Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

13353 Berlin, Luxemburger Straße 9

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Berliner Hochschule für Technik, FB IV Architektur, Johanna Decker

Werkstatt - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Eingang Leopoldplatz - Außen - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Eingang Leopoldplatz - Innen - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Schaufenster - Außen - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Schaufenster - Innen - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Semesterstudio - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Werkhof Fassade - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Eingang Campus - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Eingang Campus und Hof Mensa - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Werkstatt und Werkhof - Haus Bauwesen - Neue Architekturschule

© Decker, Ludwig, Rolle

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Berliner Hochschule für Technik, FB IV Architektur, Johanna Decker

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Luxemburger Straße 9, 13353 Berlin, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

06.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahl

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

HAUS BAUWESEN - NEUE ARCHITEKTURSCHULE
Zwei Betrachtungsweisen sind zentral für die Transformation von Haus Bauwesen:​
Das Haus als öffentlicher Raum und städtebaulicher Akteur zum einen und als vielseitige Struktur für eine progressive Architekturlehre zum anderen.

Ungenutzte Raumpotenziale, eine willkürlich erscheinende Anordnung von Funktionsbereichen und fehlende Möglichkeiten der Aneignung für die Studierenden erschweren die bisherige Lehre.
Anonymität, schwierige Orientierung und dunkle, tiefe Räume prägen gleichzeitig das Bild der öffentlicheren Bereiche des Hauses.

Um die Rolle des Hauses als öffentlicher Akteur zu stärken, entstehen zwei neue Eingangsbauten an den jeweiligen Enden der internen Straße.
Durch das Aufwerten und Aktivieren vorhandener Raumstrukturen entlang dieser Straße erhält die Erdgeschossebene des Gebäudes einen öffentlicheren Charakter und eine klare Zirkulation zwischen verschiedenen Nutzungen.

Im Rahmen dieser Umstrukturierung wird das bisherige Baustofflager als dauerhafter, vielseitig nutzbarer Ausstellungsraum "Schaufenster" in eine öffentlichkeitswirksame Nutzung überführt.

Die innere Organisation der weniger öffentlichen Bereiche leitet sich aus der Lehre der Fachbereiche III und IV ab, gleichzeitig orientieren sich hochschulöffentliche Nutzungen wie Bibliothek, Verwaltung und Mensa zur Campusseite und dem dort neu entstehenden Innenhof.


Die großzügige Werkstattebene bietet den Studierenden neue Möglichkeiten in der Architekturlehre:​ Hier können neue Baumaterialien erforscht werden, Prototypen umgesetzt werden und Modellbau mit verschiedenen Werkstoffen und dafür vorgesehenen Werkbereichen realisiert werden. Die Recyclingwerkstatt bietet die notwendigen Ressourcen Materialien sortenrein wiederverwenden zu können um so einen nachhaltigeren Modellbau zu erforschen.

Das über der Werkstattebene liegende Geschoss beherbergt die Räumlichkeiten der einzelnen Architekturlabore und der Lehrenden. So wird die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden vereinfacht.

In den darüber liegenden Geschossen sind Seminarräume angeordnet, die von allen im Haus ansässigen Studiengängen genutzt werden können. An diese Bereiche angeschlossen entstehen die "Semesterstudios". Ein neu eingeführter Baustein der Architekturlehre, welche aus großen Arbeitsräumen bestehen, die sich die jeweiligen Studierenden des Semesters aneignen können.

In Folge der Transformation wird die Durchlässigkeit des Hauses sowohl im städtischen Raum als auch im Inneren gestärkt. Offener Austausch und Kommunikation werden gefördert. Ein erweitertes Raumangebot verschiebt den Fokus der Architekturlehre und macht das Haus Bauwesen zu einem Ort gemeinsamen Experimentierens und Forschens.

 

Beschreibung der Besonderheiten

Städtebauliche Haltung
Der Baukörper mit den Dimensionen eines Gründerzeitblocks vermittelt zwischen Leopoldplatz und dem Campuszentrum. Maßnahmen zur Weiterentwicklung dieser Großstruktur entstehen aus einem Dialog zwischen städtebaulicher und innerer Ordnung.

