Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

30173 Hannover, Janusz-Korczak-Allee 12

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: AEP Architekten Eggert GeneralPlaner GmbH

Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE, Hannover - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© AEP Architekten Eggert Generalplaner

Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE Eingangshalle - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Entbindungsraum mit viel Tageslicht - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Schnellweg Geburtenklinik zur Neonatologie - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Bettenzimmer mit natürlichen Materialien - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Lichtdurchfluteter Flurbereich - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Fassade mit auskragender Pflegestation - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Patientenbad - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© Maximilian Kraaz

Entwurfskonzept Städtebau - Mutter-Kind-Zentrum, HENRIKE, Hannover

© AEP Architekten Eggert Generalplaner

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: AEP Architekten Eggert GeneralPlaner GmbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Janusz-Korczak-Allee 12, 30173 Hannover, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

10.2025

Nachhaltigkeit

EnEV

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

AEP Architekten Eggert Generalplaner GmbH

Waldstr. 40

70597 Stuttgart

Deutschland

Tel. +49 711 7696660

info@aep-p.de

Bauherr

Diakovere gGmbH

Anna-von-Börries-Straße 1-7

30625 Hannover

Deutschland

Tel. 0511 / 5351-741

stefan.david@diakovere.de

Bauherr

Hannoversche Kinderheilanstalt Stiftung des privaten Rechts

Janusz-Korczak-Allee 12

30173 Hannover

Deutschland

Tel. 0511 / 8115-0

stephen.struwe-ramoth@hka.de

Projektsteuerung, Objektüberwachung

teamk Projektmanagement- und Projektsteuerungs GmbH

Lindenstraße 5

54292 Trier

Deutschland

Tel. 0651 / 97879-0

mukiz@temak.de

Sonstige

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

Hannah-Arendt-Platz 2

30159 Hannover

Deutschland

Tel. 0511 / 120-4188

guido-von-den-benken@ms.niedersachsen.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

Wetzel & von Seht Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB

Gutenbergstr. 4

10587 Berlin

Deutschland

Tel. +49 40 8891670

info@wvs.eu

Fachplanung: Bauphysik

WETZEL & von SEHT Hamburg

Friesenweg 5E

22763 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 40 8891670

info@wvs.eu

Fachplanung: Brandschutz

HHP West Beratende Ingenieure GmbH

Herforder Str. 20

33602 Bielefeld

Deutschland

Tel. +49 5 2198644-0

info@HHP-West.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Scheu+Engel GmbH

