Architekturobjekte


Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

83471 Berchtesgaden, Rosenhofweg 4

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Schorr Architekten

Garderobe und Spielflur Kinderkrippe - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Baudenkmal mit neuem Dachstuhl nach historischem Vorbild - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Tennenauffahrten führen in den Kindergarten im Obergeschoß - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Waschraum im Kindergarten - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Massivholztreppe - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Garderobe im Kindergarten - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Mehrzweckraum mit Kletterwand - Kindertagesstätte im historischen Rosenhofstadel

© Daniel Breuer

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Schorr Architekten

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Rosenhofweg 4, 83471 Berchtesgaden, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

01.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Schorr Architekten

Am Weichselbaum 14

83377 Vachendorf

Deutschland

Tel. 017696829652

mail@schorrarchitekten.de

Verwendete Produkte

LEVITA LEHM

Putz und Deckenbeschwerung

Massivholz

Ausbau

Massivholz

Tragende Bauteile

Gebäudedaten

Bauweise

Holzskelettbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

2.843 m³

 

Bruttogrundfläche

1.676 m²

 

Nutzfläche

797 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Herausforderung in einen unter Denkmalschutz stehenden Stallstadel eine 4-gruppige Kindertagesstätte einzubauen, ist für uns Impuls, den Wert von Altem, scheinbar verbrauchtem oder aus der Zeit gefallenem für zukünftige Generationen wieder erlebbar zu machen und mit den Bedürfnissen für die neue Nutzung als Kindergarten eine zusätzliche Qualität hinzuzufügen. Der Rosenhof - ein Zwiehof bestehend aus einem Wohnhaus und einem Wirtschaftsgebäude - liegt an prägender Stelle am Ortsrand von Berchtesgaden. Seine überregionale Bedeutung als ehemaliges Pfannhaus, später fürstpröbstliche Meierei wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hervorgehoben. In die historischen Mauern des Rosenhofstadels wird ein Haus im Haus eingesetzt. Eine moderne, heutigen Standards entsprechende, dampfoffen konstruierte Hülle aus natürlichen Baustoffen - Holz und Lehm - welche die Ausstrahlung und historische Bedeutung des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes weiterträgt. Unter der neuen - wieder der historischen steilen Dachform mit Schopfwalm und Aufschiebling entsprechenden Dachkonstruktion findet das vielfältige Raumprogramm zweier Kindergarten-und zweier Kinderkrippengruppen Platz. In die Blecheindeckung wird auf der Südost Dachhälfte eine vollintegrierte Fläche aus Photovoltaik-Anlage mit kombinierten, flächenbündig eingebauten Dachfenstern ausgeführt. Verbindendes Element zwischen historischen und modernen Bauteilen ist die handwerkliche Qualität, die durch den Einsatz der gewählten Materialien und den Umgang mit diesen für Authentizität sorgt. 

Das hist. Natursteinmauerwerk bildet den hinterlüfteten Wettermantel für die gedämmte Holzkonstruktion. Es wurde mit eingeklebten Edelstahlankern auf der Deckenscheibe des eingestellten Holzbaus verschraubt. Die großzügig verglasten Giebel sind außen mit einem „Vorhang“ aus Lärchenlamellen versehen.

Es wurde Wert auf eine mögl. leimfreie, wenig verarbeitete, dampfoffene und wiederzerlegbare Konstruktion gelegt. Als Deckenbeschwerung kamen Lehmsteine zum Einsatz. Bewusst ist die Konstruktion ablesbar geblieben und z.B. die aussteifende Dach- und Wandschalung diagonal verlegt und sichtbar geklammert.

 

Beschreibung der Besonderheiten

Das hist. Natursteinmauerwerk bildet den hinterlüfteten Wettermantel für die gedämmte Holzkonstruktion. Es wurde mit eingeklebten Edelstahlankern auf der Deckenscheibe des eingestellten Holzbaus verschraubt. Die großzügig verglasten Giebel sind außen mit einem „Vorhang“ aus Lärchenlamellen versehen.

