Architekturobjekt 19 von 14.441

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Korkhaus

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: büro für bauform

Straßenansicht bei Dämmerung - Korkhaus

© Markus Vogt

Straßenansicht - Korkhaus

© Markus Vogt

Detailansicht der Korkfassade mit Fensteranschluss - Korkhaus

© Markus Vogt

Zusammenwirken von Bestandshaus und Anbau - Korkhaus

© Markus Vogt

Verbindung von Bestand und Anbau im Innenraum - Korkhaus

© Markus Vogt

Treppenmöbel als kompakter Funktionskern - Korkhaus

© Markus Vogt

Integration des Bestandsfensters im Anbau - Korkhaus

© Markus Vogt

Galerie - Korkhaus

© Markus Vogt

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: büro für bauform

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

91074 Herzogenaurach, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Erweiterung

Fertigstellungstermin

09.2025

Nachhaltigkeit

KilmaKulturKompetenz

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

büro für bauform

Äußere Großweidenmühlstr. 9

90419 Nürnberg

Deutschland

Tel. +49 911 96649660

jl@bauform.net

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

RUPPRECHT HOLZBAU GmbH

Staufer Hauptstr. 17

92318 Neumarkt-Stauf

Deutschland

Bauleistung: Dachdeckung, Dachabdichtung

Schmidtkunz GmbH & Co.KG Spenglerei

Wetzlarer Str. 1

90427 Nürnberg

Deutschland

Tel. +49 911 305780

Bauleistung: Beton und Stahlbeton

Schwedenplatte

Heinersdorfer Str. 4-6

13086 Berlin

Deutschland

Bauleistung: Heizung, Klima, Lüftung

Hemmerling GmbH

Martinstr. 21

90411 Nürnberg

Deutschland

Verwendete Produkte

PREFA

Dachbedeckungen

Attika-Verkleidungen, Stefalz-Dachbekleidung

ZIRO Lothar Zipse e.K. Bodenbeläge aus Kork, Holz, Vinyl

Fassaden

Ziro Kork Sichtfassade

Die Schreinermeister LinNa GmbH

Innen-Ausstattungen

Innenausbau, Treppenverkleidung, Wandverkleidungen

Durach

Sonnenschutz

Innenliegender Sonnenschutz: Rollo "Blackout"

SIMONSWERK GmbH

Tür-Bänder

TECTUS: komplett verdeckt liegendes Bandsystem

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

132 m³

 

Bruttogrundfläche

25 m²

 

Verkehrsfläche

1 m²

 

Wohnfläche

21 m²

 

Grundstücksgröße

346 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

213.071 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

133.886 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Bauaufgabe bestand darin, ein bestehendes Einfamilienhaus mit markantem gefaltetem Dach und Cortenstahlfassade um zusätzliche Wohnfläche zu erweitern, ohne dessen prägende architektonische Wirkung zu beeinträchtigen. Ziel war es, einen eigenständigen Baukörper zu entwickeln, der den Bestand ergänzt und gleichzeitig die Qualität des Ensembles stärkt.

Der Neubau orientiert sich mit seiner Giebelseite zur Straße und greift dadurch Maßstab und Typologie der umliegenden Bebauung auf. Als kompakter Baukörper fügt er sich selbstverständlich in den Kontext ein und bleibt dennoch als zeitgenössische Ergänzung erkennbar. Die Fassadengestaltung aus braun-rötlichem Kork nimmt die Farbigkeit des Bestands auf und interpretiert diese mit einer natürlichen, warmen Materialität neu.

Im Inneren schafft ein offener Wohnraum mit Galerie ein großzügiges Raumgefühl auf kompakter Fläche. Die Grundrissorganisation folgt dem Prinzip der Reduktion:​ klare Raumfolgen, einfache Erschließungswege und gezielt gesetzte Blickbeziehungen sorgen für eine hohe räumliche Qualität. Eine Festverglasung verbindet Alt- und Neubau und macht gleichzeitig die Eigenständigkeit beider Baukörper ablesbar.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Besonderheit des Projekts liegt in der konsequenten Verbindung von nachhaltiger Materialwahl, konstruktiver Einfachheit und handwerklicher Umsetzung. Der Anbau wurde als leichte Holzständerkonstruktion mit sichtbarer Korkdämmung entwickelt. Kork dient dabei nicht nur als Dämmstoff, sondern auch als Fassadenmaterial und prägt den architektonischen Ausdruck des Gebäudes.
Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe, den diffusionsoffenen Wandaufbau und die kompakte Gebäudeform konnte ein ressourcenschonendes Gesamtkonzept realisiert werden. Die Haustechnik wurde platzsparend im Treppenkern integriert und reduziert den Flächenbedarf für Nebenräume.
Ein weiterer besonderer Aspekt ist der außergewöhnlich hohe Eigenleistungsanteil:​ Rund 95 % der Bauleitung und Ausführung wurden vom Bauherrn selbst übernommen. Das Projekt steht damit exemplarisch für die Verbindung von architektonischem Anspruch, nachhaltigem Bauen und persönlichem Engagement.

Nachhaltigkeit

Das Korkhaus verfolgt vor allem eine Suffizienz- und Konsistenzstrategie. Der kompakte Anbau nutzt die vorhandene Fläche effizient und reduziert durch eine einfache, auf das Wesentliche beschränkte Konstruktion den Materialeinsatz. Die Holzständerbauweise mit sichtbarer Korkdämmung basiert überwiegend auf nachwachsenden, langlebigen Materialien und ermöglicht einen diffusionsoffenen, ressourcenschonenden Wandaufbau.
Ergänzt wird dies durch Effizienzmaßnahmen wie den KfW-Effizienzhausstandard und eine Wärmepumpe. Die klare Konstruktion und die weitgehend sortenreine Materialwahl unterstützen zudem eine spätere Trennbarkeit und Wiederverwertung der Bauteile. Somit verbindet das Projekt Suffizienz, Effizienz und Konsistenz in einem ressourcenschonenden Gesamtkonzept.

Auszeichnungen

KlimaKulturKompetenz Architektouren2026

Frame Awards Silver

Schlagworte

Kork, Anbau, Ressourcenschonendes Bauen, Kontextuelles Bauen

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 55

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Strom

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

51,90 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

28,80 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

75 %

 

Warmwasser

15 %

 

Beleuchtung

5 %

 

Lüftung

5 %

Objektdetails

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