Architekturobjekte


Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

04349 Leipzig, Tauchaer Straße 188

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: KHM architekten und partner mbb kuppardt.hobusch.müller

Fassade - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Fassadenecke - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Gartenfassade - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

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Gartenfassade mit Luft - Wärmepumpen - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Innenhof - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Innenhof - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

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Klassenzimmer - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Sporthalle - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Sporthalle - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Sporthalle - Neubau einer vierzügigen Grundschule mit Hort und Dreifeld-Wettkampfsporthalle "Schule an der Parthe"

© KHM architekten und partner

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: KHM architekten und partner mbb kuppardt.hobusch.müller

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Tauchaer Straße 188, 04349 Leipzig, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

10.2026

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

KHM architekten und partner mbb kuppardt.hobusch.müller

Körnerstraße 10

01407 Leipzig

Deutschland

Tel. 0341-2157816

mail@khm-architekten.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

INP Ingenieure GmbH

Schongauerstr. 29-31

04328 Leipzig

Deutschland

Tel. +49 341 35136620

info@inp-ingenieure.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

Mayer-Vorfelder und Dinkelacker Ingenieurgesellschaft für Bauwesen GmbH und Co KG

An der Pikardie 6

01277 Dresden

Deutschland

Tel. 0351 25512-14

info@mvd-plan.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

Spiel.Raum.Planung

Ferdinand-Rhode Straße 3

04107 Leipzig

Deutschland

Tel. 0341-149 96 57

spiel.Raum.Planung@web.de

Verwendete Produkte

Glasfabrik Lamberts

Profilbauverglasung

Linit Profil Typ P26/60/7

Troldtekt

Fertig-Deckenplatten

HWL-Platten, Ultrafein, Natur, ungefast

EGGER Holzwerkstoffe

Möbelbau / HPL in Holzoptik

HPL-Platten, Berglärche

Burke Acoustics

Holzlamellendecke

Holzlamellendecke mit Slat Sound SSS 20/65-94-2940

häussermann

Vorhangfassade

Fassadenbekleidung aus vier verschiedenen Holzprofilen, geschlossene Nut-Feder-Konstruktion, Holzschalung Thermokiefer, sägerau, farbton hell

Gebäudedaten

Bauweise

Holzhybridbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

47.356 m³

 

Bruttogrundfläche

8.761 m²

 

Nutzfläche

5.696 m²

 

Verkehrsfläche

1.357 m²

 

Grundstücksgröße

15.973 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

6.360.000 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

30.400.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Der Neubau der Schule an der Parthe umfasst ein vierzügiges Schulgebäude mit einer Klassenstärke von jeweils 28 Schülern, zuzüglich 2 DaZ- Klassen und Schulhort mit insgesamt 538 Schüler/Innen sowie dem Neubau einer 3-Feld-Sporthalle, wettkampfgerecht, mit Tribüne für max. 199 Personen, zur Schulnutzung und Nutzung durch Vereinssport. Die umliegenden Außenanlagen wurden für die Pausenflächen der Schule, des Horts und für die notwendigen Sportflächen gestaltet.
Die zentrale Entwurfsidee für den Schul- und Sporthallenneubau ist eine landschaftliche Einbindung der beiden großen Baukörper in die kleinteilige, von Einfamilienhäusern geprägte Umgebung des Stadtteils Thekla. Das Schulgebäude wird ausreichend entfernt von der Straße in den geschützteren Bereich des Grundstücks integriert. Hierdurch entsteht ein großzügiger Vorplatz, der eine optimale Erschließung gewährleistet. Die Räume der Schule, wie z.B. der Speisesaal, die Aula und der Mehrzweckraum, mit einer höheren Raumhöhe werden ebenerdig am Vorplatz angelagert. Die Unterrichts- und die Verwaltungsräume, die eine geringere Geschosshöhe benötigen, sind in dem angrenzenden dreigeschossigen Baukörper geplant, der dem Geländeverlauf folgend sich auf einem 85cm höheren Geländeniveau befindet.
Eingeschossige Nebenräume umlagern die Sporthalle mit einer notwendigen lichten Höhe von 9m. Hierdurch wird das Erscheinungsbild der großen Sporthalle abgemildert und das Ensemble fügt sich in die eher ländlich geprägte Umgebund ein.
Die Schule und die Sporthalle bilden jeweils eigene Baukörper, die mittels eines Zwischendachs in Höhe des Erdgeschosses miteinander verbunden werden. Die Erdgeschossfassade wird bei beiden Bauteilen mit den gleichen Materialien ausgeführt und erhält eine großflächige bodengebundene Fassadenbegrünung. Die großen Fassadenflächen des Schulkörpers sind in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Holz-Aluminium geplant. Die geschlossenen Bereiche zwischen diesen Glasfassaden erhalten eine Verkleidung aus Faserzementplatten. Das dreigeschossige Schulgebäude dominieren umlaufende Fassadenbänder einer Holz-Deckleistenschalung aus Profilbrettern mit wechselnder Breite und Tiefe, dessen unterstes Fassadenband im Bereich des Zwischendachs ebenfalls umlaufend um die Sporthalle weitergeführt wird und somit optisch die Verbindung der beiden Baukörper darstellt. Die Fenster der zwei Obergeschosse der Schule sind ebenfalls mit Fenstern in Holz-Aluminium-Bauweise und einer Sonnenschutzverglasung geplant. Die geschlossenen Flächen zwischen den Fenstern erhalten eine glatte Holzbrettverschalung.
Die Fassade der eigentlichen Sporthalle, die aus der eingeschossigen Erdgeschosszone ragt, besteht aus einem sandgestrahlten Profilbauglas mit innenliegender transluzenter Wärmedämmung, weiche sich nachts als Leuchtkörper präsentiert. Allgemein orientiert sich die Materialwahl auch im Innenbereich an dem ländlichen Standort und der umgebenden Natur. 

