Architekturobjekt 5 von 2.686

Architekturobjekte


Kunstdepot Darmstadt

64293 Darmstadt, Mainzer Strasse 83

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: 1100: Architekten Riehm Piscuskas PartG mbB BDA

Kunstdepot Darmstadt - Gemäldedepot mit Rollgittern - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Außenansicht - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Fassadendetail mit Begrünung - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Depotfläche - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Lagerhalle - Kunstdepot Darmstadt

© Thomas Ott

Kunstdepot Darmstadt - Erschließungs- und Depotbereich - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Treppenhaus - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Archivmagazin mit kompakter Regallagerung - Kunstdepot Darmstadt

© Jean-Luc Valentin

Kunstdepot Darmstadt - Magazinraum mit Kompaktregalanlage - Kunstdepot Darmstadt

© Sascha Rheker

Kunstdepot Darmstadt - Technikraum - Kunstdepot Darmstadt

© Thomas Ott

Kunstdepot Darmstadt - Einbindung in die Umgebung - Kunstdepot Darmstadt

© Sascha Rheker

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: 1100: Architekten Riehm Piscuskas PartG mbB BDA

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Mainzer Strasse 83, 64293 Darmstadt, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

04.2023

Nachhaltigkeit

Passivhaus-Zertifizierung

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Sonstige

iconyk GmbH München

Welserstraße 33

81373 München

Deutschland

Tel. 089 30786989

info@iconyk.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

SOCOTEC Ingenieure AG (ProfessorPfeiferundPartner)

Heidelberger Straße 14

64283 Darmstadt

Deutschland

Tel. +49 40 334 75 37-2900

info@socotec.de

Fachplanung: Brandschutz

BPK Brandschutzplanung Klingsch GmbH Frankfurt

Liebigstraße 20

60323 Frankfurt

Deutschland

Tel. +49 69 717 136 0

office@bpk-ing.de

Fachplanung: Elektrotechnik

FC-Planung GmbH

Düsseldorfer Str. 13

65760 Eschborn

Deutschland

Tel. +49 (0) 6196 / 499 83 - 7000

t.mueller@fc-gruppe.de

Sonstige

Exitecture architekten

Stuttgarter Straße 25

60329 Frankfurt

Deutschland

Tel. 069 78988180

frankfurt@exitecture.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

IUS Theobald Plus GmbH Landschaftsarchitektur

Palo-Alto-Platz 11

69124 Heidelberg

Deutschland

Tel. 06221 6487200

info@theobaldplus.de

Verwendete Produkte

MARAZZI

Fassadenbekleidungen

Lume White

Fa. Hodapp

Tor

Spezialanfertigung

KS-Quadro

Mauerwerk

Kalksandstein

PCT Chemie

Estrich

Verbundestrich CT-C40-SW1 60, 45 und 35mm

Schüco

Fenster

Schüco AWS Systeme mit AvanTec SimplySmart

System Schröders

Türen

TSN1, TSN-2, TSN 11 & TSN 12

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

21.931 m³

 

Bruttogrundfläche

4.895 m²

 

Nutzfläche

3.956 m²

 

Verkehrsfläche

372 m²

 

Grundstücksgröße

5.220 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

4.546.844 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

10.001.237 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Mit dem Neubau des Kunstdepots Darmstadt entstand ein zentrales Depotgebäude, das die Bestände des Instituts Mathildenhöhe, des Stadtarchivs Darmstadt, des Internationalen Musikinstituts, des Jazz-Instituts sowie des Landes Hessen an einem Ort zusammenführt. Die Bauaufgabe bestand darin, unterschiedlichste Sammlungen – von Gemälden, Skulpturen und Kunsthandwerk bis zu Fotografien und Filmmaterial – unter jeweils spezifischen konservatorischen Bedingungen zu lagern und zugleich die Arbeits-, Sicherungs- und Logistikprozesse mehrerer Institutionen in einem gemeinsamen Haus präzise zu organisieren.

Die architektonische Antwort ist ein kompakter, viergeschossiger Depotbau mit klar zoniertem Grundriss, kontrollierten Übergängen und kurzen internen Wegen. Im überhöhten Erdgeschoss sind die dienenden und bearbeitenden Bereiche wie Anlieferung, Objekteingang, Quarantäne, Restaurierung, Funktionsräume und Großobjektdepot angeordnet; die Obergeschosse sind konsequent als Lager- und Depotebenen organisiert. Die räumliche Gliederung folgt den unterschiedlichen Klima- und Schutzanforderungen der Bestände und übersetzt diese in ein robustes, betrieblich effizientes Gebäude.

