Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

20354 Hamburg, Alsterufer 4

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Architekturbüro Ratschko

Stammhaus BAT Germany / Architekturbüro Ratschko - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner, mobile 0049 17684870749, www.jakobboerner.com

Stammhaus BAT Germany, Außenansicht - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner, mobile 0049 17684

Stammhaus BAT Germany, Erdgeschoss - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner, mobile 0049 17684870749, www.jakobboerner.com

Stammhaus BAT Germany / Empfang - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner

Stammhaus BAT Germany / New Work - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner, mobile 0049 17684

Stammhaus BAT Germany / Meeting - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner

Stammhaus BAT Germany / Multimediales Auditorium - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner

Stammhaus BAT Germany / Clubrestaurant - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner

Stammhaus BAT Germany / New Work - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner

BAT Germany Stammhaus / Dachterrasse - British American Tobacco, Hauptverwaltung Hamburg

© Jakob Boerner, mobile 0049 17684

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Architekturbüro Ratschko

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Alsterufer 4, 20354 Hamburg, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

11.2024

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauleistung: Raum-, Gebäudeaustattung

gärtner Büro und Wohnen GmbH

Große Bleichen 23

20354 Hamburg

Deutschland

Fachplanung: Brandschutz

SCHLÜTER + THOMSEN Ingenieurgesellschaft mbh & Co. KG

Banksstraße 6

20097 Hamburg

Deutschland

Fachplanung: Tragwerksplanung

planwerk elbe GmbH

Georg-Wilhelm-Str. 187

21107 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 40 555546-100

kontakt@planwerkelbe.de

Fachplanung: Schallschutz, Raumakustik

Qintus Ingenieurhaus GmbH & Co. KG

Max-Brauer-Allee 62-64

22765 Hamburg

Deutschland

Tel. +49 40 4019470

info@qintus.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

IBE IngenieurBüro Eilf GmbH & Co. KG

Richard-Wagner-Str. 4

23556 Lübeck

Deutschland

Tel. +49 451 70283-0

Verwendete Produkte

BASWAacoustic

Akustik

BASWA Phon Classic fine

Ege Carpets

Teppich-Belag

ReForm Transition Tiles

Koskisen

Sperrholz-Platten

KoskiDecor

Proooff

Sessel

EarChair

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

11.500 m²

 

Nutzfläche

8.500 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Das Stammhaus von BAT Germany an der Hamburger Außenalster wurde durch das Architekturbüro Ratschko umfassend modernisiert und von einer klassischen Bürostruktur in eine offene, flexible Arbeitswelt für Activity-Based-Working transformiert. Das denkmalgeschützte Gebäude aus den 1930er-Jahren war vor dem Umbau von Zellenbüros, langen Fluren und überholten technischen Strukturen geprägt. Ziel der Bauaufgabe war es, den bestehenden Unternehmenssitz so weiterzuentwickeln, dass er den heutigen Anforderungen an Zusammenarbeit, Kommunikation, Konzentration und Wandelbarkeit gerecht wird – und zugleich als gewachsener Standort erhalten bleibt.

Der Modernisierung ging eine Studie voraus, die den Umzug in einen Neubau mit dem Umbau des Bestandsgebäudes verglich. Die Entscheidung fiel zugunsten des Bestands:​ nachhaltiger, identitätsstiftender und langfristig sinnvoller. Für das neue Konzept wurde das Gebäude weitgehend entkernt; innen wurden rund zwei Drittel des Vorhandenen zurückgebaut. Die Brandabschnitte und -schleusen wurden neu geordnet, Grundrisse und Haustechnik umfassend erneuert.

Auf rund 8.500 Quadratmetern entstanden offene Arbeitslandschaften mit Home-Zones für die einzelnen Departments, Teamarbeitsräumen, Telefonboxen, Konzentrationsarbeitsplätzen, Sitzgruppen und Alkoven. Gemeinschaftsküchen und zentrale Familientische bilden auf den Etagen kommunikative Mittelpunkte. Besonderes Augenmerk lag auf Akustik, Licht und der räumlichen Flexibilität, damit unterschiedliche Arbeitsweisen parallel möglich sind.

Über die Büroflächen hinaus wurden auch die Lobby, die Konferenzbereiche im Erdgeschoss, der begrünte Innenhof sowie das Clubrestaurant „Seven“ mit Dachterrasse neu gestaltet. Das ehemalige Rechenzentrum wurde als „Black Box“ zu einem multimedialen Auditorium für Präsentationen, Town-Hall-Formate und Veranstaltungen umgenutzt. So verbindet das Projekt den Erhalt des Bestands mit einer zeitgemäßen Arbeitskultur und schafft Räume, die sich ohne großen baulichen Aufwand an künftige Anforderungen anpassen lassen.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Besonderheit des Projekts liegt in der Transformation eines denkmalgeschützten Bestandsgebäudes in eine zukunftsfähige Arbeitswelt. Die ehemals kleinteilige Zellenstruktur wurde zugunsten offener, flexibler Flächen für Activity-Based-Working aufgelöst. Dabei bleibt die Identität des Hauses erhalten, während Grundrisse, Technik und Nutzungskonzept konsequent an heutige Anforderungen angepasst wurden.

Neue Kommunikations- und Rückzugsorte, kurze Wege sowie vielseitig nutzbare Sonderflächen – darunter Lobby, begrünter Innenhof, Clubrestaurant und „Black Box“ im ehemaligen Rechenzentrum – machen das Gebäude langfristig wandelbar und nachhaltig nutzbar.

Nachhaltigkeit

Im Mittelpunkt des Nachhaltigkeitsansatzes stand die Weiterentwicklung des Bestands. Eine Machbarkeitsstudie verglich den Umzug in einen Neubau mit der Modernisierung des bestehenden Stammsitzes. Die Entscheidung für den Umbau folgte einem suffizienten Grundgedanken:​ Vorhandene bauliche Ressourcen sollten weitergenutzt, überflüssige Strukturen entfernt und die Substanz für eine langfristige Nutzung ertüchtigt werden.

Das Leitmotiv lautete:​ Alles Überflüssige weglassen, alles Notwendige und Nützliche behalten. Entsprechend wurde nicht neu gebaut, sondern der Bestand gezielt transformiert. Innen wurden nicht mehr tragfähige oder funktional hinderliche Einbauten zurückgebaut; Grundrisse, Brandschutzorganisation und Haustechnik wurden so erneuert, dass das Gebäude heutigen Anforderungen entspricht und zugleich zukunftsfähig bleibt.

Ein wesentlicher Beitrag zur Ressourceneffizienz liegt in der räumlichen Wandelbarkeit. Die neuen Arbeitsbereiche sind so organisiert, dass sie unterschiedliche Nutzungen aufnehmen und ohne großen baulichen Aufwand an veränderte Bedarfe angepasst werden können. Damit verlängert das Konzept die Nutzungsdauer des Gebäudes und reduziert zukünftige Umbauintensitäten.

Material- und Energiekonzept folgen somit nicht dem Cradle-to-Cradle-Ansatz, sondern einer Strategie aus Effizienz und Suffizienz:​ Erhalt statt Ersatzneubau, Reduktion auf das Wesentliche, technische Ertüchtigung des Bestands und flexible Grundrisse für eine langfristig nutzbare Arbeitswelt.

Auszeichnungen

ICONIC Awards 2025

Callwey Best Workspaces 2025

LIV Hospitality Award 2025

Schlagworte

Bauen im Bestand, Büro, Hamburg, New Work, Modernisierung, Transformation, Architektur, Innenarchitektur, Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

350

Das Objekt im Internet

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