Architekturobjekte
Gemeinschaftliches Wohnprojekt Zum Feldlager
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: foundation 5+ architekten BDA
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: foundation 5+ architekten BDA
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
34128 Kassel, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
03.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzrahmenbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
2-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttogrundfläche
4.600 m²
Nutzfläche
2.300 m²
Beschreibung
Objektbeschreibung
Vereinigten Wohnstätten 1889 eG. Der Bebauungsplan sah eine Trennung der Grundstücke durch Stichstraße
und Stellplätze vor, diese wird räumlich und gestalterisch aufgehoben. Gemeinschaftsräume beidseits der
Einfahrt schaffen einen offenen, für alle nutzbaren Bereich mit Bezug zum öffentlichen Raum. Die
Erschließung erfolgt über vorgestellte Treppenhäuser an der Nordseite, wodurch klare Adressen zur
Niederfeldstraße entstehen. Durchgänge verbinden die Eingänge mit dem gemeinschaftlichen Innenhof.
Die Gebäude sind in nachhaltiger Holzbauweise konzipiert: Massivholzdecken, Holzständerwände mit
Zellulosedämmung, vorgehängte Holzfassaden und Gründach prägen die Konstruktion. Im Innenausbau wird
weitgehend auf Kunststoffe und zementhaltige Baustoffe verzichtet, um CO₂-Emissionen zu minimieren.
Treppenhäuser und Balkone sind als vorgestellte, thermisch getrennte Konstruktionen ausgeführt, um
Wärmebrücken zu vermeiden. Die Häuser sind nicht unterkellert, Nebenräume befinden sich im Erdgeschoss
und sind zugleich Begegnungsorte. Durch ihre Höhe bleiben die Gebäude in Gebäudeklasse 3, sodass
brandschutztechnische Anforderungen reduziert und Holzbauteile sichtbar bleiben können. Die Gebäude
erfüllen den Effizienzhaus-55-Standard. Für den Betrieb werden erneuerbare Energien durch
Photovoltaikanlagen und Nahwärmenetz (Biogas) genutzt.
Ein flexibles Grundraster ermöglicht vielfältige Wohnungsgrundrisse bei gleichbleibender
Installationsstruktur. Bodentiefe Holzfenster mit französischen Balkonen und Pflanzkästen schaffen helle
Räume mit „Minigarten“. Das außenliegende Treppenhaus dient als barrierefreie Erschließung und
gemeinschaftliche „terrasse commune“. Eingerückte Dachgeschosse verleihen den Gebäuden eine individuelle
Kubatur.
Insgesamt wurden 25 Wohneinheiten realisiert, davon 4 gefördert. Neben 2- und 3-Zimmer-Wohnungen gibt
es Wohngemeinschaften und Clusterwohnungen mit mehreren Miniapartments, die an Gemeinschaftsräume
angeschlossen sind. So können Einzelpersonen mit kleiner privater Fläche an großzügigen Wohnstrukturen
teilhaben. Ergänzend stehen Gemeinschaftsküche, Werkstatt, Gästezimmer und externe Abstellräume zur
Verfügung. Das Konzept fördert Suffizienz durch Teilen von Räumen und Ressourcen – verstanden als
Gewinn an Lebensqualität. Unterschiedlich abgestufte Gemeinschaftsbereiche erleichtern Teilhabe und
Nachbarschaft. Flexible Wohnungszuschnitte und spätere Anpassungen sind möglich. Die
genossenschaftliche Eigentumsstruktur bildet dafür die Grundlage.
Auch der Freiraum stärkt das Gemeinschaftskonzept: Private Terrassen bieten Rückzug, ergänzt durch
gemeinschaftliche Terrassen an den Häusern. Ein zentraler Platz zwischen den Gebäuden dient als Spiel- und
Aufenthaltsort mit Sitzbereichen, Grillplatz und Bäumen. Gemeinschaftsküche und Werkstatt öffnen sich
dorthin. Gartenflächen, Hochbeete und ein Gewächshaus ermöglichen gemeinschaftliches Gärtnern.
Nachhaltigkeit
Zellulosedämmung, vorgehängte Holzfassaden und Gründach prägen die Konstruktion. Im Innenausbau wird
weitgehend auf Kunststoffe und zementhaltige Baustoffe verzichtet, um CO₂-Emissionen zu minimieren.
Treppenhäuser und Balkone sind als vorgestellte, thermisch getrennte Konstruktionen ausgeführt, um
Wärmebrücken zu vermeiden. Die Häuser sind nicht unterkellert, Nebenräume befinden sich im Erdgeschoss
und sind zugleich Begegnungsorte. Durch ihre Höhe bleiben die Gebäude in Gebäudeklasse 3, sodass
brandschutztechnische Anforderungen reduziert und Holzbauteile sichtbar bleiben können. Die Gebäude
erfüllen den Effizienzhaus-55-Standard. Für den Betrieb werden erneuerbare Energien durch
Photovoltaikanlagen und Nahwärmenetz (Biogas) genutzt.
Auszeichnungen
4. Hessischer Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau - Qualität im Wohnungsbau
Tag der Architektur 2026
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Wohneinheiten
25
Das Objekt im Internet
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