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

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Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

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© Stefan Meyer

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

Neue Ortsmitte Niederwerrn - Neue Ortsmitte BĂŒrgerzentrum Niederwerrn

© Stefan Meyer

Ein Referenzprojekt von Knauf Ceiling Solutions

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Schulstraße 7, 97464 Niederwerrn, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

03.2024

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Schlicht Lamprecht Architekten PartGmbH

Maibacher Str. 51

97424 Schweinfurt

Deutschland

Tel. +49 9721 38708-0

info@schlichtlamprecht.de

GebÀudedaten

Raummaße und FlĂ€chen

NutzflÀche

575 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Holz zu Holz – nachhaltig bis ins letzte Detail

Im Herzen der unterfrĂ€nkischen Gemeinde Niederwerrn ist eine neue Ortsmitte mit BĂŒrgerzentrum, Museum und Energiescheune entstanden. Beim Neu- und Umbau des Ensembles lag der Fokus auf klarer Formensprache, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Materialien. Abgerundet wird das Innenausbau-Konzept durch HERADESIGNÂź Holzwolle-Akustik-Deckenplatten von Knauf Ceiling Solutions.

Die nordwestlich von Schweinfurt gelegene unterfrĂ€nkische Gemeinde Niederwerrn mit rund 9.500 Einwohnern war wie viele KleinstĂ€dte in Deutschland vom Leerstand in den einstigen Ortszentren geprĂ€gt. Nun hat der Ort eine „Neue Mitte“ am Übergang des Altorts zum gewachsenen Siedlungsgebiet bekommen, um den BĂŒrgern wieder einen Treffpunkt fĂŒr soziale AktivitĂ€ten zu bieten.
Die Basis des aus Holz- und Stein-Architektur bestehenden Ensembles bilden zwei versetzt stehende SatteldachgebÀude, die in ihrer Dimension an die umliegende Bebauung des Altortes angepasst wurden und durch ihre Ausrichtung einen einladenden Dorfplatz bilden.
Im Neubau befindet sich das BĂŒrgerzentrum mit CafĂ© und BĂŒrgersaal, ein historisches Wohnhaus wurde zum Museum umgebaut und erweitert. Die Energiescheune als drittes Element entstand durch den Umbau einer historischen frĂ€nkischen Scheune. Sie wurde zur Außenstelle der BauhĂŒtte Obbach der Nachbargemeinde Euerbach und zugleich zum Informationszentrum fĂŒr nachhaltige Energiekonzept, denn die technischen Anlagen zur Energieerzeugung fĂŒr Bibliothek und Neubau sind sichtbar.

Recyclingbeton von einer TalbrĂŒcke
Nachhaltigkeit stand bei der Realisierung der Neuen Mitte Niederwerrn ebenso im Vordergrund wie eine stimmige Optik und architektonische Ausgewogenheit. So wurde der westliche GebĂ€uderiegel sowie das Fundament und das Sockelgeschoss des östlichen Massivholzbaus aus Recyclingbeton realisiert – aufbereitet im rund 50 Kilometer entfernten Betonwerk LZR Lenz-Ziegler-Reifenscheid in Kitzingen. Das Material stammt aus einer rĂŒckgebauten TalbrĂŒcke. Auch alte Handwerkstechniken lebten bei dem Projekt auf:​ Die sichtbar belassenen Fassaden aus R-Beton wurden mit Scharrieren und Spitzen bearbeitet.
Der historischen Scheune Rechnung tragend wurden die PV-Module als Solardachziegel ausgefĂŒhrt. Und auch die Transformation des GebĂ€udes blieb sichtbar:​ FĂŒr die Ausbesserung der Fehlstellen wurden Klinker des rĂŒckgebauten Stalls verwendet. Ein Kleid aus geschlĂ€mmten OberflĂ€chen verbindet dabei die teils mit alten, teils mit neuen Steinen hochgemauerten Fehlstellen mit den neu eingezogenen WĂ€nden und Elementen.

