Jugend- und Familienzentrum mit Hort, Offenbach-Lauterborn
63069 Offenbach am Main, Johann-Strauß-Weg 27
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: raum z architekten GmbH
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Johann-Strauß-Weg 27, 63069 Offenbach am Main, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
10.2024
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
9.360 m³
Bruttogrundfläche
2.300 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Der Entwurf reagiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzergruppen mit einer klar strukturierten Gebäudekonzeption. Zwei Baukörper werden über eine gemeinsame Erschließungsfuge verbunden, die als zentraler Eingang und gemeinschaftliche Mitte des Hauses ausgebildet ist. Hier treffen die verschiedenen Nutzergruppen aufeinander; zugleich entsteht ein Ort der Begegnung und des Übergangs zwischen den unterschiedlichen Nutzungen.
Die beiden Baukörper organisieren sich jeweils um einen eigenen Innenhof. Diese Höfe bringen Tageslicht und Luft in die tiefen Grundrisse. Es entstehen räumliche Sequenzen aus Innenräumen, Höfen und Erschließungsbereichen mit vielfältigen Blickbeziehungen und Aufenthaltsqualitäten. Die Erschließungszonen werden so zu lebendigen Schwellenräumen, die Begegnung und informelle Nutzung ermöglichen.
Das Gebäude vereint eine große Bandbreite an Funktionen: Gruppenräume für den Hort, offene Treffpunkte für Jugendliche, multifunktionale Räume für Veranstaltungen und Beratungsangebote sowie ergänzende Nutzungen wie eine Fahrradwerkstatt. Diese programmatische Vielfalt macht das Haus zu einem wichtigen sozialen Ort im Stadtteil und stärkt die Infrastruktur des Quartiers.
Besonderes Augenmerk galt der robusten und langlebigen Materialwahl. Die Fassaden wurden mit einem Wasserstrichziegel ausgeführt, der dem Gebäude eine ruhige, wertige Erscheinung verleiht und zugleich den Anforderungen eines intensiv genutzten öffentlichen Hauses gerecht wird. Im Inneren prägen helle Holzoberflächen, großzügige Fensterflächen und klar gegliederte Räume eine freundliche und langlebige Atmosphäre.
Der Entstehungsprozess war durch einen intensiven Austausch mit den zukünftigen Nutzern geprägt. In Workshops mit Jugendlichen wurden unter anderem Farb- und Materialentscheidungen diskutiert und gemeinsam entwickelt. So konnte ein Gebäude entstehen, das von Beginn an von seinen Nutzern angenommen wird.
Trotz des begrenzten Baufelds gelang es, den prägenden Baumbestand auf dem Grundstück zu erhalten und das Gebäude selbstverständlich in die bestehende Grünstruktur einzubetten. Die Freianlagen greifen die unterschiedlichen Nutzungen des Hauses auf und bieten vielfältige Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsräume für verschiedene Altersgruppen.
So entstand ein offenes und robustes Haus für das Quartier, das unterschiedliche Generationen zusammenführt und als sozialer, räumlicher und programmatischer Vermittlungsort im Stadtteil wirkt.
Objektdetails
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