Architekturobjekte


Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

80339 München, Heimeranstraße 52b

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: zillerplus Architekten und Stadtplaner

Innenhof mit Aufstockung in Holzmodulbauweise - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Florian Holzherr

Der sanierte Gelbe Block im Stadtkontext des Münchner Westends - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Florian Holzherr

Ansicht von Südost entlang der Geroltstraße - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Florian Holzherr

Innenhof mit neuen Balkonen und neuen Aufzugstürmen - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Florian Holzherr

Die Aufzüge führen barrierefrei in die neue Dachaufstockung - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Florian Holzherr

Blick aus der Aufstockung - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Daniel Samer

Innenraum - Leben im Gelben Block - Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks im Münchner Westend

© Daniel Samer

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: zillerplus Architekten und Stadtplaner

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Heimeranstraße 52b, 80339 München, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Erweiterung

Fertigstellungstermin

06.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

zillerplus Architekten und Stadtplaner GmbH

Klenzestrasse 38

80469 München

Deutschland

Tel. 089 4111851-00

info@zillerplus.de

Bauherr

Wohnungsgenossenschaft München-West eG

Tulbeckstraße 44

80339 München

Deutschland

Tel. +49 89 / 50 20 08 - 0

info@wg-mw.de

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

Anton Ambros GmbH

Hauptstraße 5

87659 Hopferau

Deutschland

Tel. +49 (0)8364 98343-0

info@ambros-haus.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

Schüller Landschaftsarchitekten

Ruffinistraße 16

80637 München

Deutschland

Tel. +49 89 189 559 70

buero@schueller-landschaftsarchitekten.de

Bauleitung (LPH 8)

WBRE Waterbound Real Estate München GmbH

Oskar-Schlemmer-Straße 3

80807 München

Deutschland

Tel. +49 89 540454200

info@wbre.de

Fachplanung

TGA Planung GmbH

Hänflingweg 24

80937 München

Deutschland

Tel. +49 89 331 449 0

Fachplanung: Elektrotechnik

IB Schuster Buchner Schmid / SBS

Mühlhauser Feld 7a

85664 Hohenlinden

Deutschland

Tel. +49 81 249 074 30

info@ib-sbs.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

LEICHT Structural engineering and specialist consulting GmbH

St.-Paul-Straße 9

80336 München

Deutschland

Tel. +49 89 5454298-0

office@leichtonline.com

Fachplanung: Bauphysik

LEICHT Physics GmbH

Spinnereiinsel 2

83059 Kolbermoor

Deutschland

Tel. +49 8031 22203 0

office@leichtphysics.com

Bauleistung: Rohbau

Pfeiffer Baugesellschaft mbH

Oberaustraße 18

83026 Rosenheim

Deutschland

Tel. +49 8031 4402 0

office@pfeifferbau.de

Verwendete Produkte

RHEINZINK

Außenwandbekleidung

RHEINZINK-prePATINA (Blaugrau)

Isarholz

Fenster (Aufstockung)

Holz/Alufenster INO-HA80

profine International Profile Group

Fenster (Bestand)

System 88 Mitteldicht

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

4.800 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Leben im Gelben Block:​ Die Zukunft wohnt im Bestand
Aufstockung und Sanierung eines genossenschaftlichen Wohnblocks in Holzelementbauweise.

45 neue Wohneinheiten für das Münchner Westend:​ Nach dem Entwurf von zillerplus Architekten und Stadtplaner wurde der genossenschaftliche Wohnblock am Georg-Freundorfer-Platz aufgestockt. Die neuen Obergeschosse in serieller Holzelementbauweise entstanden im Zuge der Sanierung des Bestands und bieten urbanen Wohnraum für Familien.

Die Wohnungsgenossenschaft München West ist die größte ihrer Art an der Isar. Sie wurde 1911 gegründet und besitzt heute rund 3600 Wohneinheiten, viele davon in Bestandsbauten im Westend. Der sogenannte „Gelbe Block“ am Georg-Freundorfer-Platz auf der Schwanthaler Höhe eröffnete 1927 mit insgesamt 168 genossenschaftlichen Einheiten, meistens Zweizimmerwohnungen. Sein Name geht auf eine Sanierung in den 1970er-Jahren zurück, damals wurde die Fassade gelb gestrichen. Der historische Wohnblock besteht aus einem fünfgeschossigen Kopfbau im Norden an der Kazmairstraße und drei weiteren viergeschossigen Gebäuderiegeln, im Süden zur Heimeranstraße ist der Block zum Stadtraum geöffnet. Das Team von zillerplus sanierte den Genossenschaftsbau und erweiterte ihn durch eine Aufstockung in Holzelementbauweise. Insgesamt entstanden 45 zusätzliche innerstädtische Genossenschaftswohnungen – bezahlbarer Wohnraum, der angesichts der Wohnungsnot in München dringend gebraucht wird.

