Architekturobjekt 1 von 13.940

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Haus im Stadel

4751 Dorf a. d. Pram, Thalling 3, Österreich

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Wolf Architektur ZT GmbH

Stadel Innen - Haus im Stadel

© Noah Santer

Luftbild - Haus im Stadel

© Noah Santer

Ansicht West - Haus im Stadel

© Noah Santer

Zufahrt - Haus im Stadel

© Noah Santer

Eingang - Haus im Stadel

© Noah Santer

Ansicht Südwest - Haus im Stadel

© Noah Santer

Hof - Haus im Stadel

© Noah Santer

Hof Essbereich - Haus im Stadel

© Noah Santer

Essbereich EG - Haus im Stadel

© Noah Santer

Wohnbereich EG - Haus im Stadel

© Noah Santer

Gang OG - Haus im Stadel

© Noah Santer

Zimmer Durchblick OG - Haus im Stadel

© Noah Santer

Innenhof - Haus im Stadel

© Noah Santer

Stadel Innen Bestand - Haus im Stadel

© Wolf Architektur ZT GmbH

Strukturmodell - Haus im Stadel

© Noah Santer

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Wolf Architektur ZT GmbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Thalling 3, 4751 Dorf a. d. Pram, Österreich

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Umbau

Fertigstellungstermin

08.2023

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Wolf Architektur ZT GmbH

Tolleterau 53

4710 St. Georgen

Österreich

buero@wolfarchitektur.com

Fachplanung: Tragwerksplanung

ZTW

Marktplatz 2

4910 Ried im Innkreis

Österreich

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

Duswald Bau GmbH

Schulstraße 7

4720 Neumarkt i.H.

Österreich

Bauleistung: Hochbau

Ornetsmüller

Bahnhofstraße 59

4752 Riedau

Österreich

Bauleistung: Estrich, Bodenbeschichtungen

Wohnbeton

Heiligenkreuzerstraße 6

4563 Micheldorf

Österreich

Bauleistung: Tischler

Hofwimmer

Grünbachstraße 8

4672 Bachmanning

Österreich

Bauleistung: Verglasung, Fensterbau

Hamedinger

Kopfingerdorfer Str. 74

4794 Kopfing im Innkreis

Österreich

Bauleistung: Heizung, Klima, Lüftung

Pöttinger Installations GmbH

Roßmarkt 23

4710 Grieskirchen

Österreich

Architekturfotografie

Noah Santer

. .

8057 Zürich

Schweiz

Bauleistung: Ausbau

Ameshofer

Kastlingeredt 1

4722 Peuerbach

Österreich

Verwendete Produkte

VOLA

Handtuchwärmer

T39El

Ameshofer/Innenausbauer

Boden und Wandbelag OG

Weißtannentäfer aus Vorarlberg

Dornbracht

Sanitärarmaturen

Tara

FritsJurgens

Schiebetürbeschlag

Pivot M+

GLUTZ Deutschland

Beschläge

Brienz

Hamedinger

Holzfenster

Eco-80/innen flächenbündig

Hofwimmer

Möbel

Vollholzmöbel mit Tischlerplatten geölt

Klostermann

Innetüren

Vollholztüren

MDF Italia

Möbel

Tense

Schabetsberger

Holz-Schiebeläden

Verzinkte Stahlkonstruktion mit Holzschalung

VIABIZZUNO srl

Decken-Beleuchtung

Lenticcia

Wohnbeton

Bodenbelag EG

Sichtbetonboden WB_10

Zimmerei Duswald Bau

Holzfassaden

Lärchenfassade sägerauh

Gebäudedaten

Bauweise

Holzbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

870 m³

 

Bruttogrundfläche

280 m²

 

Nutzfläche

230 m²

 

Verkehrsfläche

20 m²

 

Wohnfläche

170 m²

 