Zeppelinallee 37

60325 Frankfurt

Deutschland

Tel. +49 69 247457500

kontakt@scheu-engel.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

ISW Ingenieurgesellschaft Schnittger Wilde mbH

Meinert-Löffler-Str. 6a

28755 Bremen

Deutschland

Tel. 0421/693530

info@isw-plan.de

Bauleistung: Rohbau

LÜHN BAU Gerhard Lühn GmbH & Co. KG

Tecklenburger Straße 3

49809 Lingen

Deutschland

Tel. 0591 / 912 06 - 99

info@luehnbau.de

Bauleistung: Fassade

Hupfeld + Schlöffel Metallbau GmbH

Im Rohr 14

37297 Berkatal

Deutschland

Tel. 05657 / 702322

info@hupfeld-schloeffel.de

Bauleistung: Trockenbau

Jäger Ausbau GmbH + Co KG Leipzig

Baumeisterallee 32-36

04442 Zwenkau

Deutschland

Tel. 034203 5840

Bauleistung: Metall- und Stahlbau

Jens Dunkel Glas- und Bauelemente GmbH

Zibbeklebener Straße 30

39288 Burg

Deutschland

Tel. 03921 / 72653-0

Bauleistung: Heizung, Klima, Lüftung

Caverion Deutschland GmbH NL Dresden

Blasewitzer Str. 80

01307 Dresden

Deutschland

Tel. +49 351 2029-0

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

Niemeyer Garten-Gestaltung-Baumpflege GmbH

An der Bahn 5

31535 Neustadt

Deutschland

Tel. 05034 / 879 555

gartenbau-niemeyer@t-online.de

Fachplanung

BPS Beratung Planung Serviceleistungen Medizintechnik-Planung

Schwartzkopffstraße 11

10115 Berlin

Deutschland

Tel. 030 / 220 116 240

info@bps-services.de

Bauleistung: Ausbau

Savia Medical GmbH

Walter-Köhn-Str. 1a

04356 Leipzig

Deutschland

Verwendete Produkte

Brichta

Verdunkelungsrollos

Pyrostop

CLAGE

Trinkwasser-Aufbereitung

Zip HydroTap G5 BCS

Fundermax

Dekor-Beschichtung

FH Uni

Geberit

Unterputz-Siphon

UP-Geruchsverschluss

Geberit

Waschtische

Paracelsus

Geberit

WC-Becken

Renova Comfort Rimfree

GROHE

Thermostatmischbatterien

GROHTHERM SPECIAL

GROHE

Waschtisch-Einhandarmaturen

EUROECO SPECIAL

KEMPER SYSTEM

Frischwasserstationen im Durchlaufprinzip

Resopal

Dekor-Beschichtung

4069-60 Bergen Ash

SAINT-GOBAIN RIGIPS

Trockenbau-Montagesysteme

Glasroc

Bode

Desinfektionmittelspender

Europlus

Bode

Seifenspender

Europlus

BRAUN Aufzüge

Aufzuganlagen

DEWERT

Präzisions-Stahlrohrmöbel

DX 1

Domoferm

Verglasungselemente

Dräger

OP Deckenversorgungseinheiten

Ambia

Dräger

OP Deckenversorgungseinheiten

Polaris

Dräger

Wärmebettchen

Babytherm 8000

Feldhaus Klinker Vertriebs-GmbH

Klinkerriemchen

Forbo Flooring Systems

Linoleumbodenbeläge

Marmoleum

Fural

Metall-Decken

F 30 / EI 30

GHK DOMO OP-Wandsysteme

Operationssaaleinrichtungen

Hosanit

Edelstahl-Ausgussbecken

HoWAK-UW

Hosanit

Edelstahl-Waschtische

JELD-WEN

Holzinnentüren

Kermi Duschdesign

Glas-Duschwannenduschabtrennungen

DIGA DI 2 DL

KOS-Spezialtüren

Schiebetüren

Typ K1-A

Lindner SE

Hohlraumboden

medicare

Babybettchen

babybay

osma

Aufzuganlagen

OTIS

Aufzuganlagen

PROLICHT

Leucht-Schriftzüge

SAXHO

Personalspinde

Schüco

Pfosten-Riegel-Fassaden

Villeroy & Boch

Fliesenboden

Pro Architectura

VitrA Fliesen

Fliesen-Beläge

Cardostone

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

14.500 m²

 