 

Beschreibung der Besonderheiten

Die Schule wurde in Abstimmung mit den Bauherren als Clusterschule geplant. Ein teilweise offenes Lernkonzept ermöglicht einen zeitgemäßen Umgang mit dem Lernen. Über einen Windfang gelangt man vorbei am Mehrzweckraum und der Aula ins Foyer der Schule. An das Foyer lagert sich rechts der großzügig und offen gestaltete Speisesaal an, welcher auch für Schulveranstaltungen und Stadtteiltreffen genutzt werden kann. Über breite Sitzstufen gelangt man in die Bibliothek, die sich auf der höher gelegenen Erdgeschossebene befindet. Ebenfalls auf dieser höher gelegenen Erdgeschossebene gruppieren sich um einen begehbaren grünen Innenhof die Hort- und Hortverwaltungsräume.
Über eine breite Treppe in der durch ein großes Oberlicht belichteten Halle führt der Weg in die beiden Obergeschosse der Schule. In diesen beiden Etagen befinden sich die Klassenräume abgewandt von den lärmintensiveren Freiflächen. Es werden immer drei Klassenräume zu einem Cluster zusammengeschaltet. Die offenen Gruppenräume bilden eine Ergänzung zum klassischen Lernangebot.
Alle Räume werden durch großflächige Fenster belichtet und gruppieren sich an dem ringförmig um den Innenhof verlaufenden Flur. Durch ständig offenstehende Flurtüren, die sich nur im Brandfall schließen und dem Sichtkontakt in den begrünten Innenhof, entsteht insgesamt ein sehr offener Raumeindruck.
Alle Verwaltungsräume liegen im 1.Obergeschoss dem Innenhof zugewandt. Die Werkräume sind nach Nordosten zum Außengelände orientiert. Die anderen Sonderräume für Kunst, Musik und Informatik befinden sich im 2.Obergeschoss ebenfalls auf der Nordost-Seite des Schulgebäudes. Über einen separaten Windfang aus gelangt man in die angrenzende Sporthalle. Hier befinden sich an einem Erschließungsflur die Umkleideräume für die Sportler und Lehrer. Ebenfalls gelant man von hier aus in die Sporthalle. Die Geräteräume befinden sich an der gegenüberliegenden Längsseite der Sporthalle. Über die an der Stirnseite der Sporthalle angeordneten Technikräume werden alle Räume der Sporthalle und der Schule mit den notwendigen technischen Medien versorgt. Ausziehbare Tribünnen ermöglichen die Nutzung der Sporthalle auch für Besucher.

