Architekturobjekt 1 von 3.592

Architekturobjekte


Lion-Feuchtwanger-Straße

12619 Berlin, Lion-Feuchtwanger-Straße 61

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: FAR frohn&rojas Planungsgesellschaft mbH

Gemeinschaftliches Gartenplateau - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Zentraler Begegnungsraum der Bewohner - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Freisitze zum Gartenplateau - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Gartenplateau mit Verbindung zur Mobilitätsebene - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Freitreppe von der Mobilitätsebene zum Gartenplateau - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Freisitz mit Ausblick ins Wuhletal - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Einer der vier Gebäudezugänge - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Außenfassade der Wohnriegel - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Raumsequenz einer Wohneinheit - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Flexible Wohnstruktur im Innenraum - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Untergeschoss einer Maisonettewohnung - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Städtebauliche Einbindung in Kaulsdorf Nord - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Schachbrettfassade der Wohnriegel - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Gartenplateau aus der Vogelperspektive - Lion-Feuchtwanger-Straße

© David Hiepler

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: FAR frohn&rojas Planungsgesellschaft mbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Lion-Feuchtwanger-Straße 61, 12619 Berlin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

05.2026

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

FAR frohn&rojas Planungsgesellschaft mbH

Waldenser Str. 25

10551 Berlin

Deutschland

Tel. 03024048206

info@f-a-r.net

Architektur: Landschaftsarchitekt

Topotek 1 Landschaftsarchitekten GmbH

Sophienstr. 18

10178 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 246258-0

topotek1@topotek1.de

Bauherr

Euroboden Lion-Feuchtwanger-Strasse GmbH

Steinstr. 19

81667 München

Deutschland

Fachplanung: Tragwerksplanung

IB Paasche

Kösner Straße 3a

04177 Leipzig

Deutschland

Tel. 0151027025467

tobias.paasche@arcor.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Kando Ingenieure GmbH

Leibnizstraße 32

10625 Berlin

Deutschland

Tel. 030 346495320

Fachplanung: Bauphysik

ahw Ingenieure GmbH

Stromstraße 3

10555 Berlin

Deutschland

Tel. 030 23456980

Fachplanung: Brandschutz

brandplus GmbH

Danziger Straße 118

10405 Berlin

Deutschland

Bauleitung (LPH 8)

SWP Gesellschaft für nachhaltige Bauplanung mbH

Steinstr. 41

12307 Berlin

Deutschland

Tel. 030 7473300

info@swp.berlin

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

42.195 m³

 

Bruttogrundfläche

12.758 m²

 

Nutzfläche

8.223 m²

 

Verkehrsfläche

2.217 m²

 

Wohnfläche

7.294 m²

 

Grundstücksgröße

3.280 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Projekt LION-FEUCHTWANGER-STRASSE 61 ist eine wohnbauliche Nachverdichtung in der DDR-Großsiedlung Kaulsdorf Nord. Es
markiert den Kreuzungspunkt zweier Grünachsen, die die Siedlung in Nord-Süd- sowie Ost-West-Richtung durchschneiden. Zwei sechsgeschossige Wohnriegel stehen sich auf dem erhöhten Gartenplateau gegenüber, das als zentrale Gemeinschaftsfläche mit Freizeit-, Spiel- und Begegnungszonen für die Hausgemeinschaft konzipiert ist. Unter dem Sockel liegt die tagesbelichtete Mobilitätsebene mit Stellplätzen für Fahrräder und PKW, Ladestationen für e-Mobilität sowie einer Packstation für die Bewohner. 

Das Projekt erzählt - umgeben von Plattenbauten der 1980er Jahre - die Geschichte des seriellen Bauens weiter. Die zentrale Bauaufgabe bestand darin, das beim „Wohnregal” in Berlin-Moabit bereits erfolgreich angewandte Prinzip eines offenen Skelettbaus aus seriellen Betonfertigteilen auf einen deutlich größeren Maßstab zu übertragen.
Den seriell gefertigten Wandscheiben der umliegenden Plattenbauten setzt es ein Skelett aus seriellen Betonfertigteilen entgegen, die sonst im Industrie- und Gewerbebau Verwendung finden. Dadurch bietet das Projekt eine große Flexibilität, die der wachsenden Vielfalt heutiger Wohnvorstellungen ein Zuhause gibt. Der Skelettbau aus Fertigteilelementen folgt der Logik der Zirkularität, indem die Fertigteile zukünftig zerstörungsarm zurückgebaut werden können.