Nutzfläche

8.918 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

101.800.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die renommierte Kinderklinik Auf der Bult in Hannover hat einen umfassenden Anpassungsprozess abgeschlossen und sich zu einem ganzheitlichen Mutter-Kind-Zentrum und Campus für Familienmedizin entwickelt, der nun die größte Geburtsklinik Norddeutschlands beherbergt.
Ausgangspunkt des Projekts war die Idee, mit dem lokalen Klinikbetreiber Diakovere zusammenzuarbeiten und dessen neue Geburtshilfe auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses anzusiedeln, um dadurch Synergien zu ermöglichen. Zur räumlichen Zusammenführung der zugehörigen Neonatologie und Intensivpflege wurde die bestehende Operationsebene neu organisiert.
Das daraus entstandene neue Mutter-Kind-Zentrum „Henrike“ öffnete am 2. Oktober 2025 seine Türen – mit erneuerter neonatologischer Intensivpflege, zwei neuen Operationssälen und der neuen Geburtshilfe mit einer Kapazität von bis zu 4.500 Geburten pro Jahr.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Strategische Ausrichtung:​
Die strategische Kooperation der beiden Gesundheitsdienstleister macht das Projekt zu einem ganzheitlichen Mutter-Kind-Zentrum und bildet gemeinsam mit den angrenzenden Fachbereichen einen vollständigen Campus für Familienmedizin. Damit erhält die Gesellschaft ein Kompetenzzentrum mit einem hochspezialisierten Team im Einklang mit den Zielen des Gesundheitssystems.
Durch die Zusammenführung kritischer Funktionen rund um die Geburt wird bei schwerwiegenden Komplikationen wertvolle Zeit gespart. Die bestehende neonatologische Intensivstation des Kinderkrankenhauses liegt nun Tür an Tür mit der neuen Diakovere-Geburtshilfe.
Eine Kooperation dieser Größenordnung ist außergewöhnlich und kann als Modell für andere Klinikbetreiber dienen.
Alles unter einem Dach:​
Die Bündelung von Geburtsvorbereitung, Geburtshilfe, Neugeborenenmedizin und pränataler Diagnostik unter einem Dach schafft Sicherheit für Eltern und Kind – sowohl bei normalen Schwangerschaften als auch bei Risikoschwangerschaften. Die postnatale Versorgung von Frühgeborenen, Mehrlingen oder Neugeborenen mit medizinischem Betreuungsbedarf ergänzt das Angebot.

Gestaltungsqualität, Innovation und technische Exzellenz
Das Mutter-Kind-Zentrum zählt zu den modernsten in Deutschland. Erreicht wurde dies durch eine sorgfältig phasierte Transformation mit Interimsmaßnahmen während der Bauphase. Drei Einheiten wurden im bestehenden Gebäude in unmittelbarer Nähe zur neuen Geburtshilfe zusammengeführt, um nahtlos mit dem Neubau der Geburtshilfe zusammenzuarbeiten:​

  • Die gesamte Neonatologie wurde auf höchsten Standard modernisiert und auf 18 Betten erweitert.
  • Der intensivmedizinische Bereich der Neonatologie wurde mit modernsten Inkubatoren von Dräger ausgestattet, um die Temperatur der Neugeborenen zu regulieren, bevor sie in Wärmebetten umgebettet werden.
  • Die neuen Operationsräume im Bestandsgebäude wurden entlang desselben Flurs angeordnet, der an die Operationsräume der neuen Geburtshilfe anschließt, sodass eine gemeinsame OP-Einheit entsteht.

Ein neuer Bau direkt vor der Tür:​
Die neue Geburtshilfe wurde auf dem ehemaligen Vorplatz platziert. Die Herausforderung der räumlichen Begrenzungen des Grundstücks auf allen Seiten wurde durch das kreative Überbauen und Überkragen bestehender Gebäude gelöst. Diese innovative Problemlösung wird zu einer spielerischen Hommage an die regelmäßig akzentuierten Risalite des historischen Hauptgebäudes. Die Entwicklungslinie folgt der Janusz-Korczak-Allee, wobei sich die Dichte am Dreh- und Angelpunkt „Henrike“ verdichtet.
Modern und komfortabel:​
Die Geburtshilfe umfasst neun moderne und helle Kreißsäle, zwei Geburtswannen und eine Entspannungswanne, 35 Patientenzimmer mit eigenen Bädern für insgesamt bis zu 67 Patientinnen, Familienzimmer, zwei zusätzliche Überwachungszimmer direkt innerhalb der Geburtshilfe, mehrere Stillräume sowie zwei moderne Operationssäle.
Angewandte Forschung:​
Die Innenraumgestaltung integriert eine Reihe innovativer Systeme. Das Leitsystem wird durch das Indoor-Navigationssystem Everguide als Barrierefreiheitsinstrument ergänzt, das vom Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Kinder lernen, einen interaktiven Aquarium-Bildschirm zu nutzen:​ Von Kindern gezeichnete Fische können in einer Wandbox eingescannt werden und erscheinen anschließend lebendig in einer Unterwasserlandschaft.