Es wurde Wert auf eine mögl. leimfreie, wenig verarbeitete, dampfoffene und wiederzerlegbare Konstruktion gelegt. Als Deckenbeschwerung kamen Lehmsteine zum Einsatz. Bewusst ist die Konstruktion ablesbar geblieben und z.B. die aussteifende Dach- und Wandschalung diagonal verlegt und sichtbar geklammert.

Das Haus-im-Haus-Konzept ermöglichte es eine sehr gute Wärmedämmung der Gebäudehülle nahezu nahtlos umzusetzen. So ist auf der Bodenplatte ein 40 cm dicker Bodenaufbau realisiert, in dem die Leitungen zwischen einer eingeblasenen Holzfaserdämmung verlaufen. Die Dämmung der Außenwände (28 cm Holzfaserdämmung) schließt direkt daran an und es sind 3-fach-Isolierglasfenster in der Dämmebene verbaut. Das Dach ist mit 32 cm Holzfaser-Einblasdämmung ausgeführt. Die Fensterflächen sind durch ihre tiefliegende Position in der Außenwand, bzw. durch vorgelagerte Lärchenlamellen weitgehend verschattet, sodass der solare Energieeintrag im Sommer reduziert wird. Die Außenwände und das Dach sind großzügig hinterlüftet ausgeführt, um auch hier dem sommerlichen Energieeintrag entgegenzuwirken. Insgesamt ca 70 cbm verbauter Lehm (Lehmplatten und -putz an den Innenwänden, Lehmsteine als Deckenbeschwerung) dient als Speichermasse und wirkt sich positiv und ausgleichend auf das Raumklima aus. Auf die Verwendung möglichst natürlicher, unbehandelter Materialien, die bereits in der Herstellung einen möglichst geringen Energieverbrauch haben, wurde Wert gelegt. Gleichzeitig wurde die Zerlegbarkeit und damit verbundene Wiederverwertbarkeit der Materialien berücksichtigt, sodass auch bei einer Änderung oder einem Abbruch der Energieeinsatz in Grenzen gehalten werden kann.

 

Nachhaltigkeit

Das Haus-im-Haus-Konzept ermöglichte es eine sehr gute Wärmedämmung der Gebäudehülle nahezu nahtlos umzusetzen. So ist auf der Bodenplatte ein 40 cm dicker Bodenaufbau realisiert, in dem die Leitungen zwischen einer eingeblasenen Holzfaserdämmung verlaufen. Die Dämmung der Außenwände (28 cm Holzfaserdämmung) schließt direkt daran an und es sind 3-fach-Isolierglasfenster in der Dämmebene verbaut. Das Dach ist mit 32 cm Holzfaser-Einblasdämmung ausgeführt. Die Fensterflächen sind durch ihre tiefliegende Position in der Außenwand, bzw. durch vorgelagerte Lärchenlamellen weitgehend verschattet, sodass der solare Energieeintrag im Sommer reduziert wird. Die Außenwände und das Dach sind großzügig hinterlüftet ausgeführt, um auch hier dem sommerlichen Energieeintrag entgegenzuwirken. Insgesamt ca 70 cbm verbauter Lehm (Lehmplatten und -putz an den Innenwänden, Lehmsteine als Deckenbeschwerung) dient als Speichermasse und wirkt sich positiv und ausgleichend auf das Raumklima aus. Auf die Verwendung möglichst natürlicher, unbehandelter Materialien, die bereits in der Herstellung einen möglichst geringen Energieverbrauch haben, wurde Wert gelegt. Gleichzeitig wurde die Zerlegbarkeit und damit verbundene Wiederverwertbarkeit der Materialien berücksichtigt, sodass auch bei einer Änderung oder einem Abbruch der Energieeinsatz in Grenzen gehalten werden kann.

 

Auszeichnungen

Architektouren 2026, KlimaKulturKompetenz Prädikat Energieeffizienz,

Anerkennung beim Oberbayerischer Denkmalpreis

Schlagworte

Holzbau, Lehm, Kindergarten, Kindertagesstätte, Denkmal, Haus im Haus, Berchtesgaden, Energieeffizient

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

 

Sekundärenergie

Sonstige Biomasse

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

12,60 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

73,80 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

2,90 kWh/(m²a)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Klassen

4

 

Anzahl Kinder

74

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