Vom Getreidesilo zum markanten Hotelbau

Baumit

Technisch sicher, gestalterisch anspruchsvoll

Über rund vier Jahrzehnte hinweg diente das Silogebäude in der Bremer Überseestadt dem amerikanischen Kellogg’s-Konzern als Lager- und Produktionsbestandteil. In den bis zu 40 Meter hohen Türmen aus den 1970er-Jahren lagerten mehrere tausend Tonnen Mais, Reis, Weizen, Hafer. Das Bauwerk war funktional, massiv und ausschließlich auf industrielle Nutzung ausgelegt.

Mit der Einstellung des Betriebs im Jahr 2017 stand das prägende Bauwerk vor einer grundlegenden Frage: Wie kann ein solch monumentales Gebäude sinnvoll in die Zukunft geführt werden?

Die Antwort liegt in der konsequenten Umnutzung und Weiterentwicklung des Bestands. Im Zuge der Trans­for­ma­tion der ehemaligen Hafen- und Industrieflächen zur heutigen Überseeinsel wurde das Silogebäude nicht abgebrochen, sondern bewusst erhalten und neu interpretiert. Aus einem abgeschlossenen Produktionsort entstand ein offener, nutzbarer Raum für Menschen.

Heute beherbergen die ehemaligen Siloröhren ein außergewöhnliches Hotel. Ergänzt wird die Nutzung durch Büro-, Konferenz- und Gastronomie sowie weitere öffentlich zugängliche Angebote. Als markanter Hochpunkt bildet das Kellogg’s Hotel heute den Kern des neuen Stadtzentrums der Überseeinsel und übernimmt eine zen­trale Rolle als Ort der Begegnung. Die neue Funktion macht den industriellen Ursprung des Bauwerks erleb­bar und verleiht ihm gleichzeitig eine völlig neue Bedeutung. Statt leerstehender Industriebauten ist ein lebendiger Ort entstanden. Der Kellogg Pier trägt wesentlich zur Belebung der Überseeinsel bei und macht industrielle Geschichte für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.

Im Rahmen der Umnutzung wurde das frühere Silo energetisch modernisiert. Eine besondere handwerkliche Herausforderung stellte dabei die Dämmung der runden Siloformen dar. Vor allem der notwendige Ausgleich der stark gekrümmten Flächen erforderte höchste Präzision bei der Ausführung des WDV-Systems.

Zum Einsatz kam Baumit multifill LTM 81 der rein mineralische, schnell abbindende und dämmende Verfüllmörtel. Es erlaubt Schicht­stärken von acht bis zehn Zentimetern in einem Arbeits­gang. Die ausgleichende Mörtelschicht wurde in einer Dicke von 10 bis 17 Zentimetern in zwei Lagen aufgebracht. Die beiden Lagen wurden maschinell gespritzt und anschließend von Hand geglättet.

Diese komplexen Geometrien konnten technisch sicher und ge­stal­te­risch anspruchsvoll umgesetzt werden. Die Fassade erhält durch eine kreative Putztechnik eine dynamische, mineralische Optik, die sowohl den industriellen Charakter aufgreift als auch einen modernen Eindruck vermittelt.

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