Produktinformation 5 von 66
Unterschiedliche Putze mit unterschiedlichen Putzstrukturen und Farben zur individuellen Gestaltung von Fassaden.

Fassadenputz: Auswahl verschiedener Putze

Außenwände müssen dauerhaft gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Hagel, Schnee, Wind und Sonneneinstrahlung sowie gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Gleichzeitig ist ein wirksamer Wärmeschutz sicherzustellen, der sowohl im Winter vor Kälte als auch im Sommer vor zunehmender Hitze schützt.Die Anforderungen an den Wärmeschutz regelt das Gebäudeenergiegesetz (GEG); ergänzend sind die brandschutztechnischen Anforderungen nach europäischer Klassifizierung (DIN EN 13501-1) zu beachten.

Mineralische Oberputze

Edelputze sind werksmäßig hergestellte, hochwertige mineralische Trockenputze. Unterschiedliche Strukturen, Farbtöne und Körnungen sorgen für eine individuelle Oberflächengestaltung der Außenwand. Die Edelputze sind witterungsbeständig. Durch ihre mineralische Zusammensetzung zeichnen sie sich durch Diffusionsoffenheit und einfache Verarbeitung aus.

Beispielhafte Produkte

HASIT 704 OPTI

LITHIN Kratzputzstruktur

Vergüteter, mineralischer Struktur-/Oberputz CR CS II (EN 998-1) in „Korn an Korn“-Struktur auf WDVS bzw. Gewebespachtelungen und auf mineralischen Unterputzen. Einsatz auch als Scheibenputz für Innen und Außen.

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HASIT 725 OPTI

LITHIN Kratzputz

Dickschichtiger, durchgefärbter Kratzputz für WDVS bzw. aufgeraute Gewebespachtelungen, zum Grund-/Unterputzen oder Dämmputzen. Mineralischer, hydrophobierter Dickschicht-Struktur-/Oberputz CR-CS II (EN 998-1), zur Herstellung von klassischen Kratzputzstrukturen im Mittel- bzw. Dickputzverfahren, im Innen- und Außenbereich.

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Pastöse Oberputze – Silikonharz- und Hybridputze

Silikonharz als Bindemittel sorgt für eine mikroporöse, stark wasserabweisende und zugleich diffusionsoffene Oberfläche. Neben dem Einsatz im Neubau und Industriebau wird Silikonharzputz zunehmend auch bei der Fassadensanierung verwendet. Für Silikonharzputze und -anstriche kommen Silikonharze in Form wässriger Emulsionen zum Einsatz, die mit geeigneten Polymerdispersionen kombiniert werden (DIN EN 15824).

Beispielhafte Produkte

HASIT SE 510 SISI VITAL

Silikon-Silikat-Strukturputz außen

Witterungsbeständiger, wasserabweisender, hoch diffusionsoffener Hybrid-Struktur-Oberputz für außen, auf WDVS, Gewebespachtelungen und Unterputze. Mit SiSi-Technologie (Silikonharz, Silikat, Reinacrylat) erzeugt er eine venezianische, feinkörnige Struktur (VS), auch auf der gesamten Fläche der WDVS-Fassade.

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HASIT SE 410 PROTECT

Silikonharz-Strukturputz außen

Witterungsbeständiger, wasserabweisender, diffusionsoffener Struktur-Oberputz (Silikonharz, spezielle Additive) mit wasserabweisender Oberfläche mit vermindertem Schmutzanhaftungs- und begünstigtem Abspülverhalten; ein dauerhaft selbstreinigender oder algenfreier Zustand kann nicht zugesichert werden, für außen, auf WDVS, Gewebespachtelungen und Unterputze.

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Kalk-/Kalkzement-/Zement-Putze

Zementputze werden überall dort eingesetzt, wo hohe Anforderungen an die Festigkeiten, Frostbeständigkeit, Dichtheit und Wasserbelastbarkeit gestellt werden, wie z. B. bei Gebäudesockeln oder im Spritzwasserbereich.

