Architekturobjekt 1 von 4.548

Architekturobjekte


K10 - Cluster Living ReUse

04229 Leipzig, Klingenstraße 10

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ASUNA atelier für strategische und nachhaltige architektur

Außenansicht - K10 - Cluster Living ReUse

© Peter Eichler / Leipzig

Innenraum Gemeinschaftsraum - K10 - Cluster Living ReUse

© Peter Eichler / Leipzig

Fassadenmaterial - K10 - Cluster Living ReUse

© Peter Eichler / Leipzig

Hofansicht - K10 - Cluster Living ReUse

© Peter Eichler / Leipzig

Rohbau - K10 - Cluster Living ReUse

© ASUNA

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ASUNA atelier für strategische und nachhaltige architektur

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Klingenstraße 10, 04229 Leipzig, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

10.2023

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauherr

KLINGE ZEHN GmbH

Klingenstraße 10

04229 Leipzig

Deutschland

Architekt/Planer

ASUNA atelier für strategische und nachhaltige architektur

Felsenkellerstr. 1

04177 Leipzig

Deutschland

Verwendete Produkte

Jeld-Wen

Innentüren

Innentüren

Pfennigbau GmbH

Dämm-Flocken

Einblasdämmung

Storaenso

Rohbaukonstruktion

Brettsperrholz Wand-und Deckenelemente

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Nutzfläche

1.000 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

2.500.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Cluster‑Modell bildet das Zentrum vom K10 Projekt:​ Es reduziert den individuellen Flächenbedarf auf rund 30 m² pro Person und schafft zugleich großzügige gemeinschaftliche Wohn‑ und Arbeitsbereiche. Die offene Holzskelettstruktur mit nur vier Stützen pro Geschoss ermöglicht wandelbare Grundrisse für unterschiedliche Lebensphasen, Wohnformen und Nutzungen – von geförderten Sozialwohnungen über gemeinschaftliches Wohnen bis hin zur Gewerbeunterlagerung.
Auf einer ehemaligen Brache in Leipzig‑Plagwitz entstand auf nur 485 m² ein kompakter Neubau, der sich präzise in die industriell‑gründerzeitliche Nachbarschaft einfügt. Die Fassade besteht vollständig aus wiederverwendeten Baustoffen und macht den zirkulären Ansatz des Projekts sichtbar nach außen:​ – Im Erdgeschoss bilden die Ziegel des alten Kellermauerwerks die neue Vormauerung der Fassade, ein direkter materieller Bezug zur Geschichte des Grundstücks. – In den Obergeschossen kommen gebrauchte Schalungshäute zum Einsatz, die bei Betonschalungsvermietern als Müll anfallen und üblicherweise auf der Deponie entsorgt werden. Ihre Stöße werden mit ebenfalls wiederverwendeten Dielen aus der Entkernung eines anderen Projekts abgedeckt, wodurch ein präzises, ruhiges Fassadenbild entsteht – komplett aus Sekundärmaterialien. – Die Kombination dieser Materialströme erzeugt eine robuste, reparaturfreundliche Gebäudehülle mit sichtbarer Patina und deutlich reduziertem Primärenergieeinsatz.
Ein bewusst einfaches Low‑Tech‑Energiekonzept mit Niedertemperatursystem, kompakter Bauweise und vorbereiteten PV‑Leitungen ergänzt den ressourcenschonenden Ansatz.
Die selbstverwaltete Baugemeinschaft entwickelte das Projekt in einem intensiven Beteiligungsprozess und sichert im Mietshäuser‑Syndikatsmodell dauerhaft bezahlbaren Wohnraum. Regionale Wertschöpfung, Eigenleistungen und die frühe Einbindung des Quartiers verankern das Haus sozial im Kiez.
Klinge 10 zeigt, wie Suffizienz, Resilienz und kreislaufgerechtes Bauen zusammenwirken:​ weniger Ressourcen, hohe soziale Tragfähigkeit und ein Gebäude, das über Generationen flexibel nutzbar bleibt.

Schlagworte

Recyclingfassade, Clusterwohnen

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 55

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

 

Sekundärenergie

Fernwärme

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