Architekturobjekte
Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Mehrgenerationenwohnen im Block
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: TU Braunschweig, Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften, Ann-Marie Panev
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: TU Braunschweig, Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften, Ann-Marie Panev
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
06.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
11- bis 20-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
143.600 m³
Bruttogrundfläche
46.570 m²
Nutzfläche
35.410 m²
Verkehrsfläche
6.520 m²
Wohnfläche
24.000 m²
Grundstücksgröße
120.500 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die zentrale Lage sowie die direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bieten ideale Voraussetzungen für eine nachhaltige Nachnutzung des Bestands. Der Entwurf verfolgt das Ziel, die ehemalige monofunktionale Verwaltungsstruktur in ein vielfältiges Wohngebäude für unterschiedliche Generationen zu transformieren.
Im Erdgeschoss aktiviert eine Ladenzeile den Straßenraum und schafft eine lebendige Verbindung zur Stadt. Ergänzt wird dieses Angebot durch einen öffentlich zugänglichen Mensabereich, der sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch dem umliegenden Quartier zur Verfügung steht.
Die Wohnnutzungen orientieren sich in den unteren Geschossen überwiegend zur ruhigen Südseite mit Blick auf die angrenzende Kleingartensiedlung. Die bestehende Grünstruktur wird aufgegriffen und auf das Grundstück erweitert, wodurch ein zusammenhängender Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht. Erdgeschosswohnungen verfügen über einen direkten Außenraumbezug, während Maisonettewohnungen durch ihre zweigeschossige Organisation großzügige Raumbeziehungen und Ausblicke ins Grüne ermöglichen.
Das Gebäude bietet unterschiedliche Wohnformen, die auf verschiedene Lebensmodelle und Altersgruppen reagieren. Neben klassischen Wohnungen entstehen Clusterwohnungen für gemeinschaftliches Wohnen sowie flexibel nutzbare, schaltbare Wohneinheiten. Ergänzende Gemeinschafts- und Co-Working-Bereiche fördern die Kommunikation und stärken die nachbarschaftliche Vernetzung innerhalb des Gebäudes.
Beschreibung der Besonderheiten
Ein wesentliches Merkmal sind die Clusterwohnungen, die sich um großzügige, überhöhte Gemeinschaftsbereiche organisieren. Durch die Anordnung über zwei Geschosse entstehen räumliche Qualitäten, die gemeinschaftliches Wohnen unterstützen und gleichzeitig individuelle Rückzugsräume ermöglichen. Gemeinschaftliche Terrassen sowie außenliegende Erschließungselemente vernetzen die unterschiedlichen Etagen miteinander.
Besonders prägend ist zudem das Konzept der schaltbaren Wohnungen. Durch interne Verbindungstüren können benachbarte Einheiten flexibel zusammengeschlossen oder getrennt werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Wohnungsgrößen und Wohnformen innerhalb derselben Gebäudestruktur realisieren. Das Gebäude kann so auf wechselnde Anforderungen verschiedener Lebensphasen reagieren – von Einzelpersonen über Familien bis hin zu generationenübergreifenden Wohnkonstellationen.
Die Verbindung von privaten Wohnbereichen, gemeinschaftlichen Nutzungen und öffentlich zugänglichen Angeboten schafft ein abgestuftes Raumgefüge zwischen Stadt, Nachbarschaft und Wohnen. Die Transformation des Bestands erfolgt dabei nicht durch einen grundlegenden Umbau, sondern durch eine gezielte Weiterentwicklung der vorhandenen Struktur zu einem langfristig anpassungsfähigen und sozial nachhaltigen Wohnort.
Nachhaltigkeit
Ein zentrales Element der Gebäudehülle ist das intelligente Verschattungskonzept: Die Fassade wird architektonisch durch tief liegende Loggien sowie flexible Vorhänge verschattet, was im Sommer einen effektiven, variablen Schutz vor Überhitzung bietet und den Kühlbedarf minimiert. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zeigen sich auch in der Konstruktion, da die bestehende Tragwerksstruktur unverändert erhalten bleibt. Die neue, vorgehängte Fassade setzt dieses Prinzip konsequent fort, indem sie auf ein Minimum an Materialien reduziert ist und ausschließlich gesundheitlich unbedenkliche, schadstofffreie Stoffe verwendet. Darüber hinaus gibt die solide Bestandsstruktur das Entlüftungskonzept des Hauses vor, welches geschickt im Bereich der Brandschutzwände integriert und weitergeführt wird.
Schlagworte
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Betten
470
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