Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

01445 Radebeul, Schildenstraße 19

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: RICHTER MUSIKOWSKI Architekten PartGmbB

Ansich Ost - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Anicht West - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Ansicht Süd - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Landschaftsraum mit Gewächshäusern - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Ansicht West bei Dämmerung - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Fassadenausschnitt bei Dämmerung - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Eckdetail Fassade - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Fassadendetail - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Fassadendetail, Lochblech - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Fahrzeughalle - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Fahrzeughalle, Waschbereich - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Fahrzeughalle mit Blick auf den Hof - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Waschhalle - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Foyer Obergeschoss - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Schulungsraum - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Eingangsbereich Schulungsraum - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

Schulungsraum - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Schnepp Renou

1:1 Fassaden Mock Up - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Richter Musikowski

Modell - Freiwillige Feuerwehr Radebeul Ost

© Richter Musikowski

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: RICHTER MUSIKOWSKI Architekten PartGmbB

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Schildenstraße 19, 01445 Radebeul, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

03.2026

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

RICHTER MUSIKOWSKI Architekten PartGmbB

Ritterstr. 2

10969 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 20237874

info@richtermusikowski.com

Bauleitung (LPH 8)

aT2 ARCHITEKTUR TRAGWERK mehnert+georgi PartGmbB

Altkötzschenbroda 23

01445 Radebeul

Deutschland

Tel. 0351 83383399

info@at2-architektur-tragwerk.de

Architekturfotografie

Schnepp Renou

Bruno-Bauer-Straße 2

12051 Berlin

Deutschland

Tel. +49 176 99 39 39 71

hello@schnepp-renou.com

Verwendete Produkte

Glasfabrik Lamberts

Profilbaugläser

504 (Perlstruktur)

heroal

Rohrrahmentüren

heroal D 65 C SP

Hörmann

Außentüren

D65-2 OD - Außentür

Remmers Gruppe SE

Bodenbeschichtungen

Epoxidharzbeschichtung

Remmers Gruppe SE

Lacke

Aqua CL-440-Colorlack

Schüco International Alusysteme

Fenster

Schüco Fenstersystem AWS 75.SI+

Bega

Außen-Beleuchtung

Wandleuchte 22 395

Fischer Profil

Trapezbleche

FischerTRAPEZ AK 165/250

Rako

Fliesen

RAKO Color One WAA19457

RS Torsysteme

Stahl-Falttore

FT80 4-flg. kraftbetätigt

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahl

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

6.425 m³

 

Bruttogrundfläche

1.402 m²

 

Nutzfläche

902 m²

 

Verkehrsfläche

109 m²

 

Grundstücksgröße

7.492 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist der neue Sitz der Freiwilligen Feuerwehr von Radebeul-Ost. Über seine Funktion als Gerätehaus hinaus versteht sich das Gebäude als Ort der Gemeinschaft und des Zusammenhalts. Als öffentlich wahrnehmbarer Baustein im Stadtgefüge stärkt es die Präsenz der Feuerwehr und schafft einen identitätsstiftenden Treffpunkt für ihre Mitglieder.

Die Feuerwehr befindet sich am Übergang zwischen Stadtraum und der agrarwirtschaftlich genutzten Landschaft. Aus den vorgefundenen Bauformen entwickelt der Neubau eine eigenständige Gebäudetypologie:​ Gläserne Gewächshäuser und historische Satteldachhäuser werden in einen L-förmigen Baukörper mit Profilbauglas-Fassade und einem Grabendach mit mehreren Giebeln übersetzt.

Mit seiner geschlossenen Seite zu den Gleisanlagen schirmt die Gebäudefigur das Grundstück nach Norden hin ab. Die Fahrzeughalle orientiert sich zur Straße und bietet mit den großen Falttoren ein Schaufenster, das die Einsatzflotte zeigt – Präsenz und Bereitschaft werden sichtbar. Im Süden entsteht ein geschützter Hof mit Blick in die Landschaft, der Raum für Übungen, Arbeiten im Freien und gemeinschaftliche Aktivitäten bietet.

Zwei Vordächer gliedern den Bau:​ das Vordach am Alarm-Hof als Stauraum für ausrückende Fahrzeuge und der zurückgesetzte Eingang im Hof als Entrée.

Die Fassade aus transluzentem Profilbauglas erzeugt ein vielschichtiges Spiel aus Transparenz, Reflexion und Licht. Je nach Blickwinkel und Tageszeit verändert sich ihr Erscheinungsbild und verleiht dem industriellen Material eine überraschende Leichtigkeit. Hinter der hinterlüfteten Glashülle dient die lichtblau getönte Putzfassade als Farbebene der Fassade und tritt mit dem natürlichen Grün-Schimmer des Glases in Dialog, was dessen leuchtende Wirkung verstärkt. Während der Innenraum der Fahrzeughalle durch die Glasfassade nur schemenhaft wahrnehmbar bleibt, öffnen sich die transparenten Toranlagen zum Alarm-Hof und schaffen einen direkten Bezug zwischen Gebäude und öffentlichem Raum.