Kalk-Zementputze vereinen die Vorteile von Kalk- sowie Zementputzen. Gezielte Kalkbeigaben verbessern die Verarbeitbarkeit von Putzen. Sie sind neben der Anwendung an Fassaden auch im Innenbereich, besonders in Feuchträumen und Treppenhäusern mit hoher mechanischer Belastung einsetzbar.

Beispielhafte Produkte

HASIT 625

Leichtsockelputz

Zement-Maschinenleichtputz der Putzmörtelgruppe CS III (DIN EN 998-1)mit mineralischem Leichtzuschlag. Wasserabweisender Sockel- und Feuchtraumputz.

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HASIT 650

Kalk-Zementputz

Kalk-Zement-Maschinenputz der Putzmörtelgruppe CS II (DIN EN 998-1). Grund- oder Filzputz auf Normalmauerwerk für innen und außen.

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Dünnschichtputz

Dünnschichtputze sind spezielle Unterputze auf Kalk- oder Zementbasis, die teilweise auch einlagig, als Unter- und/oder Oberputz dünnschichtig ausgeführt werden können. Im Gegensatz zu den genormten, einlagigen Unterputzen mit Mindestputzstärken von 10 mm oder 15 mm werden Dünnschichtputze in einer Putzdicke von 3 mm bis 6 mm ausgeführt. Im Regelfall wird planebener Putzgrund etwa 4 mm dick verputzt.

Beispielhafte Produkte

HASIT 600

Dünnfilzputz

Naturweißer, feiner Kalk-Zement-Maschinendünnputz der Putzmörtelgruppe CS II (DIN EN 998-1). Dünnputz zur Überarbeitung von ebenen mineralischen Putzen (P II oder P III gemäß DIN 18550:2005-4) und rau geschaltem Beton im Innen- und Außenbereich.

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HASIT 648

Leichtputz Universal

HASIT 648 Leichtputz Universal ist ein mineralischer Putz für innen und außen. Er kann auch dünnschichtig verwendet werden – etwa zum Verputzen und Filzen oder als Armierungsschicht. Die maximale Auftragsstärke beträgt 12 mm. Welche Schichtdicke und Untergrundvorbereitung geeignet sind, hängt von der jeweiligen Anwendung ab.

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Klebe- und Armierungsmörtel

Baukleber dienen als Haftbrücken auf glatten, kritischen Untergründen und das Überspachteln von aufgerauten oder rauen Unterputzen vor dem Aufbringen von feinkörnigen Oberputzen. Spachtelmassen werden als „aufgespachtelte Putzarmierung mit eingelegtem Textilglasgitter“ auf Leichtunterputzen bzw. Gewebespachtelung eingesetzt.

Flächen- und auch Diagonalarmierungen können eine Rissbildung verringern. Zum Einbringen des Textilglasgitters muss die Spachtelmasse mineralisch gebunden sowie kunstharzmodifiziert und auf den Unter- und Oberputz abgestimmt sein. Der Armierungsmörtel muss mit der Oberfläche des Textilgitters einen ausreichenden Verbund eingehen.

Beispielhafte Produkte

HASIT 605

Haft- und Armierungsmörtel

Universell verwendbarer Haft- und Armierungsmörtel der Putzmörtelgruppe CS IV (mit Armierungsfasern). Haftbrücke für Putze auf Beton, Styropor, etc. Zum Armieren, speziell für Sockelbereiche, im WDV-System auf HASIT Sockeldämmplatten.

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HASIT 865

Klebe- und Armierungsmörtel

HASIT 865 ist eine Systemkomponente in mineralischen WDVS mit Mineralschaum-Dämmplatten. Der Füllmörtel dient der fachgerechten Ausbesserung und Egalisierung von Dämmplattenoberflächen und schafft die Voraussetzung für eine gleichmäßige Armierungs- und Putzschicht.