Lehmputz und Holz zur Verkleidung
Beim Holztrakt des BĂŒrgerzentrums mit CafĂ© wurde weitestgehend auf Kunststoffe wie Folien verzichtet und stattdessen umweltvertrĂ€gliche Materialien bevorzugt. Das CafĂ© hat als InnenwandoberflĂ€chen sichtbare und tragenden Massivwandelemente, die außenseitig mit Holzweichfaser gedĂ€mmt wurden. SĂ€mtliche Holzverkleidungen wurden aus den Schalungsbrettern der R-BetonwĂ€nde des Neubaus hergestellt. Die BetonoberflĂ€chen wurden nachtrĂ€glich gespitzt, um den steinernen Charakter herauszuarbeiten.

Holzwolle als akustische Wunderwaffe
Als zum gestalterischen Gesamtkonzept passende akustische Deckenlösung – teils auch als Übergang zur Wand ausgefĂŒhrt – wurden im BĂŒrgerzentrum, im BĂŒrgersaal und den WC-RĂ€umen im Erdgeschoss sowie im Vereinsraum und im Trausaal im Obergeschoss einlagige magnesitgebundene Holzwolle-Akustik-Platten des Typs HERADESIGNÂź Superfine von Knauf Ceiling Solutions verbaut. So kam Holz zu Holz – Deckenplatten, WĂ€nde und Böden gehen eine harmonische Verbindung ein. Durch die puristische und geradlinige Architektur können die Materialien umso besser ihre optische Wirkung entfalten.
Die magnesitgebundenen HERADESIGNÂź Superfine Akustik-Deckenplatten mit einer Faserbreite von 1 mm zeichnen sich durch eine edle OberflĂ€chenstruktur aus und sorgen durch hohes Absorptionsvermögen fĂŒr ein behagliches und schadstofffreies Raumklima. Eine Cradle to Cradle Gold-Zertifizierung belegt die konsequente Kreislaufwirtschaft des Produktes. Das Bindemittel Magnesit spielt dabei eine große Rolle, das durch den sogenannten Rekalzinierungsprozess immer wieder in neuen Produkten Einsatz findet. Somit wurde ein ressourcenschonender Materialkreislauf geschaffen – passend zum ganzheitlichen Konzept des GebĂ€udes, bei dem die Materialien möglichst unbehandelt und somit sortenrein trennbar Verwendung fanden. So wurden auch die Akustik-Deckenplatten ĂŒberwiegend in der Farbe Natur verwendet. Lediglich in den WC-RĂ€umen wurden die Platten zu einem dezenten TĂŒrkiston abgewandelt und damit den ĂŒbrigen Einbauten dieser RĂ€ume angepasst.
Insgesamt kamen rund 350 mÂČ geschraubte Platten in unterschiedlichen Formaten zum Einsatz – von 1250 x 625 x 25 mm ĂŒber 1200 x 600 x 15 mm bis hin zu 1200 x 600 x 25 mm. Im Trausaal und Vereinsraum wurden die Deckenplatten teilweise im wilden Verband, teilweise im Halbverband angeordnet. Im BĂŒrgersaal wurden die Deckenfelder in Streifen zwischen Stahlbetonrippen montiert und dienen zudem als Umrandung der mobilen Holz-Trennwand.

Beschreibung der Besonderheiten


  • Umsetzung:​ Grunderwerb der Gemeinde:​ 2016-2022, Planung:​ 2019-2024, AusfĂŒhrung:​ 2022-2024
  • KCS-Produkte:​ GesamtflĂ€che HeradesignÂź-Platten:​ 353 qm – Heradesign Superfine 90 qm AK-01 1250 x 625 x 25, 173 qm AK-01, 1200 x 600 x 15, 90 qm AK-01, 1200 x 600 x 25, Natur, System B, Schraubsystem
  • FlĂ€chen:​ Neubau gesamt:​ 575 mÂČ Bürgersaal:​ 95 mÂČ, Foyer:​ 56 mÂČ, Teeküche/Garderobe:​ 15 mÂČ, VereinsrĂ€ume (Vereinsraum, Trauzimmer, Vorflur):​ 95 mÂČ, CafĂ© (inkl. Küche und NebenrĂ€ume):​ 92 mÂČ, Energiescheune:​ 136 mÂČ, Museum:​ 97,5 mÂČ

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