Architekturobjekt 2 von 14.166

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Neubau Feuerwache Kaiserswerth

40489 Düsseldorf, An St. Swidbert 100

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Buddenberg Tauchmann Architekten Düsseldorf

Neubau Feuerwache Kaiserswerth - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Dachbiotop - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Alarmausfahrt - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Rückseite bei Dämmerung - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Fahrzeughalle - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Nistkästen - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Einsatzraum - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Loggia - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Schulungsraum - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Haupteingang bei Dämmerung - Neubau Feuerwache Kaiserswerth

© Michael Reisch

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Buddenberg Tauchmann Architekten Düsseldorf

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

An St. Swidbert 100, 40489 Düsseldorf, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

07.2025

Nachhaltigkeit

DGNB - Platin

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Buddenberg Tauchmann Architekten Düsseldorf

Tannenstraße 9

40476 Düsseldorf

Deutschland

Tel. 02112398504

buddenberg@btad.de

Generalbauunternehmen

Derichs und Konertz Baugesellschaft mbH und Co. KG

Oranienstraße 27-31

52066 Aachen

Deutschland

Tel. 0175 2265175

h.willen@derichsukonertz.de

Bauherr

Landeshauptstadt Düsseldorf

Elisabethstr. 65

40217 Düsseldorf

Deutschland

Tel. 0211- 8994184

rosamaria.schirmacher@duesseldorf.de

Verwendete Produkte

Lindner Group

Abhangdecken

Bauder

Dachabdichtung

EMCO

Sauberlaufmatte

FSB Franz Schneider Brakel

Beschläge

Grumbach

Dachentwässerung

Heraklith

HWL-Platten

Stelcon

Metallplatten

WAREMA

Sonnenschutz

Gebäudedaten

Bauweise

Holzhybridbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

7.085 m³

 

Bruttogrundfläche

1.183 m²

 

Nutzfläche

710 m²

 

Verkehrsfläche

158 m²

 

Grundstücksgröße

12.792 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

3.934.243 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

10.507.268 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Aufgabe:​
Die Freiwillige Feuerwehr D‘dorf zieht um!
Zwischen Deichanlage, Landschaftsschutzgebiet und dem historischen Kern von Kaiserswerth soll eine neue Feuerwache / neues Feuerwehrgerätehaus der FFW entstehen;

Aber bitte mit Vorzeigecharakter!

Es ist das erste Bauvorhaben der Stadt Düsseldorf, das vollständig mittels BIM geplant wird und zugleich das erste Gebäude der Stadt, das eine DGNB-Platin- Zertifizierung erreicht.
Ist das alles?
Weitgefehlt, die Feuerwache entsteht in einem landschaftlich wie denkmalpflegerisch sensiblen Kontext unweit des Kaiserswerther Stadtkerns und bedarf einer gestalterisch sorgfältigen und anspruchsvollen Planung.
Gesagt, getan..


Kontext:​
Zentral gelegen kann die Feuerwehr als neuer Auftakt für den historischen Ortskern Kaiserswerth verstanden werden.
Der Klinkerbau bringt frischen Wind ins Straßenbild, er fängt den ehemals verlorenen Blick auf den trostlosen Schotterparkplatz und zeigt klare Kante.

Parallel zur Straße, parallel zum Deich, im Einklang mit der Topografie und dem imposanten Baumbestand machen nicht nur die Feuerwehrmänner eine gute Figur…


Architektur:​
Oben Deichkante unten Parkplatz, unser Gebäude mitten drauf.
Die Topografie als Hindernis? Papperlapapp, die wird zur Gestaltungsaufgabe und schafft einen Gebäudegrundriss, der den Anforderungen der Nutzer durch und durch gerecht wird.

Durch den Geländesprung können sowohl Erd- als auch Untergeschoss von außen erschlossen werden.
Durch die nach vorne hin eingebundene Deichanlage werden Fahrzeughalle, Schwarzbereich und Lageräume ebenerdig zugänglich, der direkte Anschluss an die Straße sorgt für einen reibungslosen Ablauf.
Der im Untergeschoss geplante Weißbereich liegt auf Höhe der rückseitigen Parkplatzfläche und ist auch über diesen erreichbar.
Für trockene Füße wird auch gesorgt, das Untergeschoss liegt hochwassergeschützt 60 cm über Niveau.
Im Obergeschoss befinden sich ein Schulungsraum mit Teeküche, ein Getränkelager und ein Büroraum. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen.

Viel hilf viel.
Großzügige Fensterflächen und Tore lockern den ansonsten sehr kompakten Ziegelbau auf. Sie schaffen nicht nur hell, offene Arbeitsräume und eine qualitativ hochwertige Arbeitsumgebung, sondern ermöglichen auch einen Einblick für Passantinnen und Passanten.
Nicht nur reingucken macht Spaß, auch rausgucken wird zur wahren Wonne:​
der üppige Baumbestand ist ringsherum zu bestaunen und wird Teil der Innenarchitektur.


Materialität:​
Recycelte Ziegel spiegeln die Architektur des historischen Ortskerns wider.
Cortenstahl Elemente setzten gezielt Akzente, die Patina gibt’s kostenlos obendrauf.
Die Innengestaltung wird durch eine überwiegend ruhige Farbpalette geprägt, die durch einzelne Farbhighlights nicht langweilig wird.
Trotz der notwendigen Funktionalität des Raumprogramms sind Innenräume mit hoher Aufenthaltsqualität entstanden, wo gemeinschaftliches Arbeiten Freude bereitet.

