Das intelligente Türenmanagement von ECO Schulte verknüpft mechanische, mechatronische und IT‑basierte Funktionen. Der Türantrieb ETS unterstützt verschiedene Türsituationen und kann in Gebäude‑ und Sicherheitskonzepte eingebunden werden. Das Sentinel‑FT‑Terminal ermöglicht eine kontrollierte Nutzung von Fluchtwegen und die Anbindung an bestehende Zutrittssysteme.

Intelligentes Türenmanagement = Mechanik + Mechatronik + IT

Jede Tür erfüllt abhängig von Nutzung und Sicherheitsanforderungen unterschiedliche Funktionen. Sie steuert den Zugang sowohl in das Gebäude als auch innerhalb der einzelnen Bereiche.

Eine Automatisierung dieser Zugänge oder ihre Einbindung in die Gebäudeleittechnik liegt daher nahe. Durch entsprechende Systeme lassen sich Besucherströme gezielt führen und überwachen – im regulären Betrieb ebenso wie in besonderen Situationen, etwa im Notfall.

Elektromotorischer Drehflügel-Türantrieb ECO ETS

Der Türantrieb ETS von ECO ist ein starker, geräuscharmer, elektromotorischer Antrieb für schwere Innen - und Außentüren bis 400 kg (250 kg bei FS / RS-Türen). Maximale Flügelbreite ist 1.600 mm (EN 7). Mit dem integrierten, leistungsstarken Schaltnetzteil (24 V, 2 A Ausgangsleistung) können mehrere externe Bedien- und Sicherheitselemente und sogar Motorschlösser versorgt werden. Dadurch können bei vielen Anwendungen externe Netzteile entfallen.

Einsatz: Öffentliche Bereiche und im Gesundheitswesen. Für Neuanlagen und Modernisierungen geeignet.

Kombinationsmöglichkeiten

Sturzmontage mit Normalgestänge, Bandgegenseite drückend

Sturzmontage mit Gleitschiene, Bandgegenseite drückend

Sturzmontage mit Gleitschiene, Bandseite ziehend

Alle Montagevarianten sind sowohl in der Standardausführung als auch in der Brandschutzvariante zugelassen. Dies ermöglicht Planern und Architekten eine einheitliche Designlinie mit Gleitschiene über alle Einbausituationen hinweg – unabhängig davon, ob es sich um Brandschutz-, Feuerschutz- und Rauchschutztüren (BS/FS/RS) oder bauordnungsrechtlich nicht geregelte Türen (T0/BG) handelt.

Für Türenhersteller eröffnen sich dadurch zusätzliche Optionen in der konstruktiven Ausführung von Feuer- und Rauchschutztüren.

Full Power und Low Energy mit einem Antrieb

Die Full-Power-Einstellung eignet sich für Türen mit hohem Publikumsverkehr und hohem Türgewicht, etwa in öffentlichen Gebäuden. Sie ermöglicht schnelle Öffnungs- und Schließbewegungen. Für diesen Betriebsmodus ist jedoch die Überwachung des Bewegungsbereiches mit Sicherheitssensoren notwendig.

Die Low-Energy-Einstellung ist für den Einsatz in Privathaushalten sowie in Büro- und Arbeitsbereichen mit geringer Besucherfrequenz vorgesehen. In diesem Modus kann auf zusätzliche Sicherheitssensoren verzichtet werden. Allerdings gelten Einschränkungen hinsichtlich Türgewicht sowie Bewegungsgeschwindigkeit.

Feuer- und Rauchschutz/ Inversfunktion/ Schleusenfunktion

Der ETS 64-R als Feststellanlage für Feuer- und Rauchschutztüren zugelassen. In Kombination mit einem Sturzmelder schließt er bei Alarm oder Stromausfall sicher den Brandschutzabschluss.

Die Inversfunktion ist speziell für die Entrauchung von Gebäuden (RWA) konzipiert worden. Sie stellt sicher, dass die Tür im Ereignisfall auch bei Stromausfall zuverlässig öffnet, sodass keine zusätzliche Notstromversorgung erforderlich ist.

