Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Einmal bauen, zweimal nutzen – Ein Modellprojekt in Charlottenburg
10589 Berlin, Quedlinburger Straße 45
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: DMSW Architektur Stadt Landschaft
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Quedlinburger Straße 45, 10589 Berlin, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
11.2023
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Ziegelmauerwerk
Anzahl der Vollgeschosse
6- bis 10-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
38.904 m³
Bruttogrundfläche
13.197 m²
Nutzfläche
11.791 m²
Wohnfläche
8.011 m²
Grundstücksgröße
4.385 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
5.336.983 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
26.707.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Kern des Entwurfs ist eine konsequente Doppelstrategie: Die modulare Gebäudestruktur erfüllt gleichzeitig die Anforderungen einer Gemeinschaftsunterkunft und die Standards des regulären geförderten Wohnungsbaus. Nach Ende der Erstnutzung ist eine vollständige Umwandlung in regulären Mietwohnungsbau möglich – ohne bauliche Eingriffe oder Umwidmungsverfahren. Diese Weichenstellung wurde bereits in der frühen Planungsphase verankert, indem beide Anforderungsprofile parallel integriert und das Gebäude unmittelbar nach Wohnungsbaurecht genehmigt wurde.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen WBM, LAF und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie einem interdisziplinären Planungsteam. Das Ergebnis ist ein übertragbares Modell, das zeigt, wie temporäre Sonderprogramme und langfristige Wohnraumstrategie in einem einzigen Gebäude vereint werden können.
Beschreibung der Besonderheiten
Entscheidend dafür war eine baurechtliche Weichenstellung bereits in der Leistungsphase 2: Beide Anforderungsprofile – Gemeinschaftsunterkunft und Wohnungsbau – wurden parallel entwickelt und in die Baugenehmigung integriert. Die modulare Grundrissstruktur mit hoher Flexibilität bildet das planerische Rückgrat dieser Doppelstrategie und sichert langfristige Nutzungsoffenheit ohne Mehraufwand im Umbaufall.
Eine weitere Besonderheit ist das Erdgeschoss als dauerhafter Ort der Begegnung: Kieztreff und Kita sind von Beginn an öffentlich zugänglich, nutzungsneutral konzipiert und auch für gewerbliche oder wohnergänzende Nutzungen vorgeplant. Die Verlagerung der Kita vom Dach in den Sockel – eine weitreichende Programmänderung im Planungsprozess – war dabei ein bewusster städtebaulicher und gesellschaftspolitischer Entscheid, um Integration räumlich sichtbar und erlebbar zu machen.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie nachhaltiges Flächenrecycling, soziale Integration und langfristige Wohnraumstrategie in einem einzigen Gebäude zusammengedacht werden können – und liefert damit ein übertragbares Modell weit über Berlin hinaus.
Auszeichnungen
Polis-Award 2026 – Kategorie „Urbanes Flächenrecycling“ / Nominierung
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Fernwärme
Sekundärenergie
Strom
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
50
Anzahl Betten
560
Anzahl Klassen
3
Anzahl Kinder
60
Anzahl Wohneinheiten
146
Das Objekt im Internet
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