Gebäudeorganisation Bestand / Entwurf
Neue Eingangsbauten bilden Schnittstellen mit dem öffentlichen Raum und ziehen ihn durch die innere Straße in das Haus Bauwesen. Entlang dieser wird im Gebäudeinneren Öffentlichkeit durch semester- und fachbereichübergreifende Nutzungen erzeugt.

Interne Straße, Arbeitsräume und Werkstätten
Durch die Deckendurchbrüche zum Untergeschoss entsteht ein neuer räumlicher Bezug zwischen der internen Straße, den Arbeitsbereichen und dem Werkhof. Die bisher fehlende, innere Transparenz verändert die Atmosphäre im Haus grundlegend.

Semesterstudios
Die Semesterstudios bieten Studierenden flexible Arbeitsräume, die sie je nach Entwurfssemester individuell gestalten können. Ergänzend steht jedem Studio ein Seminarraum zur Verfügung, der die Entwurfsarbeit um gemeinsame Lehr- und Diskussionsformate erweitert.

Schaufenster
Durch Umnutzung des Baustofflagers wird ein dauerhaft nutzbarer Ausstellungsraum geschaffen, der eine Schnittstelle zum Stadtraum bildet. Sowohl hochschulinternen Inhalten als auch externen Projekten wird so eine weithin sichtbare Plattform gegeben.

Eingang Leopoldplatz
Die Erweiterungsbauten sprechen die konstruktive Sprache des Bestands. Materialitäten und deren Wirkungen lassen Bezüge zu bestehenden Bauteilen erkennen. Konstruktions- und Fassadenraster werden aufgenommen.

Eingang Campus
Der Campus-Eingang bildet eine räumliche Schnittstelle zwischen Foyer, Mensa und Außenraum. Die entstehende Falt-Glasfassade formuliert eine räumliche Durchlässigkeit zum neuen Hof, der durch das Eingangsgebäude zu einem gefassten Aufenthaltsraum wird.

Fassade 
Mit Ausnahme des Untergeschosses bleibt die bestehende Fassade erhalten. Im Untergeschoss wird das Vorhandenes in Raster und Materialität aufgegriffen und in eine neue, durchlässigere Pfosten-Riegel-Fassade überführt, die sich durch Falttore zum Werkhof öffnet.
Die Verbindung zwischen Werkhalle und Außenraum ist fließend:​ Bei gutem Wetter entstehenso im Werkhof zusätzliche Arbeits- und Aufenthaltsflächen, die aufgrund ihrer Größe und Verbindungen neue Möglichkeiten innerhalb der Architekturlehre schaffen.

Werkhalle
Die zwei hohen Werkhallen können als "Herzstück" in der Architekturlehre immer neue Rollen einnehmen:​ Sie sind mit den Werkstätten, dem Werkhof, den darüber liegenden Arbeitsräumen und der internen Straße verbunden und sind durch ihre Schaltbarkeit flexibel nutzbar.
Um räumliche Qualitäten des Bestands sichtbar zu machen und flexiblere Nutzungen einzuführen, werden die Räume von überflüssigen Verkleidungen befreit. Neue Treppen und Brüstungen werden in dem für das Haus Bauwesen charakteristischen Grünton RAL 6018 ausgeführt.

Nachhaltigkeit

Der Entwurf sieht eine Umdeutung und Neuorganisation des Bestands vor. Mit einem geringen Ressourceneinsatz kann so der Bestand effizienter und umfassender genutzt werden und das volle Raumpotenzial des Gebäudes ausgeschöpft werden.
Bei den Erweiterungsbauten, die die neuen Eingägen des Gebäudes darstellen werden rückgebaute Bauteile weiderverwendet, die bei den Deckendurchbrüchen der Arbeits- und Werkräume entstehen.
Die Recyclingwerkstatt stellt einen neuen Baustein in der Architekturlehre dar und bietet die notwendigen Ressourcen Materialien sortenrein wiederverwenden zu können um so einen nachhaltigeren Modellbau zu erforschen. Dies soll das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Materialwiederverwendung in der Architekturlehre stärken. 

Schlagworte

Hochschule, Architekturlehre, Studium, Werkstatt, Bestand, Umbau, Weiterbauen

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