Architekturobjekte


Bewegungsparkour Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

51580 Reichshof, Dorner Weg 24

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ST-Freiraum Landschaftsarchitekten

Bewegungsparkour Peter von Heydt Schule - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

© ST-Freiraum

Bewegungsparkour Peter von Heydt Schule - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Treppenanlage mit  Betonsitzblöcken - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

© ST-Freiraum

Treppenanlage mit  Betonsitzblöcken - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Bewegung für alle - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Bewegung für alle - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Bewegung für alle - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Parkour - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Calisthenics - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Kleinspielfeld - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Kleinspielfeld - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Grünes Klassenzimmer - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Schulhof - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Arten- und Biotopschutz - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Arten- und Biotopschutz - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Arten- und Biotopschutz - Bewegungsparkour  Peter von Heydt Schule in Hunsheim, Gemeinde Reichshof

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Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: ST-Freiraum Landschaftsarchitekten

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Dorner Weg 24, 51580 Reichshof, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

06.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architektur: Landschaftsarchitekt

ST-Freiraum Landschaftsarchitekten

Dammstr. 21

47119 Duisburg

Deutschland

Tel. +49 203 420053

info@st-freiraum.de

Bauherr

Gemeinde Reichshof

Hauptstraße 12

51580 Reichshof

Deutschland

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

Dennis Thiele Garten und Landschaftsbau

Hasenbacher Straße 23

51580 Reichshof

Deutschland

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

SPIES Straßen- und Tiefbau GmbH

Unterdorf 3a

57489 Drolshagen

Deutschland

Bauleistung: Garten- und Landschaftsbau

Peter Eyberg Garten und Landschaftsbau GmbH

Oststraße 40

51674 Wiehl

Deutschland

Verwendete Produkte

Dennis Thiele Garten und Landschaftsbau

Pflanzen

KOMPAN

Spielgeräte

LAPPSET Spiel-, Park-, Freizeitsysteme

Parkour

Polytan GmbH

Kunstrasen-Belag

PROCON Play and Leisure

EPDM-Granulate

SIK-Holz

Spielgeräte

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Raummaße und Flächen

Grundstücksgröße

13.360 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

1.125.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die geplante Neugestaltung des Schulhofs der Peter-von-Heydt-Grundschule sowie weiterer Teile des Schulumfeldes stellten einen wichtigen Baustein in der Entwicklung der Ortslage Hunsheim dar. Ziel war es, das öffentlich zugängliche Freigelände der Schule neu zu gestalten und um weitere öffentliche Nutzungsangebote zu ergänzen, um ein generationenübergreifendes Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot zu schaffen, das die Begegnung innerhalb der Ortslage und über deren Grenzen hinaus fördert.

Neben der Aufwertung des Schulgeländes, der Schaffung eines Jugendbereichs und dem sozialen Miteinander im Sport wurden bei dieser Maßnahme die Themen Klimaschutz und Ökologie im Besonderen betrachtet. Durch Aufwertung von Vegetationsflächen, einer Erhöhung der Biodiversität, Entsiegelung von Flächen wurde diesen Punkten in der Planung besondere Beachtung geschenkt.

Das östlich angrenzende Sportzentrum stellt seit je her einen bedeutenden Standort im vereinsgebundenen Sportangebot dar. Die zahlreichen Sportangebote sind jedoch den jeweiligen Vereinsmitgliedern vorbehalten. Um auch der breiten Öffentlichkeit Möglichkeiten zu Bewegung und Spiel zu geben, wurde auf Teilen der vorhandenen Tennisplätze ein Kleinspielfeld errichtet. Da der bisherige Sportplatz mit Naturrasen belegt ist und durch Nutzungen bei Regen Schaden nimmt, sollte ein neues Kleinspielfeld aus Kunstrasen mit den Maßen 40 x 35 m das bestehende Angebot erweitern und an Schlechtwettertagen als Ausweichfläche genutzt werden.

Zudem wurde auf dem noch freien Grundstück unmittelbar angrenzend an den Schulhof im Kreuzungsbereich des Pastor-Göbel-Wegs mit der Berghausener Straße ein Ort für Jugendliche geschaffen.

Die Planung wurde von einem intensiven Partizipationsprozess begleitet, um die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die lokalen Akteure mit ihren unterschiedlichen Interessen einzubinden.

