Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
GS12
90762 Fürth, Gebhardtstraße 16
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hausblau
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Gebhardtstraße 16, 90762 Fürth, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
04.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
5.418 m²
Nutzfläche
5.023 m²
Grundstücksgröße
3.329 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Aufgrund der vielen zu schaffenden Arbeitsplätze musste ein großer Anteil der Büros auf der Südseite realisiert werden. Eine Außenverschattung war daher unumgänglich. Die eigens entwickelte Photovoltaikverschattung sorgt für eine angenehme Beschattung der Räume und erzeugt gleichzeitig Energie mit einer Leistung von ca. 180 kWp, zusätzlich zu der PV auf dem Flachdach mit 150 kWp. Die Entlastung der benötigten Innenkühlung liegt bei ca. 2 kW/lfdm. Fensterfläche, was insgesamt eine Einsparung von ca. 300 kW bedeutet.
Die wärmetechnische Versorgung erfolgt über 34 Erdbohrungen, die über zwei Wärmepumpen das gesamte Gebäude autark versorgen. Im Untergeschoss ist die Tiefgarage untergebracht, die aufgrund der geringfügigen Erhöhung des Erdgeschossniveaus um ca. 70 cm über eine natürliche Durchlüftung verfügt. Dies verursacht keine zusätzlichen Dauerkosten und unterstützt den Energiehaushalt positiv. Letztendlich landen wir bei einem energetischen Deckungsgrad von 85,9%.
Beschreibung der Besonderheiten
Die Gebäudeverschattung hat einen Einfluss auf die am Arbeitsplatz erbrachten Leistungen und erlangt gerade in Zeiten der Klimaveränderung eine zunehmende Bedeutung. Im neuen Bürokomplex in der Gebhardtstraße 16 kommt daher eine Neuentwicklung zum Einsatz: Die eigens entwickelte Photovoltaik-Verschattung sorgt für eine angenehme Raumverschattung und erzeugt gleichzeitig Energie.
Die vertikal laufenden Lamellen werden dabei durch ein Schneckengetriebe bewegt und richten sich im Betriebsmodus „Energieoptimierung“ automatisch nach dem Sonnenstand aus. Alternativ kann die Positionierung per Handsteuerung erfolgen. Weitere Betriebsarten sind die Modi „Ambiente“ (Einbringen von Sonnenlicht durch Spiegelwirkung), „Maximaler Durchblick“ (90°-Stellung) und „Gebäudeisolation“ (Querstellen der Lamellen bei Nichtbelegung).
2. Klimadecke
Die von der IBA AG entwickelte Klimadecke kommt erstmals im Neubau GS12 zum Einsatz und vereint Heizen, Kühlen, Lüften, Beleuchtung, Akustik und Design in einem System. Über Deckenstrahlplatten wird zugfrei temperiert, während integrierte LED-Profile dimmbares Licht (2700 bis 6000 K) spenden. Eine elegante Textil- oder Metallbespannung sorgt für eine ansprechende Optik, Akustikplatten verbessern die Schalldämmung und verhindern Strömungsgeräusche. Die vormontierten Elemente bestehen aus Strahlplatten mit Kupferrohren, Verbindungsschläuchen und individuellen Lampenprofilen. Mit einer Heiz- und Kühlleistung von 90 W/m² und optimierter Luftführung gewährleistet die Lösung ein komfortables Raumklima ohne Zugerscheinungen. Dank großflächiger Zuluftverteilung und CO₂-gesteuerter Regelung sinkt zudem der Luftmengenbedarf.
3. Akustiklamelle
Die Akustiklamellen sind eine Eigenentwicklung der GS12 GmbH und werden in den Fluren, Cafeterien und Teeküchen eingesetzt. Sie kaschieren Elektro- und Hydraulikleitungen elegant, ohne die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten einzuschränken. Dank eines speziellen schallabsorbierenden Schaumstoffs vereinen sie hervorragende Akustik mit geringem Gewicht und Brandschutzkonformität. Ein besonderes Highlight ist die integrierte LED-Beleuchtung: Die dimmbaren Bänder (2700 K) passen sich flexibel der Tagesstimmung an. Die wellenförmige Geometrie basiert auf mathematischen Modellen nach dem Prinzip von Wasserwellen und wird per CAD direkt an die Schneidemaschinen übergeben. So entsteht nicht nur ein akustisch optimiertes, sondern auch visuell beeindruckendes Raumdesign, das Funktionalität und Atmosphäre verbindet.
