Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


KulturSchuppen Sulzfeld

75056 Sulzfeld, Bahnhofstraße 6

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Architekturbüro W.M.Pfaus

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Architekturbüro W.M.Pfaus

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Bahnhofstraße 6, 75056 Sulzfeld, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

09.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Architekturbüro W.M.Pfaus

Amalienhof 1

75056 Sulzfeld

Deutschland

Tel. 01733196105

pfaus@pfaus-architekt.de

Generalbauunternehmen

Fa. Kayser-Kern

Karl-Fischer-Straße 14

75056 Sulzfeld

Deutschland

Bauleistung: Heizung, Klima, Lüftung

Fa. Heinzmann

Frauenbrunnerstraße 4

75031 Eppingen

Deutschland

Verwendete Produkte

ERLUS

Dachziegel-Formziegel

IDM-Energiesysteme

Heizungsanlagen

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

355 m²

 

Nutzfläche

305 m²

 

Grundstücksgröße

979 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

350.000 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

1.000.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

KulturSchuppen Sulzfeld
Projektbeschreibung
Der KulturSchuppen Sulzfeld ist die Transformation einer denkmalgeschützten ehemaligen Güterhalle in einen multifunktionalen Kulturort im ländlichen Raum. Das zwischen 1877 und 1879 im Eisenlohr-Stil errichtete Gebäude am Bahnhof Sulzfeld wurde im Zuge des Projekts umfassend saniert, behutsam erweitert und einer neuen öffentlichen Nutzung zugeführt.
Ausgangspunkt der Entwicklung war der Verlust bestehender Räumlichkeiten des Kulturkreises der Gemeinde Sulzfeld, dessen bisherige Flächen im ehemaligen Schulgebäude einer Kindergartenerweiterung weichen mussten. Parallel dazu bestand Bedarf seitens weiterer lokaler Initiativen nach geeigneten, witterungsunabhängigen Veranstaltungsorten.
In diesem Kontext formierte sich ein interdisziplinärer Nutzungsverbund aus dem Kulturkreis (Schwerpunkt Kunst), der WeinKult GbR (Schwerpunkt Weinkultur) sowie der Kulturschuppen Konzert gUG (Schwerpunkt Musik).
Mit der Auffindung der leerstehenden Güterhalle eröffnete sich die Möglichkeit, den Raumbedarf dieser drei Akteure räumlich und programmatisch zu bündeln. Ein privater Investor übernahm Erwerb und bauliche Umsetzung, einschließlich Sanierung und Erweiterung.
Das Projekt wurde durch Fördermittel (LEADER-Programm) unterstützt und nach erteilter Baugenehmigung im Zeitraum von November 2024 bis August 2025 realisiert.
Ziel der architektonischen Intervention war es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig flexible, zeitgemäße Räume für unterschiedliche kulturelle Nutzungen zu schaffen.
Heute fungiert der KulturSchuppen als offener Begegnungsort für Ausstellungen, Konzerte und Weinveranstaltungen und stärkt die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum nachhaltig.
Die Nutzung erfolgt gemeinschaftlich durch die beteiligten Initiativen und basiert vollständig auf ehrenamtlichem beziehungsweise gemeinnützigem Engagement.
Die offizielle Eröffnung fand am 11. September 2025 statt.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Das Projekt zeichnet sich durch die erfolgreiche Transformation eines vom Abbruch bedrohten, denkmalgeschützten Gebäudes in einen lebendigen kulturellen Treffpunkt im ländlichen Raum aus. Möglich wurde dies durch ein starkes privates Engagement, das den Erhalt und die neue Nutzung des Bauwerks initiiert und getragen hat.
Ein zentrales Merkmal der Maßnahme ist der respektvolle Umgang mit der historischen Bausubstanz. Diese konnte weitgehend ohne tiefgreifende Eingriffe bewahrt werden, sodass der ursprüngliche Charakter des Gebäudes erhalten blieb.
Gleichzeitig wurde die technische Infrastruktur umfassend modernisiert und an aktuelle Standards angepasst. Die Wärmeversorgung erfolgt nachhaltig über eine Luftwärmepumpe, was den ökologischen Anspruch des Projekts unterstreicht.
Besonders hervorzuheben ist zudem die gemeinnützige und ehrenamtliche Organisation aller Aktivitäten im Kulturschuppen. Das Projekt verbindet damit baulichen Denkmalschutz, nachhaltige Modernisierung und gesellschaftliches Engagement zu einem integrativen Gesamtkonzept.
 

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