Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

01307 Dresden, Lili-Elbe-Straße 7

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTUREN BDA

Innenhof / ehem. Fabrikhalle - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

© @luxxart_pictures

Innenhof / ehem. Fabrikhalle - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

© @luxxart_pictures

Tischtennisplatte im Innenhof - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

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Außenansicht - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

© @luxxart_pictures

Wandoberflächen / Zeitschichten - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

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Der Innenhof von der Dachterrasse aus gesehen - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

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Der zweite Innenhof dient als zweiter Rettungsweg - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

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Im Treppenhaus sind die Oberflächen unverputzt - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

© @luxxart_pictures

Übergang von ursprünglichem Sockelgeschoss zur Aufstockung - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

© @luxxart_pictures

Zustand vor dem Umbau - Integratives Familienzentrum des DKSB e. V.

© ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTUREN

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTUREN BDA

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Lili-Elbe-Straße 7, 01307 Dresden, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Umbau

Fertigstellungstermin

07.2023

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTUREN BDA

Königsbrücker Str. 37

01099 Dresden

Deutschland

Tel. +49 351 21045540

kontakt@alexanderpoetzsch.de

Bauherr

DKSB e. V. Ortsverband Dresden

Lili-Elbe-Str. 7

01307 Dresden

Deutschland

Tel. +49 351 4569331

a.blume@dksb-dresden.de

Architekturfotografie

Johann Husser

Kamenzer Straße 40

01099 Dresden

Deutschland

info@johannhusser.de

Projektsteuerung, Objektüberwachung

Ingenieurbüro Ulrich Röder GmbH

Loschwitzer Str. 31

01309 Dresden

Deutschland

Tel. +49 351 807150

info@ib-roeder.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Petschow + Thiel GmbH

An der Frauenkirche 12

01067 Dresden

Deutschland

Architektur: Landschaftsarchitekt

hase landschaftsarchitektur

Königsbrücker Str. 57

01099 Dresden

Deutschland

Tel. +49 351 26308930

kontakt@la-hase.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

ICL Ingenieur Consult GmbH Berlin

Schnellerstr. 141

12439 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 63222649-10

office_b@icl-ing.com

Fachplanung: Bauphysik

Graner Ingenieure GmbH

Springerstraße 11

04105 Leipzig

Deutschland

Tel. +49 341 989703-00

buero@graner-leipzig.de

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Tragwerkskonstruktion

Sonstige

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

6.595 m³

 

Bruttogrundfläche

1.928 m²

 

Nutzfläche

1.457 m²

 

