Sanierung der Drachenschwanzbrücke im thüringischen Ronneburg

TEPRO Kunststoff-Recycling

Geplant vom Münchner Architekten Richard Johann Dietrich und anlässlich der Bundesgartenschau 2007 errichtet, gilt die Drachenschwanzbrücke in Ronneburg als längste Holzbrücke Europas. Die Spannband-Kon­struk­tion, die ursprünglich den Namen Drachenrückenbrücke tragen sollte, wurde nach einer Leser­be­fra­gung einer lokalen Zeitung umbenannt und im August 2006 feierlich eröffnet.

Mit einer Länge von 225 m und einer Breite zwischen 3,0 m und 4,3 m überspannt sie das Gessental und ver­bindet zwei Areale der „Neuen Landschaft Ronneburg“. Dieser Landschaftspark auf einem ehemaligen Uranerz­bergbaugebiet war mit 124 Hektar einer der beiden Ausstellungsbereiche der damaligen Bundesgartenschau.

Nach 20 Jahren Standzeit und dem stetigen Austausch einzelner Belagsbohlen entschied sich die Stadt Ronneburg, den gesamten Holzbelag zu erneuern. Im Frühjahr 2026 wurde die Brücken­fläche von rund 825 m² vollständig mit TRIMAX®-Profilen belegt. Die glasfaserverstärkten Profile aus recyceltem, sortenreinem Kunststoff im Format 5 x 30 cm überzeugen durch ihre geriffelte Oberfläche im Farbton Hellbraun – und damit durch eine holz­ähn­liche Optik, die dem Charakter des Bauwerks gerecht wird.

Die bauaufsichtlich zugelassenen TRIMAX®-Belagsbohlen werden im niedersächsischen Bad Bodenteich hergestellt und sind „Made in Germany“. Sie enthalten keinen Holzanteil, sind nahezu war­tungs­frei – kein Ölen, kein Streichen – und lassen sich problemlos mit einem Hochdruckreiniger reinigen. Neben der einfachen Pflege sprechen vor allem die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit des Materials für den Einsatz bei einem Bauwerk dieser Bedeutung.

Die Sanierungsarbeiten wurden von der SARFERT Hoch-, Tief- und Brückenbau GmbH aus dem sächsischen Werdau durchgeführt. Am 29. Mai 2026 fand bei bestem Wetter die feierliche Wiedereröffnung statt – und die Begeisterung der versammelten Ronneburger war groß. Schließlich ist die Drachenschwanzbrücke die einzige Querung des Gessentals und war nach langer Sperrzeit endlich wieder zugänglich. Besonders positiv stach dabei die Qualität des neuen Belags hervor.

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