Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Filmfabrik Wiesbaden

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Universität Stuttgart, Architektur und Stadtplanung, Christoph Beer

Außenansicht Filmakademie - Filmfabrik Wiesbaden

© Jonas Jöckel, Christoph Beer

Foyer - Filmfabrik Wiesbaden

© Jonas Jöckel, Christoph Beer

Treppenauge - Filmfabrik Wiesbaden

© Jonas Jöckel, Christoph Beer

Zwischengeschoss - Filmfabrik Wiesbaden

© Jonas Jöckel, Christoph Beer

Dachgeschoss - Filmfabrik Wiesbaden

© Jonas Jöckel, Christoph Beer

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Universität Stuttgart, Architektur und Stadtplanung, Christoph Beer

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

02.2026

Beschreibung

Objektbeschreibung

Von 1955 bis 1959 entsteht auf dem Gelände des Dyckerhoff-Zementwerks ein Ensemble aus drei Hallen nach Plänen von Ernst Neufert. Bestehend aus einer Zementpackerei mit Silotürmen, der ehemaligen Mühlenhalle und dem Klinkerlager fällt die Bestandsstruktur durch den filigranen Einsatz des firmeneigenen Weißzements auf, der sich besonders in den zylindrischen Dachschalen zeigt. Das architektonische Potenzial soll durch eine neue Nutzung wiederbelebt werden. Der Regisseur Volker Schlöndorff beschreibt seine Heimat nicht als Ort der Kreativität, sondern als Stadt der Rentner und Reichen, wobei zahlreiche Filminsitutionen dort ihren Sitz haben. Mit der Etablierung einer neuen Filmakademie könnte Wiesbaden seine Rolle als Standort für Film bei kommenden Generationen nachhaltig stärken.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Zementpackerei wird zum Zentrum der Lehre. In den Silos sind die Studiengänge Drehbuch und Regie, Schauspiel, Kamera, Musik und Ton sowie Schnitt und Animation entsprechend ihren jeweiligen Lichtbedürfnissen untergebracht. Durch die Sockelhalle wird die Öffentlichkeit eingeladen, studentische Projekte durch Ausstellungen im Foyer und Filmvorführungen im Kinosaal zu erleben. Die Mühlenhalle ergänzt den Campus um eine Mensa, Werkstätten für Szenografie, Kostüm und Maske sowie freie Arbeitsplätze. Im Klinkerlager kommen alle zusammen und produzieren in zwei großen Studios ihre Filme. Den größten Eingriff in den Bestand stellt die Umgestaltung des bisherigen Wartungskerns zwischen den Silotürmen dar. Die bestehende Stahlkonstruktion mit Satteldach wird zu einem transparenten Glaskern, der Tageslicht in die Geschosse führt und ein neues Dachgeschoss ausbildet, das sich sensibel in die Formsprache der Hallen integriert. Durch mehrgeschossige Nutzungen innerhalb der Betonzylinder und Lufträumen im Glaskern werden nicht nur alle Studierende vernetzt, sondern auch der Bestand in seiner gesamten Höhe erlebbar gemacht.

Schlagworte

Ernst Neufert, Dyckerhoff Zementwerk, Wiesbaden, Revitalisierung, Umnutzung, Industriebau, Filmakademie, Lehre

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