Funktionalität, Flexibilität und betriebliche Leistungsfähigkeit
Das Kooperationsprojekt ermöglicht Synergien durch die räumliche Nähe komplementärer Funktionen. Besonders vorteilhaft ist die Nachbarschaft der neonatologischen Intensivstation im Bestandsgebäude, die nur wenige Meter von den geburtshilflichen Operationsräumen im Neubau entfernt liegt. Durch diese Nähe wird wertvolle Zeit gespart, um Neugeborene mit Komplikationen unmittelbar auf die Intensivstation zu bringen.
Nähe auf einer Ebene
Die Nähe von Kreißsälen und Operationsräumen ist beiderseits von Vorteil:​ Bei chirurgischem Bedarf befindet sich ein Kaiserschnitt-Operationsraum Tür an Tür mit den Kreißsälen. Umgekehrt dienen zwei der Kreißsäle auch als Räume für kleinere Behandlungen, falls kurzfristig ein zusätzlicher Operationsraum benötigt wird.
Flexibilität
Für zukünftige Anpassungsfähigkeit ist der Neubau der Geburtshilfe auf allen Ebenen mit den Bestandsgebäuden verbunden. Auch wenn einige Verbindungen derzeit nur als gegenseitige Fluchtwege dienen, können sie allein durch eine Umprogrammierung der Türeinstellungen als vollwertige Flurverbindungen genutzt werden. Ebenso können die offenen Flurtüren umprogrammiert werden, falls Abteilungen oder Module für funktionale Umstrukturierungen oder aus Gründen der Infektionskontrolle geschlossen werden müssen.
Das Logistikkonzept ist auf Kellergeschossebene in die bestehenden Einrichtungen integriert, ohne dass Doppelstrukturen erforderlich sind. Durch die Zentralisierung von Diensten der beiden betreibenden Eigentümer wird der Bedarf an Back-of-House-Räumen auf ein Minimum reduziert. Der Lagerflächenbedarf auf den einzelnen Ebenen bleibt durch ein Versorgungskonzept mit regelmäßiger Nachbestückung gering.

Nachhaltigkeit, Resilienz und Lebenszykluswert
Die Verdichtung des Projekts auf dem bestehenden Grundstück spart intelligent Flächen- und Infrastrukturressourcen.
Die bestehende technische Gebäudeausrüstung wurde im Rahmen eines resilienten „Energiekonzepts“ mit gegenseitigen Backup-Funktionen für die Lüftung, erhöhter Sicherheit der Stromversorgung und zentralisierter medizinischer Gasversorgung aufgerüstet.
Der Anschluss an das städtische Fernwärmenetz reduziert den jährlichen CO₂-Fußabdruck und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Er ermöglicht außerdem Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit im Hinblick auf eine langfristige betriebliche Leistungsfähigkeit. Die Wärme kann durch adiabatische Effekte auch zur Kälteerzeugung genutzt werden. Diese systemübergreifende Skalierbarkeit macht das Gebäude widerstandsfähiger gegenüber extremen Hitzebedingungen.
Eine sorgfältige Materialauswahl gewährleistet lange Lebenszyklen, etwa durch Ziegel und weit gespannte Betonraster. Dies ermöglicht eine lange Nutzungsdauer, einfache Instandhaltung und zukünftige Nutzungsänderungen. Das Farb- und Materialkonzept wurde mit dem spezifischen Branding des Auftraggebers für dieses Kooperationsprojekt entwickelt.
Durch die Nähe zum öffentlichen Nahverkehr und ein großzügiges Angebot an Fahrradstellplätzen fördert der Standort eine CO₂-reduzierte Mobilität für Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher.
Die Resilienz gegenüber Grundwassereinwirkungen wird durch naturbasierte Strategien wie Rückhaltung, Bewässerung und Höherlegung erreicht, um eine Überlastung der öffentlichen Entwässerung zu vermeiden.