Die Zentrale Idee:​ Bewegung für alle
Zentraler Baustein zur Erweiterung des Spiel-, Sport- und Bewegungsangebots ist die Aufwertung des bestehenden Schulhofs sowie die Einbeziehung weiterer, bislang anderweitig genutzter Freiflächen. Im Netzwerk der Akteure, dem Miteinander von Schule, Vereinssport und öffentlicher Nutzung, ist ein breit gefächertes Bewegungsangebot entstanden. Zur Realisierung wurden bestehende Grenzen aufgehoben und attraktive Flächen mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen. Die Gestaltung erfolgte unter intensiver Einbeziehung der örtlichen Akteure. Mit verschiedenen, spezifisch aufeinander abgestimmten Spiel- und Bewegungsangeboten wurde ein Bewegungsparkour geschaffen, der an die örtlichen Bedürfnisse der jeweiligen Nutzergruppen angepasst, eine umfassende Versorgung mit öffentlich zugänglichen Angeboten sicherstellt. Durch die Errichtung des Bewegungsparkours sowie durch die intensive Partizipation der unterschiedlichen Akteure wurde in Hunsheim ein Identifikationsort für alle Nutzergruppen geschaffen.

Die Erschließung
Im Sinne einer barrierefreien Nutzbarkeit wurden sämtliche Teilflächen ebenflächig erschlossen. Die Zugänge zu den jeweiligen Teilräumen erfolgen über den öffentlichen Raum und sind jederzeit öffentlich zugänglich.
Der Schulhof ist sowohl von Westen über den Pastor-Göbel-Weg als auch von Norden über den Dörner Weg jederzeit barrierefrei zu erreichen. Die freie Zugänglichkeit für das Kleinspielfeld ist unabhängig vom Sportbetrieb über einen vom Dörner Weg kommenden Fußweg gesichert. Das Kleinspielfeld hat im Anschlussbereich zur Schwimmhalle keine geschlossene Umzäunung, sodass die Öffentlichkeit dauerhaften Zugang erhält. Der Jugendbereich südlich des Schulhofs ist durch einen Zugang über den Pastor-Göbel-Weg frei zugänglich.

Der Schulhof
Bedingt durch die Topographie teilt sich der Schulhof in zwei Ebenen. Unter Erhalt der Höhenlagen erhielten beide Teilflächen eine neue Oberflächenbefestigung. Während die dem westlichen Zugang zugewandte Platzfläche mit hellgraufarbenem Betonsteinpflaster und Intarsien aus dunklem Pflasterbelag befestigt wurde, erhielt die östlich anschließende, um ca. 2,00 m erhöht liegende Sport- und Bewegungsfläche eine fugenlose Befestigung aus Asphalt. Zwischen den Plätzen bietet ein Spielaufstieg aus Seilen und Netzen die Möglichkeit, die Höhe spielerisch zu erklimmen. Den nötigen Fallschutz bietet ein farbiger Belag aus EPDM-Granulat. Der reguläre Aufstieg erfolgt über eine breite Treppenanlage mit Betonsitzelementen. Während die Asphaltfläche mit ihrem ebenflächigen Belag mit einem neuen Streetballkorb und einer seitlich anschließenden Spielkombination mit Spielhaus ausgestattet wird, findet das Kinderspiel im Bereich der unteren, gepflasterten Platzfläche an den vorhandenen Spielgeräten statt. 

Das Grüne Klassenzimmer
Unter den im Bereich des östlichen Schulzugangs bestehenden Bäumen bieten graufarbene Betonsitzblöcke die Möglichkeit für Schulunterricht im Freien. An der Schnittstelle zwischen Schule, Sport und Zugang zum Kleinsportfeld bieten Sie einen gemeinsamen Treffpunkt für alle Nutzergruppen.

Das Kleinspielfeld
Im Bereich der zwei westlich gelegenen Tennisplätze wurde ein Kleinspielfeld mit einem Flächenbelag aus Kunstrasen errichtet. Mit einer Abmessung von 40m x 35m erweitert dieses Feld das bestehende, vereinsgebundene Sportangebot um eine attraktive, öffentlich nutzbare und frei zugängliche Fläche für jegliche Ballsportarten.
Als Ergebnis der Gespräche mit den örtlichen Akteuren sollte hier das bestehende Sportangebot geöffnet werden, um freien Sport, Schulsport und den vereinsgebundenen Sport zusammen zu führen. Im Bereich der bestehenden Böschung zwischen Kleinspielfeld und Rasenplatz bildet eine mit Betonstufen und Sitzblöcken befestigte Stufenanlage eine Tribüne für das nach Süden anschließende Rasensportfeld.
Neben einer Neuordnung der Erschließungswege ist eine auf die örtlichen Verhältnisse angepasste Einfassung des Kleinspielfeldes zwingende Voraussetzung für ein konstruktives Miteinander der verschiedenen Akteure. Als Ergebnis des intensiven Dialogs im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurde das Kleinspielfeld zum bestehenden Tennisplatz mit einem blickdichten, 5,00 m hohen Ballfangzaun abgegrenzt. Die Ballfangzäune an den Torseiten wurden in klassischer Bauweise erstellt. Somit ist ein gleichzeitiger Betrieb der Sportnutzungen auch auf engem Raum möglich. Durch die Transparenz der Zäune ist eine Einsehbarkeit des Spielfeldes aus den umgebenden Aufenthaltsflächen möglich. Somit können die sportlichen Aktivitäten im Besonderen von der Tribüne aus verfolgt und begutachtet werden.