Fassadenbegrünung und Grünflächen des Neubaus eifern der umgebende Grünkulisse nach und verbinden bestehende und neue Strukturen.


Nachhaltigkeit:​
Die aufgehenden Geschosse bestehen aus Holzhybrid- bzw. Massivholzbauweise, rund 800 Tonnen CO₂ werden im Vergleich zu konventionellen Bauweisen über den Lebenszyklus eingespart.

Sowohl Dach als auch Fassade schaffen neue Lebensräume für alles, was kreucht und fleucht.
Das Dach bildet ein extensiv begrüntes Biotop, Nistkästen für Fledermäuse und Vögel sind in der Fassade integriert.
Recyclingfähige, kunststofffreie Dämmstoffe, Fassadenbegrünungen, Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher bilden ein integriertes Energiesystem.
Überschüssiger Strom wird innerhalb des städtischen Bestands genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist.

Nur eine Feuerwache?
Von wegen..

Die FFW macht kurzen Prozess mit dem Klischee des schnöden Zweckbaus.
Wir lassen nichts anbrennen und verbinden Geschichte und Moderne, Infrastruktur und Natur und Arbeitsalltag und Gemeinschaft.
Landschaft und historischer Stadtkern werden respektiert und zeitgleich ein klares Statement für eine klimabewusste, moderne Baukultur in Düsseldorf gesetzt.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Die neue Feuerwache verbindet kompakte, funktional optimierte Architektur mit hohen gestalterischen und nachhaltigen Ansprüchen im sensiblen Kontext zwischen Deich, Landschaftsschutzgebiet und historischem Ortskern. Parallel zu Straße und Deich fügt sich der Bau selbstverständlich in Topografie und Baumbestand ein und stärkt als klar gefasster Klinkerbau den Auftakt Kaiserswerths.
Der Geländesprung ermöglicht eine effiziente Organisation mit kurzen Wegen und klar getrennten Funktionsbereichen:​ Fahrzeughalle, Schwarzbereich und Lager liegen ebenerdig zur Straße, der Weißbereich ist separat über den rückseitigen Parkplatz erschlossen. So entstehen reibungslose Einsatzabläufe und ein wirtschaftlicher Gebäudebetrieb.
Die oberen Geschosse entstehen in Holz- bzw. Holzhybridbauweise und sparen über den Lebenszyklus rund 800 Tonnen CO₂ gegenüber konventionellen Bauweisen ein. Ergänzt wird das nachhaltige Konzept durch recyclingfähige, kunststofffreie Dämmstoffe sowie ein Energiesystem aus Wärmepumpe, Photovoltaik und Batteriespeicher. Überschüssiger Strom wird innerhalb des städtischen Bestands genutzt oder ins Netz eingespeist.
Die recycelte Klinkerfassade aus regionalen Materialien greift die Architektur des historischen Ortskerns auf und verankert das Gebäude im Kontext. Dach- und Fassadenbegrünungen, ein extensiv begrüntes Dachbiotop sowie integrierte Nistkästen für Vögel und Fledermäuse fördern die Biodiversität im Landschaftsschutzgebiet. Die angestrebte DGNB-Platin-Zertifizierung unterstreicht den Anspruch an eine klimabewusste und zukunftsfähige Baukultur.
 

Nachhaltigkeit

Verfolgt wird ein integrales Nachhaltigkeits- und Ressourcenkonzept, das auf Effizienz, Konsistenz und teilweise zirkulären Prinzipien basiert.
Im Bereich Effizienz sorgt ein energetisch optimiertes Gesamtsystem aus Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und Batteriespeicher für einen ressourcenschonenden Betrieb und eine weitgehende Eigenenergieversorgung. Zusätzlich reduziert die kompakte Bauform Energie- und Flächenverbrauch im Betrieb.
Die Konsistenz zeigt sich in der Verwendung natürlicher und kreislauffähiger Materialien:​ Die Holzhybridbauweise sowie recyclingfähige, kunststofffreie Dämmstoffe und der Einsatz regional rückgebauter Ziegel (Klinker) binden den Bau stofflich und gestalterisch in den Ort ein und reduzieren graue Emissionen.
Im Sinne einer erweiterten Suffizienz wird das Gebäude bewusst kompakt und funktional effizient organisiert, wodurch Bauvolumen, Flächenverbrauch und technische Infrastruktur minimiert werden. Die klare funktionale Gliederung unterstützt kurze Wege und einen ressourcenschonenden Betrieb.
Ansätze eines Cradle-to-Cradle-Gedankens zeigen sich insbesondere in der Materialwahl (recycelte Ziegel, sortenreine bzw. recyclingfähige Baustoffe) sowie in der Rückbaubarkeit und Wiederverwendbarkeit wesentlicher Bauteile. Ein vollständig konsequentes Cradle-to-Cradle-System wird jedoch nicht explizit umgesetzt, sondern als Orientierung im Material- und Ressourcenansatz verfolgt.

Schlagworte

Feuerwache, Neubau, Nachhaltigkeit, DGNB, Holzhybridbauweise, CO2-Reduktion, Kreislaufgerechtes Bauen, Energieeffizienz, Photovoltaik, Wärmepumpe, Dachbiotop, Biodiversität, Landschaftsschutzgebiet, kompakte Bauform, Klinkerarchitektur, regionale Materialien, funktionale Trennung, effiziente Einsatzabläufe

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Strom

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

74,90 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

14,62 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

25,63 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

59 %

 

Warmwasser

8 %

 

Beleuchtung

8 %

 

Lüftung

23 %

 

Kühlung inkl. Befeuchtung

2 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Stellplätze

20

Das Objekt im Internet

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