Der Sockelbereich zählt zu den am stärksten beanspruchten Zonen der Außenwand und erfordert aufgrund von Feuchte- und mechanischer Belastung besondere Aufmerksamkeit. In der bis etwa 30 Zentimeter hohen Spritzwasserzone sind Putze einzusetzen, die ausreichend fest, wasserabweisend sowie widerstandsfähig gegenüber Frost, Feuchtigkeit und mechanischer Beanspruchung sind.

Sockelputze

Der Sockelbereich ist die mechanisch und physikalisch am meisten beanspruchte Stelle einer Außenwand. Die gefährdete Spritzwasserzone reicht in der Regel von der Bodenfläche 30 cm an der Wand hinauf.

Die verwendeten Putze müssen ausreichend fest, wasserabweisend und widerstandsfähig gegen kombinierte Einwirkung von Feuchtigkeit und Frost sowie mechanischer Beschädigung sein.

Ist der Sockel rückspringend ausgeführt, kann mechanischen Beschädigungen durch ein Mittelbettsystem mit HASIT Dieplast 860 LIGHT vorgebeugt werden. Der Unterterrainbereich wird zusätzlich abgedichtet und damit vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Aufsteigende Feuchtigkeit entsteht meist durch eine fehlende oder nicht fachgerecht angeschlossene Horizontalabdichtung im Wandquerschnitt. Putz- und Abdichtungsebene dürfen keine Feuchtebrücke zum Untergrund bilden.

Abschluss im Sockelbereich

Sockelelemente aus Blech ermöglichen

ermöglichen einen sauberen, wärmebrückenreduzierten Abschluss, wenn das Sockeldetail fachgerecht geplant und ausgeführt wird. Sie sind wärmebrückenreduziert, da das Blech nicht auf das Mauerwerk geführt wird und auch keine mechanische Verbindung besteht. So lassen sich exakte Fassadenanschlüsse einfach ausführen. Alternativ bilden Sockelelemente aus Glasfaserbeton mit integrierter Wärmedämmung einen schützenden Abschluss der Fassadenfläche im erdberührten Bereich.

Beispielhafte Produkte

HASIT DIEPLAST 860 LIGHT

Klebe- und Armierungsmörtel

HASIT DIEPLAST 860 LIGHT ist ein leistungsfähiger, mineralischer Klebe- und Armierungsmörtel für WDVS mit hoher Diffusionsoffenheit und robuster Oberflächenfestigkeit. Durch die mögliche Armierungsschichtdicke bis 10 mm eignet er sich insbesondere für langlebige, mechanisch widerstandsfähige Fassadenkonstruktionen. Ein Schutz vor Algen-/Pilzbewuchs ist über den jeweiligen Oberputz bzw. Fassadenanstrich zu planen.

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HASIT SOPER Sockelsystem

Das HASIT SOPER Sockelsystem bietet eine robuste Lösung für wärmegedämmte Sockel- und Perimeterbereiche. Die feuchtebeständigen Dämmplatten gewährleisten eine dauerhafte Wärmedämmung auch unter erhöhten Feuchte- und Belastungseinwirkungen und ermöglichen einen technisch sicheren Anschluss zwischen Fassaden- und Erdreichbereich.

HASIT OPTIFLEX® 2K

Dicht-Spachtelmasse, 2-komponentig

HASIT OPTIFLEX® 2K ist eine flexible, zweikomponentige mineralische Dichtschlämme zur dauerhaften Abdichtung von Sockeln, Kellerwänden und anderen feuchtebeanspruchten Bauteilen. Durch ihre rissüberbrückenden Eigenschaften schützt sie Bauwerke zuverlässig vor eindringender Feuchtigkeit und Wasser.