Die Inversfunktion ist im ETS bereits als vorkonfiguriert und kann daher direkt auf der Baustelle angepasst und projektspezifisch eingestellt werden.

Die Schleusenfunktion koordiniert die komplexen Abläufe beim Betrieb von Doppeltüren in sicherheitsrelevanten Bereichen. (kontrollierte und richtungsgeregelte Durchgangssteuerung).

Windlastkompensation (ETS 73 / ETS 64-R)

Die Windlastregelung sorgt dafür, dass Außentüren auch bei wechselnden Luftdruckverhältnissen – etwa bis zu Windstärke 9 bzw. 320 Pa – ruhig und zuverlässig laufen. Kurzzeitig erhöhte Windlasten, zum Beispiel durch Böen, werden vom Antrieb erkannt. Die Steuerung passt daraufhin die Motorleistung an, um den Türflügel zu unterstützen oder zu bremsen und so einen störungsfreien Lauf zu gewährleisten. Die einwirkende Windlast ist abhängig von der Türgröße und der eingesetzten Gestängeart.

Einfache Montage und Service

Der ETS ermöglicht eine einfache Parametereinstellung über ein Display mit Joystickfunktion auf der Steuerplatine. Die menügeführte Erstinbetriebnahme kann direkt vor Ort durchgeführt werden. Alle Parameter lassen sich später passwortgeschützt an neue Betreiberanforderungen anpassen.

Sentinel FT Fluchttürterminal

Einsatz des Sentinel FT Fluchttürterminal in Kindergärten und Schulen

Fluchttüren, Paniktüren und Notausgänge müssen im Notfall leicht und ohne fremde Hilfe geöffnet werden können. In Kindergärten und Schulen jedoch ist es besonders wichtig, dass Kinder nicht einfach durch die Fluchttür ins Freie laufen können. Das individuell konfigurierbare Sentinel FT Fluchttürterminal ist für diese Anforderung die optimale Lösung.

Einsatz in Einkaufzentren

In Einkaufszentren müssen Fluchtwege im Notfall schnell passierbar sein und gleichzeitig vor Missbrauch geschützt werden. Das Terminal leitet Alarme automatisch an das Gebäudeleitsystem und die Einbruchmeldezentrale weiter. Eine zentrale Notfreischaltung über die Brandmeldeanlage ist ebenfalls möglich.

Die Türöffnungszeiten lassen sich individuell festlegen und per Alarmfunktion überwachen, sodass keine Tür unbeabsichtigt offen bleibt oder unbefugt genutzt wird. Autorisierte Personen erhalten jederzeit Zugang per Schlüssel. Zudem kann das Terminal problemlos in bestehende Zutrittskontrollsysteme eingebunden werden.

Einsatz an Flughäfen

Das Sentinel FT Fluchttürterminal ermöglicht auch in besonders sicherheitsrelevanten Bereichen, etwa an Flughäfen, eine schnelle Evakuierung im Gefahrenfall. Das System ist skalierbar und kann auf beliebig viele Türen erweitert werden. Es lässt sich nahtlos in bestehende Zutrittslösungen sowie in alle relevanten Gebäude- und Sicherheitssysteme integrieren.

Dank international verständlicher, normierter Piktogramme ist das Terminal intuitiv nutzbar und unterstützt Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zuverlässig in der Orientierung.

Funktionsweise des Sentinel FT Fluchttürterminal

Das Fluchtwegterminal besteht in der Regel aus einer Nottaste, kombiniert mit einer Codetastatur oder einem Zylinderschalter sowie einer LED‑Anzeige. Türen können im Normalbetrieb über Zylinder oder Schlüsselkarte entriegelt und geöffnet werden, ohne dass ein Alarm ausgelöst wird.

Im Notfall lässt sich die Tür vor Ort über die Nottaste entriegeln. Dabei wird ein Alarm ausgelöst und ein 15‑Sekunden‑Countdown gestartet, bevor die Tür freigibt. In Gefahrensituationen kann das Gebäudemanagement die Tür zudem unmittelbar entriegeln und so die Zeitverzögerung umgehen.

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