Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HAWK Hildesheim, Gestaltung, Maira Mariama Jobe

AzubiApartments Schlafen - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

AzubiApartments Arbeiten - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

AzubiApartments Teeküche - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Materialwürfel Apartments - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Vorlesung im Hörsaal - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Hörsaal mit Sicht zum Podium - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Empfangsbereich - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Materialwürfel Werkstatt / Hörsaal - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Fotografie gesamtes Schnittmodell - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Fotografie Schnittmodell in Teilen - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Raummodelle Hörsaal, Werkstatt, AzubiApartments - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Übersichtsmodell Stadtlehrwerk - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© Maira Mariama Jobe

Fotografie Bestandsgebäude ehem. Feuerwache - Feuer und Flamme fürs Handwerk – Ein Konzept für Bildung, Begegnung und Zukunft

© J. Urban, Maira Mariama Jobe

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: HAWK Hildesheim, Gestaltung, Maira Mariama Jobe

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

03.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Sonstige

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

5.000 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Masterarbeit "Feuer und Flamme fürs Handwerk" setzt sich mit dem zunehmenden Nachwuchsmangel im Handwerk auseinander. In dieser beschäftige ich mich mit dem Handwerk als gesellschaftlich relevantem Thema, das bisher nur begrenzt aus innenarchitektonischer Perspektive betrachtet wird. Persönliche Praxiserfahrungen während des Studiums haben mir gezeigt, wie stark das Handwerk unter Druck steht und welche Auswirkungen der Fachkräftemangel bereits auf Planungs- und Bauprozesse hat. Ziel ist es, das Handwerk stärker in den gestalterischen Fokus zu rücken und den Beitrag von Architektur und Innenarchitektur zur Aufwertung und Zukunftsfähigkeit zu untersuchen.

Am Beispiel der Umnutzung einer ehemaligen Feuerwache entsteht eine Bildungs- und Begegnungsstätte, in der Auszubildende, Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit gemeinsam lernen, arbeiten und sich austauschen. Die bestehende Feuerwache umfasst verschiedene Gebäudetypen, an die sich die Raumkonzepte anpassen. Ziel war es, möglichst wenige Eingriffe in die bestehenden Gebäudestrukturen vorzunehmen und dennoch eine moderne Erweiterung einer Berufsschule zu schaffen. Räume, die beispielsweise als Lagerorte oder für Büromanagement genutzt wurden, erhalten in der neuen Bildungs- und Begegnungsstätte ähnliche Funktionen. Ehemalige Stellplätze werden zu Werkstätten, Ausstellungsbereichen und einem Hörsaal umfunktioniert. Die Grundidee war es, das „Campus-Gefühl“ und das „Studentenleben“ auch für Auszubildende erlebbar zu machen. Dabei lag der Fokus besonders darauf, einen Ort zu gestalten, der verschiedene Berufszweige verbindet und eine Lösung bietet, die in unterschiedlichen Städten Anwendung finden kann. So wird auch die Frage aufgegriffen, wie mit Leerständen in Kleinstädten umgegangen werden kann. Der Entwurf gliedert sich zudem in Geschosse:​ Das Erdgeschoss der einzelnen Gebäudetypen ist für die Nutzung durch die breite Öffentlichkeit vorgesehen, mit Werkstätten, Foyers, der Cafeteria und dem Hörsaal. Das Obergeschoss dient als interner Lernort mit Bibliothek und Seminarräumen. Im Dachgeschoss ist überwiegend eine private Nutzung vorgesehen, sodass dort Apartments für Auszubildende geplant wurden.
Grundlegend soll die ehemalige Feuerwache zum „Stadtlehrwerk“ werden und ein „Upgrade“ einer Berufsschule als ergänzendes Element darstellen.

Beschreibung der Besonderheiten

Zentrales gestalterisches Prinzip ist der Würfel. Als abstrahierte Grundform steht er für Ordnung, Gleichwertigkeit und Modularität. Räumlich wird der Würfel als wiederkehrendes Element in Grundrissen, Einbauten und Deckenstrukturen eingesetzt und schafft eine klare, universitätsähnliche Atmosphäre, ohne die handwerkliche Identität zu verlieren. Die Materialien greifen bewusst den Charakter des Baugewerbes auf:​ Holz,
robuste Oberflächen und sichtbare Konstruktionen verbinden Funktionalität mit Wärme und Wertigkeit. Das Nutzungskonzept vereint Bildungsräume, Werkstätten, Auditorium, Ausstellung, Wohnen und öffentliche Bereiche zu einem durchlässigen Lernort. Theorie und Praxis, Ausbildung und Studium, Lehre und Öffentlichkeit treten hier in direkten Austausch.

