Rieder
Smart Elements GmbH & Co KG
Glemmerstr. 21
5751 Maishofen
Österreich
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Glasfaserbeton prägt die neue Fassadenerscheinung und verbindet eine robuste Materialität mit schlanken Querschnitten.
"Fassade in neuer Dimension" von Rieder
Glasfaserbeton prägt die neue Fassadenerscheinung und verbindet eine robuste Materialität mit schlanken Querschnitten. © Rieder / Ditz Fejer
Das Geschäftsgebäude, überarbeitet von Lindner Lohse Architekten, liegt an der zentralen Einkaufsmeile Dortmunds und wurde ursprünglich 1959 errichtet. Über die Jahrzehnte wurde der Bau mehrfach erweitert, wodurch dessen ursprüngliche architektonische Ordnung zunehmend verloren ging. Mit der Modernisierung erhält der Komplex einen neuen gestalterischen Charakter, der die unterschiedlichen Gebäudeteile zusammenführt und ihnen eine klare räumliche Präsenz verleiht.
Die verschiedenen Baukörper, ein dreigeschossiger Sockel sowie ein fünfgeschossiger Turm, werden dabei nicht überformt, sondern durch eine klar definierte Fassadengestaltung zu einem zusammenhängenden Erscheinungsbild verbunden. Ein über alle Geschosse geführtes Treppenhaus verbessert die Erschließung des Gebäudes grundlegend und schafft erstmals eine durchgängige Verbindung aller Etagen. Die neue Eingangssituation wird durch die überarbeitete Fassade räumlich und baulich akzentuiert.
Plastische Tiefe: 3D-Fassadengestaltung

Die 3D-Elemente verleihen der Fassade plastische Tiefe und erzeugen ein wechselndes Spiel aus Licht und Schatten.
"Fassade in neuer Dimension" von Rieder
Die 3D-Elemente verleihen der Fassade plastische Tiefe und erzeugen ein wechselndes Spiel aus Licht und Schatten. © Rieder / Ditz Fejer
An der Hauptfassade kamen dreidimensionale Formteile aus Glasfaserbeton von Rieder zum Einsatz. Die rund 350 m² große Fassadenfläche wurde in der Farbe Silvergrey mit der Oberfläche Ferro light ausgeführt. Die eigens für das Projekt entwickelten U-förmigen Elemente schaffen eine plastische Fassadenebene, deren Tiefe und Struktur ein differenziertes Spiel aus Licht und Schatten erzeugen. Je nach Tageszeit, Blickwinkel und Lichteinfall verändert sich die Wirkung der Fassade.
Gleichzeitig übernehmen die geformten Bauteile Funktionen des Sonnen- und Sichtschutzes. Die Fassade wird damit nicht ausschließlich als Bekleidung verstanden, sondern als konstruktiv wirksame Schicht zwischen Innen- und Außenraum.
3D-Formteile mit 13 mm Materialstärke

Die 3D-Elemente verleihen der Fassade plastische Tiefe und erzeugen ein wechselndes Spiel aus Licht und Schatten.
"Fassade in neuer Dimension" von Rieder
Die 3D-Elemente verleihen der Fassade plastische Tiefe und erzeugen ein wechselndes Spiel aus Licht und Schatten. © Rieder / Ditz Fejer
Die Formteile von Rieder bestehen aus 13 mm dünnem Glasfaserbeton und ermöglichen schlanke Fassadenelemente. Die Materialstärke trägt zu einem geringen Eigengewicht der Bauteile bei und kann bei der Planung von Tragstruktur, Transport und Montage berücksichtigt werden. Das geringe Eigengewicht kann zudem die Handhabung der Bauteile auf der Baustelle erleichtern.
Der Einsatz von Glasfaserbeton knüpft an die Materialität klassischer Betonfertigteile an, interpretiert diese jedoch mit wesentlich schlankeren Querschnitten. Die Elemente verbinden Anmut und Robustheit von Beton mit einer hohen gestalterischen und konstruktiven Flexibilität. Die dreidimensionale Formgebung erlaubt dabei auch die Umsetzung komplexer Geometrien.
Neben dem geringen Eigengewicht spielen die Materialeigenschaften eine wesentliche Rolle: Glasfaserbeton ist nicht brennbar, witterungsbeständig und auf einen geringen Wartungsaufwand ausgelegt. Gleichzeitig sorgen die feuchteresistente Materialstruktur sowie die geringe Anfälligkeit für Verschmutzungen für langlebige Fassadenoberflächen. Die Auswahlmöglichkeiten aus vielfältigen Farbtönen, Texturen und individuellen Formen eröffnen dabei zahlreiche gestalterische Optionen.

Die neu gestaltete Fassade fasst die unterschiedlichen Baukörper zu einem klaren, zusammenhängenden Erscheinungsbild mit räumlicher Präsenz zusammen.
"Fassade in neuer Dimension" von Rieder
Die neu gestaltete Fassade fasst die unterschiedlichen Baukörper zu einem klaren, zusammenhängenden Erscheinungsbild mit räumlicher Präsenz zusammen. © Rieder / Ditz Fejer
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