Architekturobjekte
K10 - Cluster Living ReUse
04229 Leipzig, Klingenstraße 10
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ASUNA atelier für strategische und nachhaltige architektur
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ASUNA atelier für strategische und nachhaltige architektur
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Klingenstraße 10, 04229 Leipzig, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
10.2023
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Nutzfläche
1.000 m²
Kosten
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
2.500.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Auf einer ehemaligen Brache in Leipzig‑Plagwitz entstand auf nur 485 m² ein kompakter Neubau, der sich präzise in die industriell‑gründerzeitliche Nachbarschaft einfügt. Die Fassade besteht vollständig aus wiederverwendeten Baustoffen und macht den zirkulären Ansatz des Projekts sichtbar nach außen: – Im Erdgeschoss bilden die Ziegel des alten Kellermauerwerks die neue Vormauerung der Fassade, ein direkter materieller Bezug zur Geschichte des Grundstücks. – In den Obergeschossen kommen gebrauchte Schalungshäute zum Einsatz, die bei Betonschalungsvermietern als Müll anfallen und üblicherweise auf der Deponie entsorgt werden. Ihre Stöße werden mit ebenfalls wiederverwendeten Dielen aus der Entkernung eines anderen Projekts abgedeckt, wodurch ein präzises, ruhiges Fassadenbild entsteht – komplett aus Sekundärmaterialien. – Die Kombination dieser Materialströme erzeugt eine robuste, reparaturfreundliche Gebäudehülle mit sichtbarer Patina und deutlich reduziertem Primärenergieeinsatz.
Ein bewusst einfaches Low‑Tech‑Energiekonzept mit Niedertemperatursystem, kompakter Bauweise und vorbereiteten PV‑Leitungen ergänzt den ressourcenschonenden Ansatz.
Die selbstverwaltete Baugemeinschaft entwickelte das Projekt in einem intensiven Beteiligungsprozess und sichert im Mietshäuser‑Syndikatsmodell dauerhaft bezahlbaren Wohnraum. Regionale Wertschöpfung, Eigenleistungen und die frühe Einbindung des Quartiers verankern das Haus sozial im Kiez.
Klinge 10 zeigt, wie Suffizienz, Resilienz und kreislaufgerechtes Bauen zusammenwirken: weniger Ressourcen, hohe soziale Tragfähigkeit und ein Gebäude, das über Generationen flexibel nutzbar bleibt.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Sekundärenergie
Fernwärme
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