Nachverdichtung in Holzbauweise
Die hinzugefügten Dachetagen setzten sich klar vom historischen Bestand aus der Ära der Neuen Sachlichkeit ab. Ein auskragendes Gesims, wie es im Westend oft zu sehen ist, setzt eine Zäsur zwischen Alt und Neu. Von außen bleibt die Holzkonstruktion der Nachverdichtung unsichtbar; mit Fassaden aus graublauem Titanzink setzen sich die Obergeschosse deutlich vom groben Rauputz des Bestands ab, sie schließen den Gebäudeblock einheitlich sechsgeschossig ab und greifen die Traufhöhe der Nachbargebäude auf. Die Aufstockung setzten zillerplus in leichter Holzelementbauweise im laufenden Betrieb um, die Holzmodule wurden im Allgäu vorgefertigt. Durch die vorfabrizierte Holzbauweise konnten die Montagezeit auf der Baustelle verkürzt werden. Die Aufstockung konnte in nur 11 Monaten von Baubeginn bis zum Bezug umgesetzt werden. Der Holzbau sorgt für einen verbesserten ökologischen Fußabdruck und für ein angenehmes Raumklima in den Innenräumen. Mit durchschnittlich 100 m2 Fläche sind die neuen Wohnungen in den Dachgeschossen vorwiegend für Familien. Die Wohngenossenschaft München West möchte die Bewohnerstruktur im Gelben Block mit ihnen stärker durchmischen. Französische Fenster und Loggien zum Innenhof lassen viel Licht in die Innenräume fließen. Neue hofseitige Aufzüge erschließen die neuen Dachwohnungen barrierefrei.

„Neue Sachlichkeit“ weitergedacht
Ihr Sanierungskonzept für den Wohnblock richteten zillerplus Architekten und Stadtplaner darauf aus, sein historisches Gestaltungskonzept aus den 1920er-Jahren wieder sichtbar zu machen und das Gebäude sowohl energetisch als auch mit Blick auf die Wohnqualität zu ertüchtigen. „Wir wollten den Bestand zukunftsfähig und für die Bewohner über Generationen funktionsfähig weiterentwickeln“, erläutert Thomas Schimmel, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft München-West, das Bauvorhaben. Die Fassaden des Wohnblocks erhielten ein neues mineralisches Wärmedämmverbundsystem, die Heizung ist im Zuge der Sanierung von Gas auf Fernwärme umgestellt worden. Auf dem Satteldach der Aufstockung sind durchgängig Photovoltaikmodule verlegt und zu einem Mieterstrommodell zusammengefasst. Die Treppenhäuser, Eingänge und Fassaden sind auf ihren Originalzustand zurückgebaut worden. Wo nötig, wurde die Natursteinverkleidung der Hauseingänge aus regionaler Nagelfluh und die Solnhofer Bodenplatten der Hausflure ergänzt. Die Treppenhäuser samt den Holztreppen sind nun wieder einheitlich gestaltet. Auf ihren Zwischenpodesten hält der neue hofseitige Aufzug, dessen Kabine in der namensgebenden Signalfarbe des Gelben Blocks gehalten ist. Dagegen ist die Fassade des Wohnblocks mit sandfarbenem mineralischem Rauputz behandelt, die Fenster in kieselgrau abgesetzt. So fügt sich der Genossenschaftsbau harmonisch in die Umgebung des gemischten, lebendigen Wohnviertels.

Leben im Gelben Block
Im Zuge der Sanierung erhielten die Bestandswohnungen neue Balkone zum gemeinsamen Innenhof. Die markanten halbrunden Plattformen aus verzinktem Stahl sind am auskragenden Gesims der Dachaufstockung abgehängt und über Zugstäbe miteinander verbunden. In einem Workshop legten die Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam mit den Architekten und Bauherren ihre Wünsche für die Gestaltung des Innenhofs fest. Schüller Landschaftsarchitekten setzte die Ergebnisse in ein abwechslungsreiches Freiraumkonzept um, das neben Selbstbaubeeten und einer Pergola auch Kinderspielzonen und Fahrradabstellflächen vorsieht. Um die Gemeinschaft im Gelben Block zu stärken, wurde an der Nordostecke die ursprüngliche Ladennutzung wieder aktiviert. Mit großen Schaufenstern öffnet sich die 76 m2 große Fläche im Erdgeschoss zum Stadtraum – eine Geste, die bei den historischen Wohnbauten im Westend oft zu finden ist. Der neue Nachbarschaftstreff wird vom Verein „Generationengerechtes Wohnen mit der Wohnungsgenossenschaft München-West“ genutzt und auch die Sozialberatung der Genossenschaft ist hier integriert.

 

Beschreibung der Besonderheiten

Die Aufstockung wurde im laufenden Betrieb umgesetzt, so konnten die Bestandsmieter:​innen der Genossenschaft bleiben. Die vorgefertigten Holzelemente aus dem Allgäu ermöglichten eine Bauzeit von nur elf Monaten. Durch die Nachverdichtung sind 45 neue innerstädtische Genossenschaftswohnungen entstanden, vorwiegend für Familien. Die beiden neuen Geschosse sind mit Titanzink bekleidet und ergänzen den bestehenden Wohnblock in leichter Bauweise. 

Nachhaltigkeit

Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung des Bestands durch Sanierung und Aufstockung, wodurch zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird, ohne neue Flächen zu versiegeln. Die neuen Dachgeschosse wurden in serieller Holzelementbauweise errichtet. Die Vorfertigung der Holzmodule verkürzte die Bauzeit und ermöglichte die Umsetzung im bewohnten Bestand. Holz als nachwachsender Baustoff verbessert zudem den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes. Zur energetischen Sanierung wurde die bestehende Gasheizung auf Fernwärme umgestellt und die Fassade des Bestandes mit einem mineralischen Wärmedämmverbundsystem versehen. Auf den Dachflächen der Aufstockung wurden großflächig Photovoltaikmodule installiert, deren Strom über ein Mieterstrommodell genutzt wird.

Schlagworte

Holz, Holzelement, Wohnungsbau, Genossenschaft, Nachverdichtung, Aufstockung

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 55

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

27,07 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

13,94 kWh/(m²a)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Wohneinheiten

45

Das Objekt im Internet

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