Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
KulturSchuppen Sulzfeld
75056 Sulzfeld, Bahnhofstraße 6
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Architekturbüro W.M.Pfaus
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Bahnhofstraße 6, 75056 Sulzfeld, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
09.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Anzahl der Vollgeschosse
1-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
355 m²
Nutzfläche
305 m²
Grundstücksgröße
979 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
350.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
1.000.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Projektbeschreibung
Der KulturSchuppen Sulzfeld ist die Transformation einer denkmalgeschützten ehemaligen Güterhalle in einen multifunktionalen Kulturort im ländlichen Raum. Das zwischen 1877 und 1879 im Eisenlohr-Stil errichtete Gebäude am Bahnhof Sulzfeld wurde im Zuge des Projekts umfassend saniert, behutsam erweitert und einer neuen öffentlichen Nutzung zugeführt.
Ausgangspunkt der Entwicklung war der Verlust bestehender Räumlichkeiten des Kulturkreises der Gemeinde Sulzfeld, dessen bisherige Flächen im ehemaligen Schulgebäude einer Kindergartenerweiterung weichen mussten. Parallel dazu bestand Bedarf seitens weiterer lokaler Initiativen nach geeigneten, witterungsunabhängigen Veranstaltungsorten.
In diesem Kontext formierte sich ein interdisziplinärer Nutzungsverbund aus dem Kulturkreis (Schwerpunkt Kunst), der WeinKult GbR (Schwerpunkt Weinkultur) sowie der Kulturschuppen Konzert gUG (Schwerpunkt Musik).
Mit der Auffindung der leerstehenden Güterhalle eröffnete sich die Möglichkeit, den Raumbedarf dieser drei Akteure räumlich und programmatisch zu bündeln. Ein privater Investor übernahm Erwerb und bauliche Umsetzung, einschließlich Sanierung und Erweiterung.
Das Projekt wurde durch Fördermittel (LEADER-Programm) unterstützt und nach erteilter Baugenehmigung im Zeitraum von November 2024 bis August 2025 realisiert.
Ziel der architektonischen Intervention war es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig flexible, zeitgemäße Räume für unterschiedliche kulturelle Nutzungen zu schaffen.
Heute fungiert der KulturSchuppen als offener Begegnungsort für Ausstellungen, Konzerte und Weinveranstaltungen und stärkt die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum nachhaltig.
Die Nutzung erfolgt gemeinschaftlich durch die beteiligten Initiativen und basiert vollständig auf ehrenamtlichem beziehungsweise gemeinnützigem Engagement.
Die offizielle Eröffnung fand am 11. September 2025 statt.
Beschreibung der Besonderheiten
Ein zentrales Merkmal der Maßnahme ist der respektvolle Umgang mit der historischen Bausubstanz. Diese konnte weitgehend ohne tiefgreifende Eingriffe bewahrt werden, sodass der ursprüngliche Charakter des Gebäudes erhalten blieb.
Gleichzeitig wurde die technische Infrastruktur umfassend modernisiert und an aktuelle Standards angepasst. Die Wärmeversorgung erfolgt nachhaltig über eine Luftwärmepumpe, was den ökologischen Anspruch des Projekts unterstreicht.
Besonders hervorzuheben ist zudem die gemeinnützige und ehrenamtliche Organisation aller Aktivitäten im Kulturschuppen. Das Projekt verbindet damit baulichen Denkmalschutz, nachhaltige Modernisierung und gesellschaftliches Engagement zu einem integrativen Gesamtkonzept.
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