Vom Büro zur Kita: Zweitnutzung mit System

Adapteo

Mit seinem zirkulären Modulbauansatz hat Adapteo im schleswig-holsteinischen Fockbek gezeigt, wie sich Bestandsmodule effizient in neue Nutzungskonzepte überführen lassen. Im Zentrum des Adapteo-Ge­schäfts­modells steht die Wiederaufbereitung und erneute Verwendung gebrauchter Gebäudemodule.

So wurde aus Komponenten eines ehemaligen Bürokomplexes innerhalb von nur drei Monaten eine Kinder­tagesstätte realisiert; weitere Module fanden parallel in einem Schulprojekt erneut Verwendung. Die Bauteile erhalten damit ein „zweites Leben“ – angepasst an die Anforderungen unterschiedlicher Auftraggeber.

Zirkularität im konkreten Einsatz

Die in der Kita verbauten Module mit einer Fläche von rund 480 Quadratmetern stammen aus einer früheren Büroanlage im baden-württembergischen Philippsburg, die zwischen 2022 und 2025 genutzt wurde. Am neuen Standort ist nun eine deutlich längere Einsatzdauer vorgesehen: Bis zu 30 Jahre sollen die Einheiten dort in Betrieb bleiben. Die übrigen rund 510 Quadratmeter wurden in ein Schulprojekt im niedersächsischen Hemmingen integriert, das im Mietmodell umgesetzt wird.

Ressourceneffizienz durch Wiederverwendung

Adapteo verfolgt konsequent einen kreislauforientierten Ansatz mit Fokus auf Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Ein wesentlicher Bestandteil ist die systematische Wiederverwendung von Modulen und Materialien. Im Jahr 2023 lag der Anteil wiederverwendeter Mietobjekte der Adapteo-Gruppe bei 64,5 Prozent. Auch wirtschaftlich kann dieses Modell Vorteile bieten, da sich – abhängig vom Umfang der Aufbereitung – Einsparpotenziale für Auftraggeber ergeben.

Das Leistungsspektrum umfasst dabei den vollständigen Rückbau inklusive Demontage, Transport und Zwischenlagerung. Darüber hinaus wird die Kreislaufidee auch auf Materialebene umgesetzt: Bodenbeläge werden beispielsweise an die Hersteller zurückgeführt und dort recycelt. Viele Zulieferer verfügen über entsprechende Rücknahme- und Wiederverwertungssysteme.

Flexible Raumkonzepte für neue Nutzungen

Die Umnutzung der ehemaligen Büroflächen zeigt die An­pas­sungs­fähigkeit modularer Bauweisen. Entstanden sind drei Gruppen­räume für die Kita mit jeweils etwa 50 bis 60 Quadrat­metern sowie integrierten Küchenzeilen. Ergänzt wird das Raum­angebot durch Nebenräume für Ruhe- und Spielphasen, gruppen­be­zogene Garderoben und alters­gerechte Sanitärbereiche für Krippen- und Kleinkinder. Hinzu kommen Funktionsflächen wie Besprechungs- und Personalräume, Technik­bereiche sowie Ab­stell­möglichkeiten. Die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe.

Planung mit Blick auf den Lebenszyklus

Ein zentrales Prinzip bei Adapteo ist die frühzeitige Integration der Kreislaufwirtschaft in den Planungsprozess. Projekte werden von Beginn an so konzipiert, dass eine spätere Demontage und Weiterverwendung möglich bleiben. Wie Benjamin von Schretter, Geschäftsführer von Adapteo Deutschland, betont, werden die ent­schei­denden Weichen bereits in frühen Projektphasen gestellt. Aspekte wie Materialwahl, Konstruktion und Flexi­bilität bestimmen maßgeblich, wie nachhaltig und rückbaufähig ein Gebäude letztlich ist.

Mehr Informationen unter www.adapteo.de oder via Kontaktformular.

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