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Aus Grau wird Grün - "Parkflächen statt Parkflächen"
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Jade Hochschule, Architektur, Pia Jansen
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
01.2025
Zeichnungen und Unterlagen
Beschreibung
Objektbeschreibung
Die Entwurfsstrategie reagiert direkt auf die zuvor analysierten Defizite des Bestands. Angsträume und Mobilitätshindernisse wurden durch neue Wegebeziehungen reduziert und das Gebiet durch Nachverdichtung sowie neue Nutzungen stärker vernetzt. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts war die großflächige Entsiegelung der vorhandenen Parkplatzflächen zugunsten neuer Grün- und Aufenthaltsbereiche. Dadurch entstehen Ausgleichsflächen, die sowohl das Mikroklima verbessern als auch die ökologische Qualität des Quartiers stärken.
Das Quartier wurde nach dem Prinzip der Schwammstadt entwickelt. Grün-Blau-Strukturen übernehmen dabei wichtige Funktionen zur Reduktion von Hitzeinseln und Starkregenereignissen. Bestehende Grünräume werden erhalten und miteinander vernetzt, während neue Wasserflächen und Vegetationsräume die Aufenthaltsqualität steigern. Ergänzend dazu verbessern verschiedene Bodenaufbauten die Wasserspeicherung, die Nährstoffaufnahme sowie den Erosionsschutz und fördern gleichzeitig die Biodiversität. Schadstoffe werden reduziert und die Bodenstruktur langfristig regeneriert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Neuorganisation der Mobilität. Der motorisierte Verkehr wurde an die Ränder des Gebiets verlagert, wodurch eine autofreie Mitte entstehen konnte. Neue Fuß- und Fahrradwege verbinden die umliegenden Wohngebiete miteinander und schaffen sichere sowie attraktive Bewegungsräume. Zwei neue Gebietseingänge mit Hochpunkten dienen zusätzlich der Orientierung und stärken die städtebauliche Identität des Quartiers.
Durch die Umstrukturierung der Nutzungen wurde das ehemals rein kommerziell geprägte Areal urbanisiert und zu einem lebendigen Mischquartier weiterentwickelt. Neue kulturelle und freizeitliche Angebote, die Aktivierung von Leerständen sowie zusätzlicher Wohnraum ermöglichen eine Nutzung des Gebiets über den gesamten Tagesverlauf hinweg. Belebte Erdgeschosszonen, Arkaden und klar gestaltete Übergänge zwischen Innen- und Außenraum fördern soziale Interaktionen und stärken die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Der Entwurf versteht das Quartier als vernetztes ökologisches System. Ressourcen sollen wiederverwendet, Kreisläufe geschlossen und unterschiedliche Systeme wie Wasser, Energie, Boden und Biodiversität ganzheitlich miteinander verbunden werden. Ziel ist die Entwicklung eines klimaresilienten und kohlenstoffneutralen Quartiers, das funktionale, ökologische, soziale und räumliche Anforderungen miteinander verbindet und einen Beitrag zur regenerativen Stadtentwicklung leistet.
Beschreibung der Besonderheiten
Die Erdgeschosszonen werden durch kulturelle, soziale und freizeitliche Nutzungen aktiviert und schaffen eine durchgängige Belebung des Quartiers. Arkaden fungieren als Übergangsbereiche zwischen Innen- und Außenraum und stärken die Aufenthaltsqualität. Ergänzend dazu verbessert das Schwammstadtprinzip die Wasseraufnahme und reduziert Hitze- sowie Starkregenbelastungen. Grün-Blau-Strukturen, Dachnutzungen und unterschiedliche Bodenaufbauten fördern Biodiversität, Ressourcenkreisläufe und die langfristige Regeneration des Bodens.
Nachhaltigkeit
Die Nutzung von Dachflächen zur Energiegewinnung und zur Erweiterung des Wohnraums unterstützt eine effiziente Mehrfachnutzung der vorhandenen Infrastruktur. Gleichzeitig fördern wassersensible Freiräume, regenerative Bodenaufbauten und ökologische Kreisläufe die langfristige Speicherung von CO₂ sowie die Stabilisierung des ökologischen Gleichgewichts. Das Konzept versteht das Quartier als vernetztes System aus Ressourcen-, Wasser-, Energie- und Stoffkreisläufen.
Schlagworte
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