Die Aussteifung der Schule erfolgt über ein Raumtragwerk. Die Horizontallasten werden dabei über die Deckenscheiben in die Kerne und die Wände eingeleitet. Die weitere Ableitung der Aussteifungskräfte in den Baugrund erfolgt über eine elastisch gebettete Bodenplatte. Große Spannweiten werden z.B. im Bereich Mensa mit einer vorgespannten Flachdecke erreicht. Zur Ressourceneinsparung wurden Cobiax-Hohlkörperdecken im gesamten Gebäude eingebaut. Damit konnte der Materialverbrauch von Beton erheblich reduziert werden. Die Wiedereinbau von Recyclingshotter welcher aus einem Gebäudeabbruch vor Ort gewonnen werden konnte, ist ein weiterer Baustein zur Ressourcenschonung.
Die Sporthalle besitzt als primäre Elemente des Tragwerks Spannbeton-Fertigteilbindern. Die Dachfläche der Halle wurde als leichte System-Holz-Decke hergestellt. Durch diese in großen Teilen vorgefertigte  Holzhybridkonstruktionen konnte eine erhebliche Kosten- und Zeitersparnisss realisiert werden.

Für die notwendige Barrierfreiheit wurde ein Aufzug eingebaut, welcher alle Etagen anbindet. Die Glasflächen sind mit den notwendigen Sicherheitsstreifen ausgerüstet. Ein taktiler Orientierungsplan im Eingangsbereich und die Beschriftung der Geländer in Brailleschrift unterstützen Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

Für den Artenschutz wurden zu Beginn der Baumaßnahme umfangreiche Untersuchungen und Umsiedlungen vorgenommen. Mehrere Nischenbrutkästen für verschiedene Vogelarten sind in der Holzfassade angeordnet. Durch Siebdruck hergestellte Vogelschutzmaßnahmen auf den Glasflächen unterstützen den Artenschutzes.

Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Aufgabenstellung wurde die Zielstellung definiert, Bauteilkomponenten einzusetzen, welche einem Passivhaus- oder KfW-Effizienzhaus-55-Standard gerecht werden, ohne die Einhaltung der Energieverbrauchskennwerte des Passivhausstandards zu fordern. In der Planung wurde zu den verschiedenen Energiestandards und Lüftungsvarianten eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchgeführt. Im Ergebnis wurde festgelegt, dass der Gebäudekomplex als ein KfW-40-Effizienzhaus realisiert wird. Der sommerliche Wärmeschutz wird durch eine Kombination aus Sonnenschutzverglasung, außen liegendem Sonnenschutz und innenliegendem Blendschutz erreicht. Eine Nachtauskühlung erfolgt über große Oberlichter in der Eingangshalle. Mit Hilfe von Einzelraumlüftungsgeräten konnte die notwendige Lüftung der Klassenräume sichergestellt werden. Mit diesen dezentralen Lüftungsgeräten, welche gleichzeitig eine integrierte Wärmerückgewinnung besitzen und mit einer natürlichen Fensterlüftung werden alle Räume ausreichend mit Frischluft wersorgt.
Als primäres Heizungssystem kommen Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einer Fussbodenheizung zum Einsatz. Gleichzeitig wird in der unter der Sporthalle liegenden Kaverne Kaltluft angesaugt und vorgewärmt. Die Sporthalle, die Mensa, die Aula, der Mehrzweckraum und die Küche erhalten eine zentrale Raumlufttechnik mit Wärmerückgewinnung.

Die Dächer von Schule und Sporthalle sind als Retentionsdächer mit einer Dachbegrünung geplant und werden mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Dadurch wird auf den Dächern Regenwasser gespeichert und es dient gleichzeitig als Kühlung.

Verwendete Baumaterialien wurden kreislauffähig eingesetzt. Fassadenmaterialien können recyclingfähig zurückgebaut, getrennt und wieder eingesetzt werden. Es wurde auf den Einsatz von Baustoffen mit "Cradle to Cradle Standard" geachtet.




 

Schlagworte

Clusterschule, Holzhybrid, Holzfassade, Wettkampfsporthalle, Neubau, Grundschule, Sporthalle mit Tribünen, Cobiaxdecken

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

45,70 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

25,66 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

48 %

 

Warmwasser

8 %

 

Beleuchtung

14 %

 

Lüftung

30 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

32

 

Anzahl Klassen

16

 

Anzahl Schüler

538

 

Anzahl Kinder

538

 

Anzahl Stellplätze

6

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