Architekturobjekt 1 von 2.712

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jade Hochschule, Architektur, Pia Jansen

Perspektive Quartiersachse - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Lageplan - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Axonometrie des Gebietes - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Konzeptskizzen - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Perspektive Parkanlage - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Plaggenesch-Boden mit Phytosanierung und ökologischer Verschränkung - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Podsol-Gley-Boden mit verbesserter Bodenqualität durch tiefwurzelnde Pflanzen - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Schwammstadt-Prinzip mit verbesserter Bodenqualität und Artenvielfalt - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Aufbau der intensiven Dachbegrünung - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Konzept Nachbarschaft - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Perspektive Wohnquartier - Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"

© Sandra Kunert, Pia Jansen, Jesco Kreinsen

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jade Hochschule, Architektur, Pia Jansen

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

01.2025

Beschreibung

Objektbeschreibung

Im Rahmen der Aufgabe „Boden Boost – Ökologisches Quartier hin zu einem Netto-Null Flächenverbrauch“ wurde das Einzelhandelsareal in Wechloy, Oldenburg untersucht und in ein zukunftsfähiges, gemischt genutztes Quartier transformiert. Ziel der Bauaufgabe war es, ein monofunktionales Gebiet mit großflächiger Versiegelung, geringer Aufenthaltsqualität und niedriger Bebauungsdichte so weiterzuentwickeln, dass Bodenqualität, Klimaschutz, Biodiversität und Ressourcenkreisläufe verbessert werden, ohne zusätzlichen Boden zu verbrauchen. Gleichzeitig sollte ein lebendiger öffentlicher Raum entstehen, der sowohl den Menschen als auch anderen Lebewesen zugutekommt.
Die Entwurfsstrategie reagiert direkt auf die zuvor analysierten Defizite des Bestands. Angsträume und Mobilitätshindernisse wurden durch neue Wegebeziehungen reduziert und das Gebiet durch Nachverdichtung sowie neue Nutzungen stärker vernetzt. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts war die großflächige Entsiegelung der vorhandenen Parkplatzflächen zugunsten neuer Grün- und Aufenthaltsbereiche. Dadurch entstehen Ausgleichsflächen, die sowohl das Mikroklima verbessern als auch die ökologische Qualität des Quartiers stärken.
Das Quartier wurde nach dem Prinzip der Schwammstadt entwickelt. Grün-Blau-Strukturen übernehmen dabei wichtige Funktionen zur Reduktion von Hitzeinseln und Starkregenereignissen. Bestehende Grünräume werden erhalten und miteinander vernetzt, während neue Wasserflächen und Vegetationsräume die Aufenthaltsqualität steigern. Ergänzend dazu verbessern verschiedene Bodenaufbauten die Wasserspeicherung, die Nährstoffaufnahme sowie den Erosionsschutz und fördern gleichzeitig die Biodiversität. Schadstoffe werden reduziert und die Bodenstruktur langfristig regeneriert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Neuorganisation der Mobilität. Der motorisierte Verkehr wurde an die Ränder des Gebiets verlagert, wodurch eine autofreie Mitte entstehen konnte. Neue Fuß- und Fahrradwege verbinden die umliegenden Wohngebiete miteinander und schaffen sichere sowie attraktive Bewegungsräume. Zwei neue Gebietseingänge mit Hochpunkten dienen zusätzlich der Orientierung und stärken die städtebauliche Identität des Quartiers.
Durch die Umstrukturierung der Nutzungen wurde das ehemals rein kommerziell geprägte Areal urbanisiert und zu einem lebendigen Mischquartier weiterentwickelt. Neue kulturelle und freizeitliche Angebote, die Aktivierung von Leerständen sowie zusätzlicher Wohnraum ermöglichen eine Nutzung des Gebiets über den gesamten Tagesverlauf hinweg. Belebte Erdgeschosszonen, Arkaden und klar gestaltete Übergänge zwischen Innen- und Außenraum fördern soziale Interaktionen und stärken die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Der Entwurf versteht das Quartier als vernetztes ökologisches System. Ressourcen sollen wiederverwendet, Kreisläufe geschlossen und unterschiedliche Systeme wie Wasser, Energie, Boden und Biodiversität ganzheitlich miteinander verbunden werden. Ziel ist die Entwicklung eines klimaresilienten und kohlenstoffneutralen Quartiers, das funktionale, ökologische, soziale und räumliche Anforderungen miteinander verbindet und einen Beitrag zur regenerativen Stadtentwicklung leistet.

Beschreibung der Besonderheiten

Die funktionale Besonderheit des Entwurfs liegt in der Umstrukturierung des bislang autoorientierten Einzelhandelsareals zu einem vernetzten, gemischt genutzten Quartier mit autofreier Mitte. Der motorisierte Verkehr sowie der ÖPNV werden an die Ränder verlagert, wodurch sichere und attraktive Fuß- und Fahrradverbindungen entstehen. Neue Wegebeziehungen verknüpfen bestehende Wohngebiete mit öffentlichen Grün- und Aufenthaltsräumen.
Die Erdgeschosszonen werden durch kulturelle, soziale und freizeitliche Nutzungen aktiviert und schaffen eine durchgängige Belebung des Quartiers. Arkaden fungieren als Übergangsbereiche zwischen Innen- und Außenraum und stärken die Aufenthaltsqualität. Ergänzend dazu verbessert das Schwammstadtprinzip die Wasseraufnahme und reduziert Hitze- sowie Starkregenbelastungen. Grün-Blau-Strukturen, Dachnutzungen und unterschiedliche Bodenaufbauten fördern Biodiversität, Ressourcenkreisläufe und die langfristige Regeneration des Bodens.

Nachhaltigkeit

Das Quartier folgt einem regenerativen und kreislauforientierten Ansatz, der Prinzipien von Effizienz, Suffizienz und Cradle to Cradle miteinander verbindet. Durch Nachverdichtung und Umnutzung bestehender Strukturen wird zusätzlicher Flächenverbrauch vermieden und vorhandene Ressourcen werden weitergenutzt. Großflächige Entsiegelungen sowie Grün-Blau-Infrastrukturen verbessern das Mikroklima und reduzieren den technischen Energieaufwand zur Klimaregulierung.
Die Nutzung von Dachflächen zur Energiegewinnung und zur Erweiterung des Wohnraums unterstützt eine effiziente Mehrfachnutzung der vorhandenen Infrastruktur. Gleichzeitig fördern wassersensible Freiräume, regenerative Bodenaufbauten und ökologische Kreisläufe die langfristige Speicherung von CO₂ sowie die Stabilisierung des ökologischen Gleichgewichts. Das Konzept versteht das Quartier als vernetztes System aus Ressourcen-, Wasser-, Energie- und Stoffkreisläufen.

Schlagworte

Regenerativer Städtebau, Schwammstadt, Klimaresilienz, Nachverdichtung, Mischnutzung, Entsiegelung, CO2-Senke, Humus-Quartier, Grün-Blau-Infrastruktur, Bodenregeneration, Nachhaltige Mobilität, Autofreies Quartier, Ökologisches Quartier, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Freiraumgestaltung, Städtebau, Transformation, Wechloy, Oldenburg

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