Die Material- und Farbgestaltung wird in den Bereichen der Vordächer konsequent fortgeführt. Gelochte Stegbleche und glatte Metalloberflächen in der Farbe der hinteren Fassadenebene ergänzen die Glasfassade und prägen gemeinsam das einheitliche Erscheinungsbild des Gebäudes.

Der Neubau stellt sich zeitgemäße Fragen:​ Wie kann man mit einer rein funktionalen Bauaufgabe stadträumliche Qualitäten schaffen? Wie können Bauwerke im Bereich der Infrastruktur Identitätsstiftend wirken? Wie geht man sorgfältig mit den städtischen Zwischenräumen – am Übergang zwischen Stadt und Landschaft um?

Beschreibung der Besonderheiten

Die Organisation des Feuerwehrgerätehauses folgt konsequent den Anforderungen des Einsatzbetriebs. Kurze Wege, klare Orientierung und reibungslose Abläufe gewährleisten eine schnelle Alarmierung und ein effizientes Ausrücken der Einsatzkräfte.

Über eine eigene Zu- und Ausfahrt erreichen die Rettungskräfte mit PKW oder Fahrrad das Feuerwehrgebäude. Die Stellplätze sind unmittelbar am südlichen Grundstücksrand angeordnet und ermöglichen einen direkten Zugang zum Gebäude. Vom Eingangsbereich gelangen die Einsatzleute auf kürzestem Weg zu den Umkleiden und weiter in die Fahrzeughalle. Die Einsatzfahrzeuge rücken über den vorgelagerten Stauraum direkt auf die Schildenstraße aus.

Eine Umfahrung erschließt den rückwärtigen Bereich des Grundstücks und ermöglicht es allen Fahrzeugen, einschließlich der Leiterwagen, die Fahrzeughalle ohne Rangiermanöver in Fahrtrichtung anzufahren.

Das Gebäude gliedert sich in ein- und zweigeschossige Bereiche. Im Erdgeschoss befinden sich sämtliche einsatzrelevanten Funktionen wie Fahrzeughalle, Umkleiden, Bereitschaftsraum, Lager- und Sanitärräume. Ihre Anordnung ermöglicht kurze Wege und direkte Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen. Die Umkleiden sind unmittelbar mit der Fahrzeughalle und den Sanitärräumen verknüpft. Der Flur in der Mitte des Gebäudes verbindet alle Räume mit dem Foyer, über das man auch das Obergeschoss erschließen kann.

Die Räume mit längerer Aufenthaltsdauer, darunter Schulungsräume, Verwaltung, Jugendbereich aber auch Kleiderkammer und Technikbereiche, sind im zweigeschossigen Gebäudeteil untergebracht. Ein gemeinsamer Luftraum verbindet und belichtet die Flure auf beiden Ebenen.

Nachhaltigkeit

Versorgungskonzept:​
Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt strombasiert. Eine Luft-Wärmepumpe nutzt Umweltenergie zur anteiligen Deckung des Heizenergiebedarfs. Ergänzend sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung insbesondere in den feuchtebelasteten Bereichen der Waschhalle für eine effiziente Nutzung der vorhandenen Abluftwärme.

Solarenergie:​
Das Dach bietet durch die Schrägstellung und Südausrichtung ideale Voraussetzungen für eine lokale, nachhaltige Gebäudeversorgung. Aktuell ist nur eine der vier südorientierten Dachflächen mit Photovoltaikanlagen belegt, die das Gebäude mit Sonnenstrom versorgt. Alle Dachflächen sind statisch so ausgeführt, dass ihnen eine vollständige Belegung mit Photovoltaik vorbehalten ist. So kann die derzeit installierte Fläche von etwa 60 m² perspektivisch auf rund 500 m² erweitert werden.

Robustheit und Zirkularität:​
Das Gebäude verfügt über eine robuste Tragstruktur, die die Langlebigkeit des Bauwerks garantiert. Die Profilbaugläser der Fassade können durch das Zerschneiden der Silikonfuge einzeln entnommen werden und im Schadensfall separat ersetzt werden. Gleichermaßen sind das Lochblech der Metallfassade im Eingangsbereich, die Stahlwinkel der Unterkonstruktion sowie alle Bleche untereinander verschraubt, wodurch eine einfache Demontage der Elemente ermöglicht wird. Alle Bauteile der Fassade können so in Einzelteilen abgenommen und in gleicher Qualität an anderer Stelle wiederverwendet werden. 
 

Auszeichnungen

Nominierung DAM-Preis 2027

Schlagworte

Feuerwehr, Feuerwehrgerätehaus, Industriebauglas, Glasfassade, Pfofilbauglas, Radebeul, Fahrzeughalle, Falttoranlage, Dachgeometrie

Energetische Kennwerte

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Strom

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

140,00 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

60,80 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

17,90 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

68 %

 

Warmwasser

11 %

 

Beleuchtung

10 %

 

Lüftung

11 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Stellplätze

6

Das Objekt im Internet

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