Grundstücksgröße

40.100 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

320.000 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

760.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Der Ort ist landschaftlich und von alten Gehöftbeständen geprägt.
Ein offener Vierseithof, welcher im Laufe der Zeit durch Zu- und Verbindungsbauten ergänzt wurde, war die Ausgangslage. Es galt ein Konzept zu entwickeln, welches den alten Bestandshof bereinigt, zum offenen Vierseithof rückgebaut wird und eine Wohnmöglichkeit für die junge Generation anbietet.
Die Reparatur, das Bereinigen und das behutsame Umbauen waren die Prämissen.
Wir sind Bewunderer der sparsamen und funktionalen Qualität von alten Bauernhöfen. Wie kann man eine zeitgemäße Nachnutzung für Wohnzwecke in dieser landschaftsverträglichen Typologie erzielen? Das große Potential findet sich allein schon in der Dimension der Nutzgebäude und in ihrer Vielfältigkeit der Struktur der jeweiligen Nutzung, wie Lagern, Tierstallungen und Wohnen. Alles findet in einem Gehöft statt.
Klare Baukörper fügen sich nun um einen gemeinschaftlichen Hof und bilden ein stimmiges Ensemble. Eine Reduktion der versiegelten Fläche des Bestandes wurde erreicht und drei Generationen wohnen wieder gemeinsam am Hof.
Der südlich gelegene Holzstadel des Hofes wurde entkernt und von der Stallerweiterung rückgebaut. Der Holzwurm bohrte im Lauf der Zeit im Gebälk und die Tragsicherheit war nicht mehr gewährleistet. Wo es erforderlich war, wurde die Konstruktion erneuert. In dieser Struktur wurde ein Holzbau für Wohnzwecke eingefügt. Das Konzept respektiert den Bestand, richtet sich nach Stützen und Gebälk und ist geprägt von deren Rhythmus – eine offene Raumabfolge im Erdgeschoß, symmetrisch eingeschrieben in den Stadel – dazwischen entstehen geborgene Außenräume, die eine vielfältige Nutzung anbieten. Schiebetore können diese gefassten Bereiche vor Wind und Wetter schützen, aber auch bei heißen Sonnentagen den angrenzenden Innenraum beschatten. Im Obergeschoß sind die Privaträume untergebracht, räumlich abgestuft und rückversetzt in das Dachvolumen eingeschrieben. Blickbeziehung ins Dachgebälk und - wo erforderlich - in die Landschaft, verorten die Räume. Mittels transparenter Dachziegel wird punktuell Tageslicht in die Scheune eingebracht und über Dachflächenfenster ins Haus weiter geleitet.
Der Holzbau ist mit einfachem Schnittholz und sägerauer Diagonalschalung konstruiert. Die Bauökologie war für die Konstruktion und den Ausbau oberste Prämisse. Alle Wände wurden mit feinjährigem Tannenholz ausgetäfert. Die reduzierte, aber sehr sorgfältige handwerkliche Ausstattung der Räume, bekundet mit ihrer gediegenen Einrichtung den hohen zeitlosen Gestaltungsanspruch.
Ganz selbstverständlich und unaufgeregt steht die Scheune nun da – ein Ensemble am Hof und zur Nachbarschaft – in ländlicher Umgebung.

Beschreibung der Besonderheiten

Wir sind Bewunderer der sparsamen und funktionalen Qualität von alten Bauernhöfen. Wie kann man eine zeitgemäße Nachnutzung für Wohnzwecke in dieser landschaftsverträglichen Typologie erzielen? Das große Potential findet sich allein schon in der Dimension der Nutzgebäude und in ihrer Vielfältigkeit der Struktur der jeweiligen Nutzung, wie Lagern, Tierstallungen und Wohnen. Alles findet in einem Gehöft statt.
Klare Baukörper fügen sich nun um einen gemeinschaftlichen Hof und bilden ein stimmiges Ensemble. Eine Reduktion der versiegelten Fläche des Bestandes wurde erreicht und drei Generationen wohnen wieder gemeinsam am Hof.
Ganz selbstverständlich und unaufgeregt steht die Scheune nun da – ein Ensemble am Hof und zur Nachbarschaft – in ländlicher Umgebung.

Das Konzept respektiert den Bestand, richtet sich nach Stützen und Gebälk und ist geprägt von deren Rhythmus – eine offene Raumabfolge im Erdgeschoß, symmetrisch eingeschrieben in den Stadel – dazwischen entstehen geborgene Außenräume, die eine vielfältige Nutzung anbieten. Schiebetore können diese gefassten Bereiche vor Wind und Wetter schützen, aber auch bei heißen Sonnentagen den angrenzenden Innenraum beschatten. Im Obergeschoß sind die Privaträume untergebracht, räumlich abgestuft und rückversetzt in das Dachvolumen eingeschrieben. Blickbeziehung ins Dachgebälk und - wo erforderlich - in die Landschaft, verorten die Räume. Mittels transparenter Dachziegel wird punktuell Tageslicht in die Scheune eingebracht und über Dachflächenfenster ins Haus weiter geleitet.

 

Nachhaltigkeit

Der Holzbau ist mit einfachem Schnittholz und sägerauer Diagonalschalung konstruiert. Die Bauökologie war für die Konstruktion und den Ausbau oberste Prämisse. Alle Wände wurden mit feinjährigem Tannenholz ausgetäfert. Die reduzierte, aber sehr sorgfältige handwerkliche Ausstattung der Räume, bekundet mit ihrer gediegenen Einrichtung den hohen zeitlosen Gestaltungsanspruch.

Der südlich gelegene Holzstadel des Hofes wurde entkernt und von der Stallerweiterung rückgebaut. Der Holzwurm bohrte im Lauf der Zeit im Gebälk und die Tragsicherheit war nicht mehr gewährleistet. Wo es erforderlich war, wurde die Konstruktion erneuert. In dieser Struktur wurde ein Holzbau für Wohnzwecke eingefügt. Durch die Adaptierung des ältesten Gebäudeteils, dem ursprünglichen Stall, konnte hier die Heizzentrale für das alten Wohnhaus der Altbauern und der neue Teil in der alten Scheune für die junge Generation als gemeinsame Heizanlage mit Hackgut aus dem eigenem Wald umgesetzt werden.

Auszeichnungen

2024 Häuser des Jahres Anerkennung

2025 OÖ Holzbaupreis Auszeichnung

2025 ICOMOS Austria | Best Practice Award Besondere Anerkennung

Schlagworte

Umbau, Holz, Historischer Kontext, Umnutzung, Transformation, zurückhaltende Ästhetik, klare Struktur

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Niedrigenergiehaus

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Sonstige Biomasse

Sonstige Heizenergie

 

Sekundärenergie

Holz

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

130,90 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

88,60 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

13,90 kWh/(m²a)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

1

 

Anzahl Kinder

2

Das Objekt im Internet

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