Grundstücksgröße

1.494 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

4.433.904 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die ehemalige Fabrik in der Dresdner Johannstadt hat eine lange Geschichte und schon viele Funktionen erfüllt. Ab 1921 wurde hier von der Firma Bruno Clauß Schokolade und Marzipan produziert sowie Kaffee geröstet. Ab den 1950er-Jahren wurde die Fabrik von dem VEB Karosseriewerk und dem anliegenden Plattenwerk zur Herstellung von Autoteilen und dem Gießen von Betonplatten für Plattenbauten genutzt.
Seit den 1990er-Jahren befinden sich in einem Teil des Gebäudes Ateliers, Proberäume und ein Tonstudio. Der andere Teil wurde von 1999-2000 vom Deutschen Kinderschutzbund e. V. als Jugendklub genutzt und stand anschließend leer. Nach einem Umbau ist im Juli 2023 das Integrative Familienzentrum des Deutschen Kinderschutzbund e. V. Ortsverband Dresden eingezogen. Im Gebäude befinden sich jetzt eine Beratungsstelle, Verwaltungs- und Konferenzräume, eine therapeutische Wohngemeinschaft, ein Jugendklub, Werkstatt und eine kleine Bibliothek. An der Fassade befinden sich Nistkästen für Vögel und Fledermäuse.
Die Gestaltung des Gebäudes zeigt die verschiedenen Zeitschichten und Nutzungen. Vorgefundene Strukturen wurden so weit wie möglich erhalten, punktuell erweitert und aufgestockt. Die Fabrikhalle ist von ihrem baufälligen Dach befreit worden und bildet jetzt einen Innenhof unter freiem Himmel. Der Schornstein ist als charakteristisches Merkmal des Areals erhalten geblieben.
Das alte Mauerwerk und die neuen Baustoffe sind an vielen Stellen unverputzt oder geschlämmt, damit man die alten Gebäudeteile von den neuen unterscheiden kann. Durch diese Art des Umbaus bleibt der Prozess des Wandels sichtbar und nachvollziehbar. Die neuen Nutzerinnen und Nutzer des Gebäudes können dadurch viel über die Geschichte des Gebäudes und über Architektur lernen.
Durch den Erhalt von einzelnen Gebäudeteilen, Mauerwerk und Fundamenten konnte ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen bei der Sanierung und Erweiterung dieses Gebäudes sowie kosteneffizientes Bauen gewährleistet werden.
Als Begegnungsort für die Menschen des Stadtteils, als geschützter Raum für Kinder und Jugendliche sowie deren Familien und als Wirkungsstätte des Kinderschutzbundes kann die Geschichte des Gebäudes nun weitergeschrieben werden.

Beschreibung der Besonderheiten

Besonderheiten des Gebäudes sind die Kombination aus der sanierten und umgebauten ehemaligen Fabrik aus der Gründerzeit in Kombination mit einer Aufstockung und Erweiterung durch eine Holzständerkonstruktion. Originale Elemente wie das ehemalige Fabriktor wurden ausgebaut, aufgearbeitet und wieder eingebaut. Der Schornstein der Fabrik wurde als charakteristisches Merkmal erhalten. Die für den Stellplatznachweis notwendigen Parkplätze dienen gleichzeitig als Basketballplatz, wenn dort keine Autos stehen. Die ehemalige Fabrikhalle wurde von ihrem baufälligen Dach befreit und die Außenwände bilden jetzt einen sicheren und gut zu betreuenden Innenhof. Der Innenhof des Gebäudes samt spielerischer Anlagen ist für Kinder und Jugendliche der Nachbarschaft tagsüber öffentlich zugäglich.

Nachhaltigkeit

Die Maxime für das Energie- und Materialkonzept war der größtmögliche Erhalt der vorgefundenen Bausubstanz sowie der kleinstmögliche Eingriff zur Herstellung der Nutzungsanforderungen. Am Bestand wurde eine Außendämmung oder ein Wärmedämmputz aufgebracht. Das ganze Gebäude wird durch Fensterlüftung belüftet. Auf dem begrünten Flachdach wird zukünftig eine Photovoltaik-Anlage installiert. Außerdem wird eine DGNB-Zertifizierung angestrebt. Aufgrund des geringen Budgets war es nicht möglich das Bestandsgebäude hinreichend für eine Klimaneutralität auszubauen. Durch den Erhalt der Bausubstanz des Bestands mussten deutlich weniger Ressourcen aufgewendet werden, als durch einen Neubau. Beim Umbau wurde auf Low-Tech geachtet, d.h. es wurde bestandsnah gebaut und so wenig Technik wie möglich verbaut. Bei der Materialwahl wurde auf Langlebigkeit und ressourcensparende Materialien geachtet.

Auszeichnungen

Bundespreis UMWELT & BAUEN 2025

Erlweinpreis 2024 der Landeshauptstadt Dresden

Deutscher Architekturpreis 2025

Schlagworte

Bauen im Bestand, Umbau, Sanierung, Bestandserhalt, Industrie

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

92,00 kWh/(m²a)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

7

 

Anzahl Betten

15

 

Anzahl Kinder

13

 

Anzahl Wohneinheiten

3

Das Objekt im Internet

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