Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

8006 Zürich, Universitätstrasse 105, Schweiz

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Baumschlager Eberle Architekten GmbH

Außenansicht nach Sanierung - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© Jürg Zimmermann, JZ

Städtebauliche Einbindung - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© Jürg Zimmermann, JZ

Straßenfassade mit PV-Elementen - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© zimmermannfotografie.ch

Neue Fassadengliederung - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© zimmermannfotografie.ch

Innenraum mit aktivierter Speichermasse - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© Jürg Zimmermann, JZ

Bestand vor Sanierung – Straßenansicht - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© Baumschlager Eberle Architekten

Bestand vor Sanierung – Glasfassade - 22·26 Hybrid Sanierung Universitätstrasse

© Baumschlager Eberle Architekten

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Baumschlager Eberle Architekten GmbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Universitätstrasse 105, 8006 Zürich, Schweiz

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

06.2025

Nachhaltigkeit

MINERGIE-P, BREEAM - Outstanding

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauherr

IGIMO AG c/o Schroder Investment Management,

Talstrasse 11

8006 Zürich

Schweiz

igimo@schroders.com

Fachplanung: Gebäudetechnik

2226 GmbH

Millennium Park 20

6890 Lustenau

Österreich

Architektur: Landschaftsarchitekt

planikum AG

Schaffhauserstrasse 358

8050 Zürich

Schweiz

Tel. +41 44 244 26 00

info@planikum.ch

Architekturfotografie

Jürg Zimmermann

Frohalpstrasse 91

8038 Zürich

Schweiz

info@zimmermannfotografie.ch

Verwendete Produkte

Megasol Energie

PV Fassade

2222 GmbH

Gebäudeautomation/ Gebäudeklimakonzept

22·26 Operating System

ventilation flaps

Fenster

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

6- bis 10-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

2.372 m²

 

Nutzfläche

1.418 m²

 

Grundstücksgröße

493 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Sanierung Universitätstrasse in Zürich transformiert ein Bürogebäude aus dem Jahr 1974 in einen zukunftsfähigen Arbeitsort nach dem Prinzip 22·26 Hybrid. Ziel war es, den Bestand im innerstädtischen Kontext umfassend zu erneuern, ohne seinen urbanen Charakter zu verlieren, und gleichzeitig Komfort, Energieeffizienz und langfristige Wirtschaftlichkeit deutlich zu verbessern.

Der Entwurf nutzt die vorhandene Gebäudesubstanz als aktive Ressource. Durch den Rückbau abgehängter Decken wurde wertvolle Speichermasse freigelegt und die Raumhöhe verbessert. Die neue Gebäudehülle mit reduziertem Glasanteil, opaken Fassadenelementen und klar gegliederten Lisenen schützt vor sommerlicher Überhitzung, verbessert die energetische Performance und stärkt die Präsenz des Gebäudes im Stadtraum.

Das Prinzip 22·26 Hybrid macht die Architektur selbst zum klimawirksamen System:​ Massive Bauteile stabilisieren das Innenklima, interne Wärmequellen wie Menschen, Geräte und Beleuchtung übernehmen einen großen Teil der Heizlast, während intelligent gesteuerte Fensterflügel Lüftung und Nachtauskühlung ermöglichen. Auf konventionelle Lüftungs- und Kühlsysteme kann weitgehend verzichtet werden; eine Photovoltaik-Fassade und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ergänzen das Konzept.

So entsteht ein robustes, ressourcenschonendes Bürogebäude mit flexiblem Grundriss, angenehmem Raumklima und hoher Aufenthaltsqualität. Die Sanierung zeigt beispielhaft, wie Bestandsgebäude der 1970er-Jahre mit architektonischen Mitteln in leistungsfähige, nachhaltige und wirtschaftlich attraktive Stadtbausteine überführt werden können.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Besonderheit des Projekts liegt in der Übertragung des Prinzips 22·26 auf eine umfassende Bestandssanierung. Nicht technische Aufrüstung, sondern architektonische und bauphysikalische Intelligenz bildet die Grundlage des Klimakonzepts. Die vorhandene Stahlbetonstruktur wird durch das Freilegen der Speichermasse aktiviert; Lehmputz unterstützt die Feuchteregulierung und trägt zu einem gesunden Innenraumklima bei.

Das Gebäude erreicht laut energetischer Simulation einen Heizwärmebedarf von 15 kWh/m²a und einen Kühlwärmebedarf von nur 1 kWh/m²a. Damit zeigt das Projekt, welches Potenzial in der energetischen Erneuerung bestehender Bürogebäude liegt. Genannt werden zudem BREEAM Refurbishment „Outstanding“ und Minergie-P als Nachhaltigkeitsstandards.

Funktional bietet das Gebäude auf sechs Etagen flexible Büroflächen sowie eine großzügige Dachterrasse mit Blick auf Stadt, See und Berge. Die eingezogene Eingangsnische schafft eine klare Adresse und einen repräsentativen Zugang. Begrünte Dachflächen, biodiverse Außenbereiche und integrierte Nistplätze für Mauersegler erweitern das Nachhaltigkeitskonzept über die Energiefrage hinaus.

Nachhaltigkeit

Das Energie- und Materialkonzept folgt dem Prinzip der Effizienz durch Suffizienz:​ Statt das Bestandsgebäude technisch aufzurüsten, wird seine vorhandene Substanz als Ressource genutzt. Durch den Rückbau abgehängter Decken wurde Speichermasse freigelegt, die das Innenraumklima stabilisiert. Die erneuerte Gebäudehülle mit reduziertem Glasanteil, opaken Fassadenelementen und Wärmedämmung minimiert Wärmeverluste und sommerliche Überhitzung.

Das Prinzip 22·26 Hybrid reduziert konventionelle Heizungs-, Kühlungs- und Lüftungstechnik auf ein Minimum. Interne Wärmequellen wie Menschen, Geräte und Beleuchtung tragen zur Temperierung bei; automatisch gesteuerte Fensterlüftungsflügel ermöglichen natürliche Lüftung und Nachtauskühlung. Eine Photovoltaik-Fassade liefert Strom, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe deckt Lastspitzen ab. Laut energetischer Simulation liegt der Heizwärmebedarf bei 15 kWh/m²a, der Kühlwärmebedarf bei 1 kWh/m²a.

Auf Materialebene steht die Weiterverwendung der bestehenden Tragstruktur im Vordergrund. Ergänzend tragen Lehmputz, Dachbegrünung, biodiverse Grünflächen und integrierte Nistplätze zur Verbesserung von Raumklima, Mikroklima und ökologischer Qualität bei. Das Projekt zeigt damit einen ressourcenschonenden Ansatz, der Bestandserhalt, niedrigen Energiebedarf, geringe technische Komplexität und langfristige Nutzbarkeit miteinander verbindet.

Auszeichnungen

Breeam refurbishment „outstanding“– Minergie P

Schlagworte

Sanierung, Bestandssanierung, Bauen im Bestand, Bürogebäude, 22·26 Hybrid, Low-Tech, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Photovoltaik-Fassade, BREEAM Refurbishment, natürliche Lüftung, thermische Masse

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

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