Die beiden Wohnriegel bilden zum zentralen Gartenplateau hin offene Laubengänge, über die die Wohnungen der oberen Etagen erreicht werden. Sie sind Zugang und Aufenthaltsort zugleich. Durch die logenartig erweiterten Laubengänge entsteht vor jeder Wohnung ein privater wellenförmiger Freisitz mit Blick auf das Gartenplateau. Ein filigranes Edelstahlgewebe dient als Absturzsicherung und ist zugleich eine willkommene Rankhilfe für die Pflanzenwelt. 

Nach „außen“, zur Nachbarschaft hin, zeigen beide Riegel in Form französischer Balkone mit raumhohen Schiebefenstern im Wechsel mit geschlossenen Aluminiumfeldern ein privateres Bild. Alle Wohnungen sind vom Gartenplateau bis zur nachbarschaftlichen Außenseite durch die Riegel „durchgesteckt“.  
Innerhalb der seriellen Grundstruktur entsteht ein breiter Mix unterschiedlicher Wohntypologien. Direkt am Gartenplateau liegen zweigeschossige „Townhouses“ für Familien. Die Vielzahl unterschiedlicher Wohnungen in den darüberliegenden Geschoßen sind eingeschossig.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Wohnbebauung gliedert sich in zwei gegenüberliegende Riegel, wodurch die bestehende Grünachse räumlich gefasst wird, ohne sie zu verbauen. Zum gemeinschaftlichen Gartenplateau hin sind den offenen Laubengängen private Freisitze vorgelagert, die den Wohnungen einen direkten Bezug zum gemeinschaftlichen Freiraum ermöglichen. Sämtliche Wohnungen sind als durchgesteckte Einheiten organisiert und profitieren von einer zweiseitigen Orientierung. Eine klare funktionale Trennung zwischen der tragenden Betonstruktur und dem nichttragenden Innenausbau in Trockenbauweise ermöglicht langfristig flexible Anpassungen der Wohnungsgrundrisse.

Nachhaltigkeit

Die beheizten Flächen sowie die Gebäudekubatur wurden optimiert. Die Betonmasse wurde durch Vorfabrikation sowie die Ausbildung als sehr materialeffiziente TT-Decken reduziert. Die hierarchische Trennung von tragendem Betonskelett und der Raumbildung im Trockenbau bietet langfristige Resilienz in der Nutzung. Zukünftige Anpassungen können ohne Eingriff in die Tragstruktur erfolgen. Die Fertigteile können zerstörungsarm getrennt werden und schließen Materialkreisläufe im Sinne der Zirkularität.

Anmerkung zur Energiestandard:​ Das Gebäude erfüllt formal die EnEV 2013. Der berechnete Primärenergiebedarf liegt mit 36,3 kWh/(m²a) deutlich unter dem zulässigen Anforderungswert von 47,1 kWh/(m²a). Vor diesem Hintergrund würden wir den Energiestandard „EnEV 2013 mit energetischem Niveau vergleichbar einem Effizienzhaus 40“ einordnen.
 

Auszeichnungen

Deutscher Architekturpreis 2027 - Finalist

Architekturpreis Beton 2026 - Gewinner Sonderpreis für nachhaltigen Wohnungsbau

Schlagworte

Serielle Bauweise, Betonfertigteilbau, Skelettbau, Zirkuläres Bauen, Geschosswohnungsbau, Gartenplateau, Nachverdichtung, Anpassungefähige Wohnstrukturen, Berliner Wohnungsbau, Kaulsdorf Nord, FAR frohn&rojas

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

36,30 kWh/(m²a)

Weitere Dokumente zum Objekt

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Wohneinheiten

124

Das Objekt im Internet

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden

Diese Seite weiterempfehlen

1495641793