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OPTIFLEX® 1K Light

Einkomponentige Reaktivabdichtung

HASIT OPTIFLEX® 1K LIGHT ist eine vielseitige Reaktivabdichtung für dauerhaft feuchtebeanspruchte Bauteile. Die flexible, rissüberbrückende Abdichtung eignet sich für Sockel- und Kellerbereiche sowie für erdberührte Konstruktionen und lässt sich zusätzlich als Klebe- und Armierungsmasse im Sockelsystem einsetzen.

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Weitere Informationen zur Sockelabdichtung

Planungswissen kompakt

Kann eine Sockelputzabdichtung die Bauwerksabdichtung ersetzen?

Nein. Eine Sockelputzabdichtung schützt die Putzebene vor Spritzwasser und Feuchteaufnahme, ersetzt jedoch nicht die Bauwerksabdichtung gegen Bodenfeuchte oder Sickerwasser. Die durchgehende Bauwerksabdichtung ist nach dem aktuell geltenden Regelwerk zu planen; beide Abdichtungsebenen sind ohne Feuchtebrücken miteinander zu verbinden.


In welcher Ebene liegt die Bauwerksabdichtung bei einem gedämmten Sockel?

Die Bauwerksabdichtung liegt bei einem gedämmten Sockel grundsätzlich auf dem Wandbaustoff und damit unter der Sockel- beziehungsweise Perimeterdämmung. WDVS und Perimeterdämmung übernehmen keine Abdichtungsfunktion. Abweichende Konstruktionen erfordern einen nachgewiesenen Systemaufbau und die Freigabe des jeweiligen Herstellers.


Wie hoch ist die Sockelabdichtung über Gelände zu führen?

Im Bauzustand wird die Abdichtung üblicherweise bis 30 cm über die geplante Geländeoberkante geführt; im Endzustand soll die Oberkante der Abdichtung mindestens 15 cm über der fertigen Oberfläche liegen. Die konkreten Maße und die Zuordnung zur Wasserbeanspruchung sind vor der Ausschreibung anhand des aktuell geltenden Regelwerks zu prüfen.


Wann ist ein rückspringender Sockel zu bevorzugen?

Ein rückspringender Sockel ist sinnvoll, wenn Fassaden- und Sockelputz konstruktiv getrennt und spätere Reparaturen erleichtert werden sollen. Ein bündiger Sockel erfordert abgestimmte Dämmstoffdicken, geeignete Putze und besonders sorgfältig geplante Anschlüsse. Die Entscheidung ist projektbezogen im Sockeldetail festzulegen.


Wie ist die Zuständigkeit für die Sockelabdichtung zu regeln?

Die Ausschreibung muss eindeutig festlegen, welches Gewerk die Bauwerksabdichtung und welches den Feuchteschutz des Sockelputzes ausführt. Zusätzlich sind Schnittstellen zu Dämmung, Putz, Türen und Außenanlagen zu beschreiben. Der Planer koordiniert das Sockeldetail; ausführende Unternehmen müssen erkennbare Risiken für den Feuchteschutz anzeigen.


Wie ist der Anschluss der Außenanlagen am Sockel zu planen?

Pflaster, Asphalt und Erdreich sollten nicht direkt an Putz oder Abdichtung anschließen. Das Gelände ist mit Gefälle vom Gebäude weg zu planen; ein ausreichend dimensionierter, versickerungsfähiger Kiesstreifen kann den Spritzwassereintrag reduzieren. Die fertigen Höhen sind vor der Ausführung zwischen Hochbau, Abdichtung und Landschaftsbau abzustimmen.


Welche Anschlusshöhe ist an Türschwellen im Sockelbereich einzuhalten?

Für Türanschlüsse sind im Regelfall 15 cm zwischen Schwelle und angrenzendem Belag oder Kies einzuhalten; bei einer ausreichend entwässerten Rinne können 5 cm vorgesehen werden. Barrierefreie Übergänge benötigen ein gesondertes Detail mit Gefälle, sicherer Entwässerung und wasserdichtem Anschluss an Schwelle, Türpfosten und Laibung.

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