Der Parkour
Südlich an das Schulgelände anschließend bietet eine Funsportanlage ein attraktives Angebot für Jugendliche und Sporttreibende. Im westlichen Bereich bietet eine Parkouranlage mit Wetterschutz einen altersgerechten Treffpunkt für Jugendliche. Im hinteren, östlichen Bereich bietet eine Calisthenicsanlage ein neues Sportangebot. Sowohl der Parkour als auch die Calesthenicsanlage bieten die Möglichkeit, die eigene Geschicklichkeit, Bewegungsfähigkeit und Ausdauer durch das Training mit dem eigenen Körpergewicht zu fördern. Mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden richtet sich der Parkour sowohl an jüngere Jugendliche, die den Einstieg in das Parkouring erst noch finden müssen, als auch an Fortgeschrittene, die besondere Schwierigkeiten suchen, um Ihre Fähigkeiten zu beweisen. Mit einem Flächenbelag aus Betonsteinpflaster und gebundenem EPDM-Granulat ist die Fläche robust gegen Vandalismus und die erwartungsgemäß hohe Beanspruchung ausgestattet.
Die Calesthenicsanlage richtet sich altersübergreifend an alle Sporttreibenden im Ort und darüber hinaus. Durch verschiedene Elemente können sämtliche Körperregionen gezielt trainiert werden. So wurde in diesem Bereich ein vielfältiges Angebot für Jugendliche und Sporttreibende geschaffen. Das im Bereich der befestigten Fläche anfallende Niederschlagswasser wird in die seitlich angrenzende Wiesenfläche geleitet und dort zur Versickerung gebracht.
Diese Wiesenfläche selbst wird weiterhin regelmäßig als Fest- und Zirkuswiese genutzt.

Das Umfeld
Inmitten der umgebenden Wohnbebauung verfügt das Schul- und Sportgelände über einen grünen Rahmen. Durch die städtebaulich erforderliche Einfassung erfolgt einerseits eine räumliche Fassung des Areals sowie andererseits eine Anbindung an den umgebenden Stadtraum. Die Freifläche östlich des Sportgeländes wird neu geordnet und bietet eine Fußwegeverbindung vom Lehmelsweiher zum Robert-Dürbeck-Weg. Kleine Baumhaine und solitärstehende Obstgehölze begleiten den Weg durch eine blütenreiche Wiese aus heimischem Saatgut. Der extensive Charakter sowie die Verwendung standortgerechter Pflanzenarten bieten eine innerörtliche Grünfläche mit einem hohen Artenschutzpotenzial. Durch den hohen Blütenbestand und ein daraus resultierendes hohes Nahrungsangebot wird die Ansiedlung von Insekten gefördert. Zu diesem Zweck wurden Insektennisthilfen errichtet, um neben Nahrung auch Lebensraum und Schutzbereiche zu schaffen.

Der Klimaschutz
Die geplante Umgestaltung berücksichtigt im Besonderen die Aspekte des Klimaschutzes. Die Einleitung des anfallenden Niederschlagswassers in das Kanalnetz ist deutlich reduziert. Allgemein soll so viel Niederschlagswasser wie möglich von den befestigten Flächen in umliegende Vegetationsflächen versickert werden.
Die vorhandenen Vegetationsflächen, vor allem die östlich gelegene Freifläche, wird durch die Aussaat von heimischem Saatgut aufgewertet. Dies führt zu einer Erhöhung der Biodiversität und zu mehr Artenreichtum. Durch die gezielte Pflanzung heimischer, alter Obstgehölze wird zudem der Erhalt dieser Sorten gefördert.

Die Partizipation
Die Planung der Freianlagen erfolgte unter kontinuierlicher Beteiligung der Anwohner sowie der örtlichen Akteure.

Die Wirtschaftlichkeit
Die Neugestaltung der Freianlagen folgt konsequent dem Gedanken der wirtschaftlichen Nach-haltigkeit. Bei der Neugestaltung der Vegetationsflächen wurde auf pflegeintensive Pflanzungen verzichtet. Durch die zum Teil extensive Gestaltung und die Verwendung hochwertiger Materialien konnte der Unterhaltungsaufwand minimiert werden.
 

Schlagworte

Bewegung für alle, Erschließung, Schulhof, Grüne Klassenzimmer, Kleinspielfeld, Parkour, Umfeld, Klimaschutz, Partizipation, Wirtschaftlichkeit

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