Architekturobjekt 1 von 14.132

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Carl Orff Museum

86911 Dießen am Ammersee, Ziegelstadel 1

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: meck architekten gmbh

Erweiterungsbau - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Anschluss an den Bestand mit Eingangssituation - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Saal mit Tonnendächern - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Foyer - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Saal für Wechselausstellungen bestuhlt - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Saal und Landschaftspark - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Shop - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Carl Orff - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Dauerausstellung - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Dauerausstellung - Carl Orff Museum

© Florian Holzherr

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: meck architekten gmbh

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Ziegelstadel 1, 86911 Dießen am Ammersee, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Erweiterung

Fertigstellungstermin

10.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

meck architekten gmbh

Kellerstr. 39

81667 München

Deutschland

Tel. +49 89 614589-0

office@meck-architekten.de

Bauleitung (LPH 8)

meck ingenieure gmbH

Metzstr. 14 B

81667 München

Deutschland

Tel. +49 89 6931393-0

office@meck-ingenieure.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

Reisch Ingenieure GmbH

Pröllstr. 14

86157 Augsburg

Deutschland

Architektur: Landschaftsarchitekt

lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh

Bauerstraße 8

80796 München

Deutschland

Verwendete Produkte

JUNG

Schalter-Steckdosen-Kombinationen

ERCO

Außen-Beleuchtung

ERCO

Innen-Leuchten

VIGOUR

Armaturen

Villeroy & Boch

Fliesen

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

1-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

8.320 m³

 

Bruttogrundfläche

2.340 m²

 

Nutzfläche

1.480 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

11.000.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

In Dießen am Ammersee steht ein Museum, das Leben und Werk des Komponisten und Musikpädagogen Carl Orff gewidmet ist – das denkmalgeschützte Anwesen war Orffs letzter Wohn- und Schaffensort. Die historischen Gebäude wurden behutsam saniert, um ihren ursprünglichen Charakter zu bewahren; zugleich schreiben die neuen Räume die Geschichte des Ortes fort.

Der Erweiterungsbau aus hochwärmegedämmtem Infraleichtbeton fügt sich respektvoll in die historische Anlage ein. Gemeinsam mit den Bestandsbauten, der Pergola und dem lebendigen Landschaftspark entsteht ein harmonisches Ensemble, das in seiner Höhenentwicklung ausgewogen ist und den Besucherinnen und Besuchern einen barrierefreien Rundgang ermöglicht.

Mit dem ruhigen Rhythmus seiner Tonnendächer prägt der hohe Saal für Wechselausstellungen und Veranstaltungen die Adresse des neuen Museums. Als zentraler Verteilerraum dient das Foyer:​ Durch gezielte Sicht- und Raumbezüge verbindet es das Wohnhaus und die neuen Ausstellungsbereiche miteinander. Über die Dauerausstellung ist auch das Arbeitshaus in den Rundgang einbezogen. In den Ausstellungsräumen rahmen Öffnungen den Blick in den Park und auf den Ammersee.
Im Erweiterungsbau spiegelt sich Carl Orffs Idee einer elementaren Musik in einer auf das Wesentliche reduzierten, ganzheitlich gedachten Architektur:​ Proportion, Licht, Material und Fügung bilden eine Einheit, deren Wirkung sinnlich erfahrbar und von zeitloser, universeller Gültigkeit ist. Aus dieser Reduktion entstehen Räume von großer Intensität. Die monolithische Konstruktion aus Infraleichtbeton verleiht ihnen eine klare Ordnung und eine konzentrierte Atmosphäre, die den Fokus ganz auf das Erleben der Ausstellung richtet. Wie eine Bühne stellt die Architektur den Raum in den Dienst der Inszenierung. Die Betonrippenkonstruktionen zitieren die Holzbalkendecken des Bestands und spannen weite, stützenfreie Räume auf, die flexibel bespielt werden können.
Die klimastabile, massive Bauweise ermöglicht auch eine Reduzierung der Haustechnik. So entsteht ein Gesamtbild kraftvoller, präzise gestalteter Einfachheit:​ Neben dem rohen Beton prägen Einbauten aus Eiche und ein Grund aus geschliffenem Gussasphalt das Innenbild. Lediglich der hohe Saal ist durch seine weiße Fassung innerhalb der Raumfolgen akzentuiert.
Ein Museum ganz im Sinne Carl Orffs:​ roh, einfach und schön.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Transformation des denkmalgeschützten Anwesens zum Carl Orff Museum steht in der Kontinuität des Orffschen Umbaus in den 1950er Jahren:​ Wie in seiner Musik entfernte Orff auf der Suche nach dem Elementaren alle aus seiner Sicht entbehrlichen baulichen Elemente des romantisch anmutenden Anwesens, bis nichts von Heimattümelei mehr übrig war und sich die Anlage im Ausdruck der Aufbruchstimmung der Nachkriegsmoderne zeigte.

Der Neubau, welcher den Bestand zum Museum erweitert, sucht in seiner Materialisierung und deren Fügung Anknüpfungspunkte an diese archaische Haltung. Im Erweiterungsbau aus Beton spiegelt sich somit Carl Orffs Idee einer elementaren Musik in einer auf das Wesentliche reduzierten, ganzheitlich gedachten Architektur:​ Proportion, Licht, Material und Fügung bilden eine Einheit, deren Wirkung sinnlich erfahrbar und von zeitloser, universeller Gültigkeit ist. Aus dieser Reduktion entstehen Räume von großer Intensität. Die monolithische Konstruktion derAußenwände aus Infraleichtbeton (620 kg/m³) verleiht ihnen eine klare Ordnung und eine konzentrierte Atmosphäre, die den Fokus ganz auf das Erleben der Ausstellung richtet. Wie eine Bühne stellt die Architektur den Raum in den Dienst der Inszenierung.

Die Rippenkonstruktionen des Dachtragwerkes aus Ortbeton zitieren die Holzbalkendecken des Bestands und spannen weite, stützenfreie Räume auf, die flexibel bespielt werden können. Mit dem ruhigen Rhythmus seiner Tonnendächer aus Stahlbeton-Halbfertigteilen prägt der hohe Saal für Wechselausstellungen und Veranstaltungen die Adresse des neuen Museums. Die massive Bauweise aus differenzierten, aus dem jeweiligen Verwendungszweck abgeleiteten Stahlbetonkonstruktionen (Ortbeton und Halbfertigteile / Normalbeton und Infraleichtbeton) ist mit ihrer Klimastabilität der Museumsnutzung zuträglich. Die monolithische Konstruktion der Außenwände aus Infraleichtbeton folgt in ihrer Einfachheit und Kreislauffähigkeit sowie der Reduktion von grauer Energie hohen Nachhaltigkeitsansprüchen

 

Nachhaltigkeit

Der Infraleichtbeton erweist sich aufgrund seiner Trag- sowie Dämmeigenschaften als besonders zweckmäßig für das Bauvorhaben. Er dient mit seiner mineralischen Bauweise sowohl der thermischen Speicherfähigkeit als auch mit seinen hygroskopischen Eigenschaften der Feuchtigkeitsregulierung.

Schlagworte

Carl Orff Museum, Infraleichtbeton

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 55

Objektdetails

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