Hervorheben möchte ich zu dem, dass das Design zum Einen auf Interviewpartner basiert, welche zu dem Thema befragt wurden (Handwerkskammer, Werklehrer) und zum Anderen auf persönliche Erfahrungswerte (Klassenräume der weiterführenden Schule, Hörsaal der Hochschule).

Energiekonzept & Bauökologie

Im Rahmen der Masterarbeit wurde das Thema Nachhaltigkeit nicht als rein technischer Aspekt verstanden, sondern als ein ganzheitlicher Bestandteil des Entwurfs, der sowohl ökologische, ökonomische als auch soziale Faktoren berücksichtigt. Bereits die Entscheidung, eine bestehende Feuerwache umzunutzen, stellt einen zentralen nachhaltigen Ansatz dar. Durch den Erhalt der vorhandenen Bausubstanz werden Ressourcen geschont und der Flächenverbrauch reduziert, gleichzeitig bleibt die Identität des Ortes erhalten und wird in eine neue Nutzung überführt.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt liegt in der Materialwahl und der gestalterischen Umsetzung. Die verwendeten Materialien orientieren sich bewusst am Charakter des Baugewerbes und greifen robuste, langlebige und möglichst einfache Baustoffe auf. Insbesondere der Einsatz von Holz als prägendes Element schafft nicht nur eine warme und angenehme Atmosphäre, sondern steht auch für einen nachwachsenden Rohstoff mit guten ökologischen Eigenschaften. Sichtbare Konstruktionen und einfache Materiallösungen tragen zudem dazu bei, dass die Räume verständlich, reparierbar und langfristig nutzbar bleiben. Besonders hevorzuheben ist die Beibehaltung der Bestandsfunktion der Räume, dies ermöglicht die Weiternutzung von Materialien, wie beispielweise den Bodenbelag der ehemaligen Fahrzeuggarage, welcher ebenfalls für Werkstätten und Austellungen im neuen Konzept mit eingbezogen wurde.

Auch das räumliche Konzept verfolgt nachhaltige Ziele. Durch die Kombination aus Bildungsräumen, Werkstätten, Wohnangeboten und öffentlichen Bereichen entsteht ein multifunktionaler Ort, der über den gesamten Tagesverlauf hinweg genutzt wird. Diese Mehrfachnutzung reduziert Leerstände und steigert die Effizienz der vorhandenen Flächen. Gleichzeitig wird durch die Integration von Wohnräumen für Auszubildende und Studierende auf die Problematik von Mobilität und Erreichbarkeit reagiert, wodurch Wege verkürzt und Ressourcen eingespart werden können.

Darüber hinaus spielt die soziale Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Der Entwurf zielt darauf ab, das Handwerk aufzuwerten und neue Begegnungen zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen zu ermöglichen. Durch das Zusammenführen von Auszubildenden, Studierenden, Lehrenden und der Öffentlichkeit entsteht ein Ort des Austauschs, der langfristig zur Stärkung des Handwerks beitragen kann. Bildung wird dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als offener Prozess verstanden, der durch räumliche Gestaltung unterstützt wird.
Insgesamt zeigt sich, dass Nachhaltigkeit im Projekt nicht durch einzelne Maßnahmen definiert wird, sondern durch das Zusammenspiel von Bestandserhalt, Materialwahl, Nutzungskonzept und sozialer Wirkung. Die Umnutzung der Feuerwache wird somit zu einem Beispiel dafür, wie durch architektonische und innenarchitektonische Strategien ein langfristig tragfähiger und zukunftsorientierter Ort entstehen kann.

Schlagworte

Handwerk, Fachkräftemangel, mixed-use, Bildungsstätte, Begegnungsstätte, Gesellschaft, ZukunftHandwerk, Umnutzung, Bildungswege, Stadtentwicklung, Masterarbeit, Innenarchitektur

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

15

 

Anzahl Betten

9

 

Anzahl Klassen

4

 

Anzahl Schüler

100

 

Anzahl Wohneinheiten

9

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