Auch im architektonischen Ausdruck leitet sich die Form aus der Nutzung ab:​ Die weitgehend geschlossenen Obergeschosse schaffen Depotflächen für das empfindliche Lagergut, während sich das Erdgeschoss mit den Arbeitsbereichen gezielt zum Vorplatz öffnet. Die klare Kubatur reagiert auf den industriell geprägten Standort und verbindet funktionale Präzision mit hoher Dauerhaftigkeit. Als zertifiziertes Passivhaus mit positiver Jahresenergiebilanz vereint das Kunstdepot konservatorische Stabilität, effiziente Abläufe und energetische Leistungsfähigkeit in einem zentralen Ort.

Beschreibung der Besonderheiten

Die funktionale Besonderheit des Kunstdepots liegt in der präzisen Zusammenführung unterschiedlicher Depot- und Archivnutzungen in einem gemeinsamen Haus, ohne deren spezifische Anforderungen zu nivellieren. Entwickelt wurde ein klar gegliedertes Depotkonzept, das Synergien bei Sicherheit, Hygiene, Schädlingsmanagement und Gebäudebetrieb ermöglicht, zugleich aber die erforderlichen Trennungen zwischen sensiblen Beständen und Arbeitsbereichen konsequent wahrt.

Der Ablauf der Objektlogistik ist logisch und sicher organisiert:​ Von der zentralen Anlieferung im Erdgeschoss führen klar definierte Raumfolgen über Objekteingang, Quarantäne, Schwarzraum und Verzeichnen in die jeweiligen Depotbereiche. Restaurierung, Bearbeitung und Vorlagerung sind räumlich so angeordnet, dass kurze Wege und kontrollierte Übergänge entstehen. Ein zentral positionierter Erschließungskern mit Lastenaufzug, Treppenhaus und Technikflächen verknüpft die Geschosse effizient und unterstützt die vertikale Verteilung sensibler Objekte.

Die Depotflächen selbst sind nach Bestandsarten und konservatorischen Anforderungen gegliedert:​ Großobjekte, Gemälde, Kleinplastiken, Grafik, Papier, Archivgut sowie kühlpflichtige Foto- und Filmbestände erhalten jeweils passende räumliche und klimatische Bedingungen. Das Zusammenspiel von robuster Gebäudehülle und fein abgestimmter Technik schafft die dafür notwendigen konstanten Umgebungsbedingungen. So entsteht ein funktional hochpräzises Gebäude, das die langfristige Sicherung, Pflege und Nutzung kultureller Bestände räumlich organisiert.

Nachhaltigkeit

Das Energie- und Materialkonzept des Kunstdepots Darmstadt verbindet die hohen konservatorischen Anforderungen eines zentralen Kunst- und Archivdepots mit einem ressourcenschonenden Gebäudekonzept. Als Passivhaus mit positiver Jahresenergiebilanz wurde das Gebäude mit einer hochgedämmten, trägen Hülle aus Kalksandstein und Mineralwolledämmung ausgebildet. Mit den so minimierten Temperaturschwankungen kann der technische Aufwand reduziert und die Energieeffizienz des Gebäudes nicht nur über Anlagentechnik, sondern vor allem konstruktiv erreicht werden. Ergänzt wird dies durch ein Dach, das nahezu vollständig als Kombination aus Gründach und Photovoltaik ausgebildet ist. So wird neben der Energieerzeugung über Begrünung und Verschattung zugleich das Mikroklima verbessert. Anfallendes Regenwasser wird zurückgehalten und zur Bewässerung der Fassadenbegrünung und der Außenanlagen genutzt; die begrünte Südfassade wirkt als klimatische Pufferzone und trägt darüber hinaus zu Biodiversität, Luftfilterung und Lärmminderung bei. Im gesamten Gebäude bleibt der technische Einsatz bewusst auf das notwendige Maß begrenzt:​ Die Gebäudehülle übernimmt einen wesentlichen Teil der klimatischen Stabilisierung, die Lüftung dient bedarfsgerecht der Entfeuchtung, und die Depotbereiche werden außerhalb des Betriebs nahezu stromfrei geschaltet. In allen Ansätzen der Gebäudekonzeption steht eine robuste, dauerhafte und auf die sensible Nutzung des Kunstlagers abgestimmte Lösung im Vordergrund.

Schlagworte

Kunstdepot, Zentraldepot, Depotbau, Archivbau, Museumsdepot, Sammlungsdepot, Passivhaus, positive Energiebilanz, Stahlbetonskelettbau, Kalksandstein, Gründach, Photovoltaik, Fassadenbegrünung, Klimazonierung, konservatorische Anforderungen, Objektlogistik, Restaurierung, Darmstadt, Mathildenhöhe

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Passivhaus

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

18,90 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

25 %

 

Warmwasser

2 %

 

Beleuchtung

3 %

 

Lüftung

35 %

 

Kühlung inkl. Befeuchtung

35 %

Weitere Dokumente zum Objekt

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