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HASIT Dieplast 866 Sockelstar

Klebe- und Armierungsmörtel

Rein mineralischer und naturweißer Sockelleichtputz zum Kleben, Armieren und Filzen von EPS-, XPS- sowie Foamglas-Perimeterdämmplatten im Sockelbereich. Stark wasserabweisend und auch auf schwierigen Untergründen wie Bitumen anwendbar.

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Weitere Produktinformationen zu HASIT Ober- und Deckputze

Planungswissen kompakt

Welche Putzdicke ist bei Außenputz auf Mauerwerk vorzusehen?

Bei Außenputz auf Mauerwerk ist in der Regel eine mittlere Putzdicke von etwa 20 mm mit begrenzten örtlichen Unterschreitungen bis etwa 15 mm vorzusehen. Dünnlagenputze mit wenigen Millimetern Schichtdicke dürfen nur bei nachgewiesener Eignung für den jeweiligen Putzgrund eingesetzt und eindeutig ausgeschrieben werden.


Wo ist eine Gewebearmierung im Außenputz vorzusehen?

Eine Gewebearmierung ist insbesondere an Öffnungsecken, Materialwechseln und Bauteilanschlüssen vorzusehen. Das alkalibeständige Gewebe muss faltenfrei in die zugbelastete Zone des Armierungsputzes eingebettet werden; bei Mischmauerwerk sind Umfang und Ausbildung der Armierung projektbezogen festzulegen.


Wie lässt sich Algenbewuchs auf Putzfassaden planerisch begrenzen?

Algenbewuchs lässt sich durch konstruktiven Regenschutz, ausreichende Dachüberstände, Tropfkanten und eine gezielte Wasserableitung begrenzen. Putzaufbau und Oberflächenmaterial sind auf die Feuchte- und Witterungsbeanspruchung abzustimmen; ein vollständiger Ausschluss von Algenbewuchs kann jedoch nicht zugesichert werden.


Wie sind die früheren Putzmörtelgruppen P I bis P III heute auszuschreiben?

Die früheren Putzmörtelgruppen aus DIN 18550:2005-04 sind zurückgezogen und sollten in Leistungsverzeichnissen nicht allein verwendet werden. Stattdessen sind Mörtelart und Druckfestigkeitskategorie nach DIN EN 998-1 sowie die Ausführungsregeln nach DIN EN 13914-1 und DIN 18550-1 anzugeben; pastöse Putze werden nach DIN EN 15824 bezeichnet.


Wie ist der Putzanschluss am Fenster rissarm auszubilden?

Der Fensteranschluss ist mit einem für Rahmenmaterial und Elementgröße geeigneten Anschlussprofil mit ausreichender Dehnfähigkeit und Gewebefahne auszuführen. Fensterbefestigung, Fensterbank, Anschlussprofil und Putz müssen als Gewerkeschnittstelle abgestimmt und in der Ausschreibung eindeutig geregelt werden.


Wann ist ein Riss im Außenputz als Mangel zu bewerten?

Für die Bewertung eines Risses sind Rissbreite, Rissverlauf sowie eine mögliche Beeinträchtigung von Schlagregenschutz oder Haftung maßgeblich. Feine Risse bis etwa 0,2 mm können unproblematisch sein, sofern die Funktion erhalten bleibt; breitere oder sich öffnende Risse erfordern eine Ursachenklärung.


Welche Mindesttemperatur gilt für die Verarbeitung von Außenputz?

Außenputz sollte in der Regel nur bei mindestens +5 °C und ohne Frostgefahr verarbeitet werden; dabei sind auch die Temperatur des Putzgrunds und der frischen Putzschicht zu berücksichtigen. Für pastöse Oberputze können höhere Grenzwerte gelten, die Angaben des Systemdatenblatts sind maßgeblich.

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