4. Building Airbag - BAB
Der aktive Hochwasserschutz (autonomer Airbag für Gebäude / ABG) wurde speziell zum Schutz von Tiefgaragen vor Überflutungen entwickelt und kommt erstmals beim Neubau GS12 zum Einsatz. Durch Starkregenereignisse mit bis zu 100 Litern pro Quadratmeter pro Stunde kommt es immer häufiger zu Überflutungen, auch wenn die Entwässerung funktioniert. Besonders gefährdet sind Lüftungsöffnungen in Tiefgaragen. Hier greift die Eigenentwicklung: Ein fest installierter Rahmen trägt ein aufblasbares Luftkissen, das im Ernstfall automatisch aktiviert wird. Es legt sich passgenau an die Laibung der Öffnung und dichtet diese zuverlässig gegen eindringendes Wasser ab. Das Funktionsprinzip ähnelt einem Airbag im Fahrzeug – nur eben für Gebäude. Mit dieser innovativen Lösung lassen sich erhebliche Sach- und Personenschäden vermeiden und die Betriebssicherheit nachhaltig sichern.
5. Schwammgebäude
Das Schwammprinzip des Gebäudes GS12 sorgt für effektiven Schutz bei Starkregen. Auf den Dachflächen des dritten Obergeschosses wurden Edelstahlwannen mit 15 cm Tiefe installiert, die insgesamt 500 m² Fläche abdecken. Bis zum Standardüberlauf bieten sie Platz für 2.500 Liter Wasser und können bei Starkregen zusätzlich 5.000 Liter zwischenspeichern. Das überschüssige Wasser wird in 40 m³ große Zisternen abgeleitet, die mit Brunnenwasser nachgefüllt werden können. Mehrere Bilgenpumpen verteilen das gespeicherte Wasser über Pflanztröge mit Granulat. Dadurch werden die Grünflächen bewässert, das Wasser gefiltert und ein regelmäßiger Wasserwechsel sichergestellt. So wird einer Algenbildung und bakteriellen Verunreinigung wirksam vorgebeugt. Bei extremem Regen wird überschüssiges Wasser über einen zweiten Überlauf kontrolliert abgeführt. Ein durchdachtes System, das Schutz, Nachhaltigkeit und Funktionalität vereint.
6.Technoboard
Das Technoboard ist eine Eigenentwicklung des Bauträgers und wird ebenfalls erstmals im Neubau GS12 eingesetzt. Es handelt sich um einen übergroßen flachen Kabelkanal mit integrierten Anschlussdosen, der die Büroverkabelung deutlich einfacher und flexibler macht. Während klassische Kabelkanäle aufwendig nachgerüstet werden müssen, erlaubt das Technoboard ein unkompliziertes Nachziehen oder Erweitern von Leitungen. Die Designplatte aus Alucobond rastet im Teppichabschlussprofil ein, ist klappbar und über ein Schlüsselsystem gesichert. Standardisierte Ausschnitte bieten Platz für Strom- und Medienanschlüsse, Reserveausschnitte sorgen für zukünftige Erweiterungen. Die Kabel werden durch Zugentlastungen sicher in den Hohlraumboden geführt. Damit verbindet das Technoboard Funktionalität, Sicherheit und modernes Design für eine zeitgemäße Büroausstattung.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Geothermie
Sekundärenergie
Solarthermie
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
55,43 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
24,38 kWh/(m²a)
Stromverbrauchswert
30,79 kWh/(m²a)
Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)
Heizung
90 %
Warmwasser
5 %
Kühlung inkl. Befeuchtung
5 %
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
100
Anzahl Stellplätze
46
Das Objekt im Internet
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