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Gasthof zur Post Pörnbach
85309 Pörnbach, Ingolstädter Straße 1
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ARIS Architekten Ingenieure Sachverständige
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Ingolstädter Straße 1, 85309 Pörnbach, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Sanierung / Modernisierung
Fertigstellungstermin
05.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Nutzfläche
790 m²
Verkehrsfläche
72 m²
Grundstücksgröße
2.669 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Erste Erwähnungen sind bereits schon 1503 – 1592 datiert. Die ehemalige Tafernwirtschaft wird 1803 zur Poststation, daher auch die Bezeichnung „Gasthof zur Post“. Am 21. Juni 1809 wird die Post zu Pörnbach bei einem Brand zerstört und in seiner heutigen, schlichten Form mit Walmdach vom ostansässigen Zimmerermeister Albertus Kramer im Folgejahr wiedererrichtet, mit zugehörigen Ökonomiegebäuden.
1991 erwarb die Gemeinde Pörnbach das unter Denkmalschutz stehende Anwesen als Treffpunkt und für Vereinsnutzungen, der Wirtsbetrieb war zuletzt bis ca. 2017 rudimentär aufrecht erhalten worden. Durch einen Wasserschaden wurde das Gebäude jedoch unbenutzbar.
Anfang 2020 begann die Planung des künftigen Gemeindehauses, welches heute nicht nur das Pörnbacher Rathaus beherbergt, sondern im Erdgeschoss einen Dorfladen mit Cafe – der neue Treffpunkt für Alt und Jung, sowie eine Allgemeinarzt-Praxis im Obergeschoss.
Für das Gemeindeleben besonders wertvoll ist der neue Bürgersaal im Dachgeschoss, der bis zu 200 Personen für unterschiedlichste Anlässe und Vereinsleben eine Heimat bietet, auch der Pörnbacher Gemeinderat tagt hier.
Durch vorangegangene Umbauten, zuletzt in den 1970er Jahren, war viel historischer Bestand verloren gegangen. Lediglich die Binnenstruktur mit dem Mittelflur und Reste alter Putze sowie der historische Dachstuhl waren noch erhalten.
Die ursprünglichen Bauteile zu erhalten und herauszuarbeiten waren eine besondere Herausforderung an den Architekten, vor allem der mit Holzschutzmitteln kontaminierte Dachstuhl musste speziell behandelt werden, um den Dachraum wieder nutzbar zu machen. Heute ist der Saal von gläsernen Schleppgauben lichtdurchflutet, die Vertreter der Denkmalpflege stimmten dieser Ausführung ausnahmsweise und zum Wohl des Raumempfindens und der Nutzung zu.
Am Abgang zum Kellergewölbe lies sich bei Befunduntersuchungen noch in Fragmenten der Erstanstrich nach Wiederaufbau nachweisen. Der kräftige, fast schwarze Anstrich gibt dem Gebäude ein ganz eigenes Gepräge, die ockerfarbenen Lisenen spannen den historischen Bogen zur ursprünglichen Farbigkeit von Schloss und Gräflicher Mälzerei.
Heute steht die „Post“ wieder selbstbewusst an der Straßenkreuzung in Pörnbach, als neues, lebendiges Dorfzentrum, demnächst auch mit neuem Dorfplatz, als Vermittler zwischen Historie und neuzeitlicher Nutzung.
Beschreibung der Besonderheiten
Objektdetails
Das Objekt im Internet
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