Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


MEER Sport- Raum für Bewegung

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: FH Münster, MSA, Ida Scheper

_Visualisierung - MEER Sport- Raum für Bewegung

© Lars Niemeier, Ida Scheper

_Modell - MEER Sport- Raum für Bewegung

© Lars Niemeier, Ida Scheper

_Detailansicht - MEER Sport- Raum für Bewegung

© Lars Niemeier, Ida Scheper

_Detailmodell - MEER Sport- Raum für Bewegung

© Lars Niemeier, Ida Scheper

_Visualisierung Innenraum - MEER Sport- Raum für Bewegung

© Lars Niemeier, Ida Scheper

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: FH Münster, MSA, Ida Scheper

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

02.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbau

Tragwerkskonstruktion

Stahl

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Wie simpel kann ein Gebäude sein?

Diese Frage bildet den Ausgangspunkt unseres Entwurfs. Denn echte Rückbaubarkeit entsteht nicht durch technische Komplexität, sondern durch konstruktive Klarheit. Je einfacher ein Bauwerk aufgebaut ist, desto leichter lassen sich seine Bauteile demontieren, wiederverwenden und in neue Zusammenhänge überführen. Aus diesem Gedanken entwickelte sich unsere Sporthalle. Das Gebäude passt sich wechselnden Anforderungen an und behält über die erste Nutzung hinaus einen dauerhaften Ressourcenwert.

Konzept und Konstruktion

Einen konkreten Standort braucht diese Turnhalle nicht. Sie ist ein temporäres Bauwerk, das primär als Übergangslösung fungieren soll. Wir richten uns damit insbesondere an kleinere Schulen und Sportvereine, die unzureichenden Raum für Sport und Bewegung bieten. Mit Außenmaßen von 25m x 30m haben wir den Platzbedarf so gering wie möglich gehalten ohne die Nutzbarkeit einzuschränken.

Schiffscontainer:​ Sie sind modular, weltweit verfügbar, einfach zu transportieren und verfügen über eine hohe Tragfähigkeit. Der perfekte Baustein für unser Projekt. Sie werden nicht lediglich als Raummodule eingesetzt, sondern als essentieller Bestandteil des Tragwerks verstanden. Die Container übernehmen den Großteil des Lastabtrags und ermöglichen dadurch eine Reduktion des Materialaufwandes, sodass auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite lediglich „leichte“ Stützen erforderlich sind. Aus dieser strukturellen Logik heraus werden die Container zum prägenden Element des Entwurfs und machen die Konstruktion des Gebäudes unmittelbar ablesbar.

Auch bei der Entwicklung der Fassade stand der Gedanke der Einfachheit im Mittelpunkt. Ausgehend von marktüblichen Fassadensystemen haben wir einen Elementbaukasten entwickelt, der sich durch eine hohe Flexibilität und einfache Rückbaubarkeit auszeichnet. Die entstandene Elementfassade ist als eigenständiges System konzipiert und kann unkompliziert montiert, demontiert und an neue Anforderungen angepasst werden.

Der Gedanke der Rückbaubarkeit endet jedoch nicht bei den großen Bauteilen. Unser Ziel war es, die Zirkularität bis ins kleinste Detail mitzudenken. Das gesamte Tragwerk sowie sämtliche konstruktiven Verbindungen sind geschraubt. Dadurch wird die Wiederverwendung einzelner Bauteile ermöglicht.
Auch das Fundament folgt diesem Prinzip. Anstelle eines konventionellen Betonfundaments kommen Schraubfundamente zum Einsatz, die den Eingriff in den Boden minimieren und einer dauerhaften Flächenversiegelung entgegenwirken. Ergänzend werden Betonfertigteile eingesetzt, die den statischen Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig einfach transportiert, versetzt und erneut verwendet werden können.

Im Dachaufbau greifen wir auf Sandwichpaneele zurück. Trotz ihrer eingeschränkten Materialtrennbarkeit bieten sie innerhalb des Projekts die höchste konstruktive und energetische Effizienz. Auch hier steht die Einfachheit des Systems im Vordergrund. Die Paneele haben eine Länge von 4,5m, sind somit flexibel, und lassen sich nach der Nutzung für die Halle auch in den Bauteilkreislauf zurückführen.  

Es entsteht eine Architektur, deren Gestaltung unmittelbar aus den Anforderungen von Rückbaubarkeit, Wiederverwendung und Ressourcenschonung hervorgeht. Einfach in ihrer Konstruktion, flexibel in ihrer Nutzung und konsequent zirkulär in ihrer Lebensdauer.

Schlagworte

modular, simpel, rückbaubar, re-use, turnhalle, container, skelettbau, konstruktion, stahlbau

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