Menschliche Erfahrung, Zusammenarbeit und gesellschaftliche Einbindung
Das menschenzentrierte Design begann mit der Idee, Mutter und Kind stets zusammenzuhalten – selbst wenn während der Schwangerschaft kritische Komplikationen auftreten. Dieses Prinzip bildet das Kernstück des Kooperationsprojekts, bei dem die Geburtshilfe Wand an Wand mit der Neonatologie und der Kinderklinik liegt.
Auch die Mitarbeitenden finden sich in einem neuen Kompetenzzentrum für Familienmedizin wieder. Ärztinnen und Ärzte, Hebammen sowie Pflegekräfte profitieren von einer überdurchschnittlich großzügigen Umgebung mit hochwertiger medizintechnischer Ausstattung und Erholungsbereichen mit Blick in begrünte Landschaftsräume.

Governance und Zusammenarbeit
Das Barrierefreiheitskonzept wurde mit den hohen Anforderungen der Gestaltungsstandards der Stadt Hannover entwickelt. Ein einfacher Zugang und eine natürliche Orientierung unterstützen die Navigation, beispielsweise durch ein taktiles Modell am Eingang und einen externen bettengerechten Aufzug zur Eingangsebene.
Wohlbefinden.
Der Auftraggeber gestaltete zentrale Bereiche nach Feng-Shui-Prinzipien. Daraus entstanden hochwertige Innenräume mit viel Tageslicht, großzügigen Bereichen mit Sichtbeziehungen und natürlichen Materialien. Der Innenhof lädt in einen Landschaftsbereich mit Barfußpfad ein. Die Prinzipien der Harmonie führten zu einer „Entrümpelung“ typischerweise überladener Kreißsäle – eine Herausforderung in einem medizinisch hochwertig ausgestatteten Umfeld auf höchstem Standard.
Einbindung – Lernen während der gesamten Umsetzung
In einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen und Führungen wurde der Fortschritt vor Ort Mitarbeitenden, medizinischen Fachleuten, Schulklassen, der Presse, Stadtoberhäuptern sowie dem deutschen Gesundheitsminister vorgestellt.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit, Resilienz und Lebenszykluswert
Die Verdichtung des Projekts auf dem bestehenden Grundstück spart intelligent Flächen- und Infrastrukturressourcen.
Die bestehende technische Gebäudeausrüstung wurde im Rahmen eines resilienten „Energiekonzepts“ mit gegenseitigen Backup-Funktionen für die Lüftung, erhöhter Sicherheit der Stromversorgung und zentralisierter medizinischer Gasversorgung aufgerüstet. Der Anschluss an das städtische Fernwärmenetz reduziert den jährlichen CO₂-Fußabdruck und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Er ermöglicht außerdem Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit im Hinblick auf eine langfristige betriebliche Leistungsfähigkeit. Die Wärme kann durch adiabatische Effekte auch zur Kälteerzeugung genutzt werden. Diese systemübergreifende Skalierbarkeit macht das Gebäude widerstandsfähiger gegenüber extremen Hitzebedingungen.
Eine sorgfältige Materialauswahl gewährleistet lange Lebenszyklen, etwa durch Ziegel und weit gespannte Betonraster. Dies ermöglicht eine lange Nutzungsdauer, einfache Instandhaltung und zukünftige Nutzungsänderungen. Das Farb- und Materialkonzept wurde mit dem spezifischen Branding des Auftraggebers für dieses Kooperationsprojekt entwickelt.
Durch die Nähe zum öffentlichen Nahverkehr und ein großzügiges Angebot an Fahrradstellplätzen fördert der Standort eine CO₂-reduzierte Mobilität für Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher.
Die Resilienz gegenüber Grundwassereinwirkungen wird durch naturbasierte Strategien wie Rückhaltung, Bewässerung und Höherlegung erreicht, um eine Überlastung der öffentlichen Entwässerung zu vermeiden.
 

Auszeichnungen

Europen Healthcare Architecture Award 2026 (Kategorie "Transformation and Adaptation")

Schlagworte

Geburtenklinik, Neonatologie, Intensivpflege, Feng-Shui, Modernisierung

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

 

Sekundärenergie

Sonstige Heizenergie

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

75

 

Anzahl Betten

105

Das Objekt im Internet

 

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